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Neuigkeiten und aktuelle Termine in meinem Blog

Von der One-Woman-Show zum Medienverlag: Erfolgsverlegerin Barbara Mucha im Karriere-Gespräch

Anita Arneitz am 6. September 2011

Wie viele Kärntnerinnen gingen auch Sie nach Wien, um zu studieren. Doch statt Meeresbiologin sind Sie heute erfolgreiche Medienverlegerin. Wie kam es dazu?

Mucha: Meine Geschäftsidee begann mit einem schwarzen Pulli. Bei einem negativen Einkaufserlebnis ist mir klar geworden, dass schlechtes Service und Unfreundlichkeit der Verkäuferinnen viele Konsumenten bewegen. Gemeinsam mit Top-Managern entwickelten wir Testkriterien für gutes Service und veröffentlichten 1991 die erste Ausgabe der „Mucha“, die ein Riesenerfolg wurde. Zuerst war ich das Feinbild für den Handel, weil ich nur dem Konsumenten verpflichtet bin. Mittlerweile stehen die Unternehmen hinter der Mucha und schätzen unsere Tests.

Es blieb aber nicht bei der einen Geschäftsidee…

Mucha: Als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde, entdeckte ich eine weitere Marktlücke – das Familiensegment. Damals gab es noch 90.000 Geburten pro Jahr und das war eine interessante Zielgruppe für die Werbung. Noch mit dickem Bauch stellte ich das Werbebudget für den ersten „Baby Express“ auf. Mit dem Gynäkologen-Test wurde das Magazin schlagartig bekannt. Es folgten die „Signora“, das „Shopping Street Journal“ und das jüngste Kind in der Medienfamilie ist die „Austria Business Woman“.

Wie kommt man auf neue Geschäftsideen?

Mucha: Erfolg kann man nicht erzwingen, aber man kann überlegen welche Dinge Zukunft haben. Der Zeitgeist geht wieder „zurück zu den Wurzeln“. Warum boomt Wellness? Weil wir in einer übersättigten Gesellschaft leben und es nichts Neues gibt. Wir suchen nach Identität und Lösungen, um uns wieder selbst zu spüren. Das alte Biedermeier wird zurückkommen. Und damit wird jede Art von Qualität gewinnen, nicht nur in den Medien.

Wie schafft man es über so lange Zeit erfolgreich zu sein?

Mucha: Entscheidend für den Erfolg ist die Idee und Vision. Ich habe immer an meine Ideen geglaubt und dafür gekämpft. Es war auch ein wenig Glück dabei. Das Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Ein wichtiger Faktor ist auch der Verkauf. Ich habe immer versucht ein Projekt von der ersten Minute an zu finanzieren. Als ich mit 22 angefangen habe, hatte ich viele Kritiker. Aber der nachhaltige Erfolg gibt mir Recht. Mittlerweile habe ich 35 angestellte Mitarbeiter und rund 100 Freelancer.

Bereuen Sie den Schritt in die Selbständigkeit?

Mucha: Nein, die Arbeit ist meine zweite Heimat. Natürlich ist es manchmal eine immense Kraftanstrengung, aber da muss man durch. Heute bin ich stolz darauf, dass der Verlag noch immer zu 100 Prozent mir gehört. Ein großer Vorteil der Selbständigkeit ist die freie Zeiteinteilung. Diese Freiheit möchte ich nie aufgeben – auch wenn ich eine große Verantwortung für meine Mitarbeiter und meine beiden Kinder habe.

Fördern Sie andere Frauen bewusst?

Mucha: Ja, ich habe selbst zwei Mentees. Generell sind Frauen ehrlicher und haben eine bessere Selbstreflexion. Dennoch haben sie Aufholbedarf und stehen sich oft selbst im Weg. Ein Netzwerk funktioniert nur, wenn die Augenhöhe stimmt – und wir Frauen müssen erst lernen Schwestern zu sein.

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NEU: SCHWEBEN UND SCHREIBEN

Alexandra am 4. September 2011

Liebe Schreibbegeisterte,

gönnen Sie sich eine Ruhepause für Körper, Geist und Seele, regenerieren Sie in der Stille. Sie erleben die Leichtigkeit des Seins und haben Raum, um Gedanken, Emotionen und Intuitionen aufzuschreiben. Mit der einmaligen Kombination aus Floating, Entspannung und kreativen Schreibtechniken machen Sie den Weg frei für Ihren inneren Künstler.

Schweben und Schreiben:

  • ist eine ruhige Auszeit für Körper, Geist und Seele
  • baut Stress und Verspannungen ab
  • stärkt das Immunsystem
  • regt die Kreativität an
  • erhöht die eigene Schreibkompetenz und
  • weckt den inneren Künstler auf

Festhalten, Loslassen, ein Dialog mit sich selbst oder fiktiven Figuren. Biografisches, Geschichten, Gedichte – alles ist beim Schweben  & Schreiben möglich.

Mithilfe von kreativen Schreibtechniken kommen Sie ganz leicht in den Schreibfluss. Verschiedene Schreibinseln bieten Ihnen reichlich Raum zum Schreiben, bei Gruppenübungen fallen die letzten kreativen Hemmungen und Ihr persönlicher Schreibcoach sorgt für zusätzliche neue Anregungen.

Wir starten mit dem ersten Termin am 24. September 2011

Programm:

8 Uhr:             Morgensnack und Besprechung des Tages

9 Uhr:             Meditation mit Jürgen Klammer

9.30 Uhr:       Einführung ins kreative Schreiben

10 Uhr:          Start der Anwendungen mit Floating, Massage und individuellen Schreibinseln

Mittagessen wird zu individuellen Zeiten eingenommen

14 bis 18 Uhr: Floating, Massage, individuelle Schreibinseln

18 Uhr:          Abschlussrunde, Besprechung des Tages, gemütlicher Ausklang bei Lagerfeuer

Das ist beim Schweben & Schreiben dabei:

  • 1 x Meditation
  • 1 x Floating
  • 1 x Anmo-Massage
  • Schreibinseln und individuelles Schreibcoaching
  • Getränke (Tee, Kaffee, Säfte), Snacks (Brötchen, Kuchen)
  • Mittagessen

1 Tagespackage:

340 Euro pro Person (inkl. Steuern)

maximale Teilnehmerzahl: 6 Personen

Auch buchbar als Firma oder Gruppe ab 4 Personen!

Anmeldungen bitte direkt bei Alphafloating.

office@alphafloating.at

www.alphafloating.at

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Gedächtnistraining leicht gemacht – Interview mit Dr. Luise Maria Sommer, zweifache österreichische Gedächtnistrainerin

Anita Arneitz am 30. August 2011

Frau Sommer, wie sind Sie zum Gedächtnistraining gekommen?

Frau Sommer: Ich bin zusammen mit meinen drei Geschwistern sehr unbeschwert in Paternion aufgewachsen. Nach der Matura am BG Spittal/Drau habe ich mein Lehramtsstudium (Englisch/Sport) in Graz abgeschlossen, einen Steirer geheiratet und meine Unterrichtstätigkeit. Das Thema „Gedächtnis und Lernen“ hat mich schon immer interessiert. In einem Vortrag von Univ. Prof. Gunter Iberer, Univ. Graz, stieß ich auf eine uralte Gedächtnis-Methode aus dem antiken Griechenland, mit deren Hilfe man verblüffende Merkleistungen erbringen kann. Ich probierte sie aus, es funktionierte sofort – und von diesem Zeitpunkt an hatte ich sozusagen „Blut geleckt“.  Ich entdeckte, wie viel Spaß es machen kann, sein Gedächtnis mit Hilfe dieser „Gedächtniswerkzeuge“ zu trainieren und zu Höchstleistungen zu bringen. Ich hatte in der Schule und beim Studium nie Lern- oder Gedächtnisprobleme, neigte aber im Alltag dazu auf Termine zu vergessen oder Dinge wie Schirme, Skripten, Sonnenbrillen etc. an allen möglichen (und unmöglichen) Stellen liegen zu lassen. Seitdem ich Gedächtnistraining betreibe, hat sich dies entschieden verbessert.

Gedächtnistraining bedeutet Ihnen sehr viel…?

Frau Sommer: Für mich bedeutet Gedächtnistraining viel mehr als bloßes Gehirnjogging. Es war faszinierend zu beobachten, wie ich meine Leistungen im Namen-, Zahlen,- Spielkarten- oder Wörter-Merken durch gezieltes Training vor Gedächtnismeisterschaften bis zum Verblüffungsgrad steigern konnte. Mit der Teilnahme an Meisterschaften habe ich aufgehört, aber ich werde wohl noch mein Leben lang “weiter trainieren”. Ich verwende nicht irgendwelche Zahlen oder Wörter zum Training, sondern betrachte den Alltag mit all seinen Herausforderungen als “Trainingswiese”: Handy-, Pass-, Versicherungsnummern oder Geschichtedaten, die ich mir merken möchte, genauso wie Namen von Menschen oder so banale Dinge wie eine Einkaufsliste sind nun willkommenes Memoriermaterial. Und wenn mir das zu wenig ist, suche ich mir Übungsstoff aus dem Allgemeinwissen.

Welche Erfahrungen haben Sie im Gedächtnistraining mit Kindern gemacht? Wie gehen sie mit den ungewöhnlichen Lernmethoden um?

Frau Sommer: Wo immer es geht, liefere ich den SchülerInnen Querverbindungen, wo sie neues Wissen ein- und anknüpfen können und ermuntere sie auch, dies selbst zu tun. Wir haben an der HAK sogar einen eigenen Gegenstand, wo neue Lern- und kreative Arbeitstechniken gelehrt werden. Am Gymnasium arbeite ich in einem Freigegenstand “Gedächtnistraining” mit 10 bis 12jährigen. Dort lernen SchülerInnen – genauso wie meine TeilnehmerInnen in meinen Seminaren – die wichtigsten „Werkzeuge“ kennen, um ihr Gedächtnis zu verbessern und lebenslanges Lernen zu erleichtern. Ich bin immer wieder begeistert, wie kreativ junge Menschen sein können. Da werden spontan witzige Eselsbrücken geboren, die für viel Spaß, aber auch für einen hohen „Erinnerungswert“ sorgen. Ein Beispiel: Hauptstadt von Kanada – hier werden fälschlicherweise oft Toronto oder Montreal genannt. Um uns zu merken, dass diese aber Ottawa heißt, hier unsere Memo-Brücke: “Kana do? Oh ja – Otto war da!”

Lustig Eselsbrücken alleine reichen noch nicht oder?

Frau Sommer: Für ein nachhaltiges Einprägen ist noch ein entscheidender Faktor vonnöten: Wiederholen in gehirn-gerechten Abständen. Deshalb habe ich die Lern- und Merk-Software “Memo-Coach” entwickelt – nicht nur für Schüler/innen. Dieser Memo-Coach legt die selbst eingegebenen Lerninhalte in zunächst kürzeren, dann immer längeren Abständen zum Wiederholen vor, bis sie im Langzeitgedächtnis gelandet sind.

Was ist für Sie Erfolg?

Frau Sommer: Darf ich Ihnen hier eine kreative Antwort geben?

Gerne…

Frau Sommer: Für mich ruht Erfolg auf diesen spontanen Assoziationen:

-          E: Empathie – sich in andere Menschen hineinfühlen, ihre Probleme verstehen können

-          R: Ruhe finden – und wenn es nur fünf Minuten der Konzentration vor einem wichtigen TV-Auftritt oder einem Vortrag sind

-          F: Familie & Freunde – die wahren Freunde freuen sich mit dir über deinen Erfolg; es werden zwar weniger, dafür ehrlichere und wertvollere im Laufe der Zeit

-          O: Offen für Neues bleiben – das möchte ich ein Leben lang

-          L: Liebe – zu mir selbst, den Mitmenschen, aber auch zum Beruf: “Wenn du liebst, was du tust, brauchst du nie mehr zu arbeiten” (Konfuzius)

-          G: wie Gedächtnis, Gutes tun und dabei Geld verdienen – ich bin dem lieben Gott (ein weiteres G) unendlich dankbar, das mir dies alles “zu-gefallen” ist…

Und Ihr größter Erfolg im Leben?

Frau Sommer: Am meisten stolz bin ich auf meine Familie und unsere drei Kinder (zwei Söhne, 25 und 22 und eine Tochter, 16) und dass es mir recht gut gelingt, meine vielen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen. Was mir im Gedächtnistraining wohl unauslöschlich in Erinnerung bleiben wird: Mein Auftritt in der Sendung “Help-TV” am 23.9.2003. Dort stieg ich mit einem spannenden Live-Gedächtnisexperiment ein und trainierte anschließend mit 10 Menschen aus dem Publikum. Barbara Stöckl “prüfte” sie live im Studio – sie rasselten 30 Begriffe selbstbewusst herunter. Mein Buch war am nächsten Tag in ganz Österreich ausverkauft…

Wie bringt man Familie und Berufstätigkeit – auch Seminarreisetätigkeit – unter einen Hut?

Frau Sommer: Als unsere Kinder noch klein waren, war ich nur in der Schule tätig und hatte viel Zeit für sie. Das funktionierte wunderbar. Mein zweites Standbein, Vortragende zum Thema Gedächtnistraining, kam nach meinen Erfolgen im Gedächtnissport dazu – zu einem idealen Zeitpunkt. Die beiden älteren Söhne verließen gerade das Haus, um zu studieren; unsere Tochter war immer schon eine sehr selbständige junge Dame. Zu allem Glück habe ich noch einen “Lebensmenschen”, meinen Mann, der zwar zunächst etwas skeptisch war, mich aber mittlerweile voll und ganz unterstützt.

Welche Visionen haben Sie für die Zukunft?

Sommer: Kreatives Gedächtnistraining, so wie ich es betreibe, ist nicht nur an sich sehr kreativ, es macht auch kreativ. Mein erklärtes Ziel: Noch möglichst viele Menschen mit diesem Funken der Begeisterung für mein „Faszinationsgebiet“ anzustecken und selbst dabei möglichst lange mental jung und fit zu bleiben.

Ihr persönlicher Tipp für unsere Leserinnen…

Sommer: Jeder, der möchte kann vom gezieltem Gedächtnistraining profitieren kann. Wichtig ist der ganzheitliche Aspekt dabei. Ganzheitlich bedeutet: Mit mehr AufMERKsamkeit durchs Leben gehen, den Menschen und Dingen, die ich mir merken möchte, mehr Achtsamkeit schenken. Bewusst im “Hier und Jetzt” sein – und nicht mit den Gedanken immer einen Schritt voraus. Und auf dieser Basis kann man sich mit den Werkzeugen des “Kreativen Gedächtnistrainings” sein Gedächtnis zu einem verlässlichen Partner machen.

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Harter Weg zum Erfolg

Anita Arneitz am 23. August 2011

Dagmar Koller blickt auf ihr Leben als Frau zurück: Ein Gespräch über Kärnten, Karriere und Liebe

Die Bühnen der Welt waren ihr zuhause: Dagmar Koller wurde 1939 in Klagenfurt geboren und verfolgte hartnäckig ihren Traum. Mit 13 ging sie nach Wien und schaffte bereits 1964 den Durchbruch in Lehars „Land des Lächelns“. Zahlreiche Auftritte in Operetten und Musicals folgten in ganz Europa, drei Tourneen führten sie in die USA. Über ihre Erfahrungen als Frau erzählt sie in ihrem neuen Buch „Die Kunst eine Frau zu sein“.

Über Ihr Leben gibt es bereits eine Biografie. Worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Dagmar Koller: Ich war fünfzig Jahre auf der Bühne und erzähle aus meinem Leben als Frau. Die Idee zu dem Buch entstand in meiner tiefsten Trauerzeit. Ich wollte nie mehr in die Öffentlichkeit und habe sehr gelitten. Beim Verfassen des Buches konnte ich alles fallen lassen, Geschichten erzählen, mich erinnern und auch wieder lachen. Es ist ein humorvolles Buch. Traurig war ich lange. Man darf sich aber nicht in die Trauer hineinsteigern, sondern muss sich mit positiven Dingen im Leben beschäftigen.

Sie waren bis zum Alter von 13 Jahren in Kärnten. Wie war Ihre Kindheit hier?

Dagmar Koller: Erst vor kurzem habe ich wieder alte Schulhefte, Zeugnisse und Briefe aus dem Jahr 1949 entdeckt, die viele Erinnerungen an meine Zeit in Klagenfurt weckten. Ich hatte als „Kärntna Dirndl“ so eine schöne Kindheit, obwohl sie bescheiden war. Meine Mutter war Alleinerzieherin und ich habe als Kind immer einen Vater vermisst. Trotzdem habe ich viel von meiner Mutter gelernt. Ich hatte nie Angst, meinen Weg alleine zu gehen. Dank meiner profunden Ausbildung in Wien konnte ich schnell Karriere machen.

Sind Sie heute noch öfters in Kärnten?

Dagmar Koller: Selten. Aber wenn ich da bin ist es für mich paradiesisch. Ich habe von den Menschen in Kärnten viel Herzensbildung mitgenommen.

Tournee durch die USA: Was bedeutet Ihnen Ihre internationale Karriere?

Dagmar Koller: Meine Karriere in Amerika war mir sehr wichtig. Doch ich wollte auch etwas in meiner Heimat erreichen. Es war ein harter Weg, aber ich habe mich nach oben gekämpft.

Ihr Erfolgsgeheimnis?

Dagmar Koller: Anstrengung. Ich habe nie etwas nur halb gemacht, sondern immer alles gegeben.

Und Ihr Tipp an jungen Frauen?

Dagmar Koller: Verwirklicht Eure Träume. Niemals aufgegeben, auch wenn es hart ist.

Wie wichtig ist es als Frau attraktiv zu sein?

Dagmar Koller: Ich habe von meiner Mutter gelernt aus Nichts schöne Sachen zu machen. Als Frau kann man sich auch mit bescheidenen Mitteln attraktiv gestalten und schmücken. Das bedeutet aber kein Hinterherlaufen von Trends. Wenn in der Mode gelb angesagt war, habe ich Grün getragen. Männer können ihre Fehler nicht so gut verdecken. Vor einer Vorstellung war ich immer nervös. Das Schminken – damals gab es noch keine Visagisten für Nebendarsteller, wir mussten alles selbst machen – hat mich aber sehr beruhigt. Denn mit schnellem Atmen und zittriger Hand kann man keine Wimperntusche auftragen. Außerdem muss man als Frau von innen strahlen. Jede Frau ist schön. Vergessen Sie Schönheitsoperationen, das wirkt künstlich und bringt nichts.

Findet man in Ihrem Buch Anleitungen oder Anregungen?

Dagmer Koller: Ich gebe gute Rezepte ab. Ich wusste schon immer, ich komme aus der Armut nur mit viel Disziplin und guter Bildung heraus. Als allein stehende Frau war ich nicht unhübsch und ich habe schnell gemerkt, dass man viele Möglichkeiten hat, wenn man seine Schüchternheit überspielt. Heute wundere ich mich selbst, wie weit ich es mit Gewissenhaftigkeit und Verzicht gebracht habe.

Wie gelang es Ihnen über Jahre hinweg eine glückliche Beziehung aufrecht zu erhalten?

Dagmar Koller: Ich glaube, man muss als Frau vorher Karriere machen. Wenn in einer Partnerschaft beide große Karriereziele haben, wird es schwierig. Wir haben es geschafft, weil wir extrem unterschiedliche Karrieren gehabt haben. Helmut Zilk war ein sehr außergewöhnlicher Mann, und liebte die Künstler und die Menschen. Unsere Berufe waren so gegensätzlich, doch jeder hatte große Achtung vor der Leistung des anderen. Aber man muss auch Opfer bringen können. Ich war sehr viel unterwegs, oft haben wir uns Wochen nicht gesehen, nur jeden Tag zwei Mal telefoniert. Treue haben wir uns zum Prinzip gemacht. Die Versuchung war natürlich bei uns beiden groß, aber wenn es nicht absolute Treue gegeben hätte, hätten wir uns getrennt. Liebe ist das Allerwichtigste.

Kurz gefragt

Als Kind wollte ich immer… Primaballerina werden.

Mein Lebensmotto ist…ich bin eine Frau, die Menschen liebt und daher ist es mir auch wichtig zu teilen und zu geben.

Darüber kann ich lachen… über vieles, vor allem über mich selbst. Lachen ist das Gesündestes überhaupt und entspannt.

Das letzte Buch, das ich gelesen habe… ich lese sehr viele Zeitungen, weil ich am Tagesgeschehen teilhaben möchte. Auch in sehr schweren Zeiten, muss man dran bleiben. Das letzte Buch habe ich von Mario Simmel gelesen – „Mich wundert, dass ich fröhlich bin“.

Frauen sind… jedenfalls viel lieblicher als Männer. Jede Frau hat etwas an sich.

Druckfrisch präsentierte Dagmar Koller ihr neues Buch „Die Kunst eine Frau zu sein“ in der Buchhandlung Heyn in Klagenfurt. Rechtzeitig vor Weihnachten gibt es das Buch für starke Frauen, erschienen im Amalthea Verlag, im Buchhandel.

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Anspruch aufs Leben

Anita Arneitz am 15. Juli 2011

Reportage: Herzkranke Kinder: Hilfe annehmen, damit die Familie nicht zerbricht

700 Kinder kommen in Österreich pro Jahr mit einem Herz-Gefäßfehler auf die Welt. Zwei Drittel der herzkranken Kinder haben ohne notwendige Operationen keine Chance auf eine gesunde und fröhliche Kindheit. Für die Eltern ist die Diagnose oft ein Schock. Sie sind hilflos und überfordert. Das Leben scheint mehr als ungerecht zu sein. So erging es auch der Klagenfurterin Beatrix Tschernitz 1988.

Schock nach Diagnose

Wir blättern im Fotoalbum, die Erinnerungen kommen wieder hoch, vieles hat sie schon verdrängt. Ihr Sohn Lukas kam als Frühgeburt mit einem sehr komplexen Herzfehler auf die Welt. Die Ärzte gaben dem Kind maximal drei Lebensjahre. Heute ist Lukas 21, es geht ihm gut und er studiert in Graz Englisch und Geschichte. Bis dahin war es kein leichter Weg. „Lukas hat täglich ums Überleben gekämpft. Bis zum dritten Lebensjahr wurde er beatmet und künstlich ernährt. Es war wirklich schlimm“, erinnert sich Beatrix Tschernitz. Mit drei Jahren hat er mit einer Therapeutin essen und gehen gelernt. Davor verbrachte er die meiste Zeit im Krankenhaus. Eine Operation nach der anderen. „Es war eine große Belastung. Ich war immer zerrissen. Schließlich musste ich mich auch um seinen Zwillingsbruder kümmern. Ich habe am Tag nur ein paar Stunden geschlafen und war immer da“, erzählt Tschernitz.

Neues Leben nach der OP

Eine Operation bei einem Spezialisten in Boston brachte neue Hoffnung. Die gesamte Familie flog in die USA. „Diese Operation hat sehr viel verändert. Wir wussten nicht, ob wir Lukas wieder sehen werden. Aber wir hatten Glück. Nach der Operation ging es aufwärts. Da hat sein Leben eigentlich erst begonnen“, sagt Tschernitz. Lukas war ein Kind, das sich gut erholte. Er war geistig völlig normal, ist jedoch von kleiner Statur und hat ab und dann einmal Probleme mit der Konzentration. „Die Strapazen in der Kindheit haben seinen Charakter geprägt. Er will noch heute immer mit dem Kopf durch die Wand“, so die stolze Mutter. „Wir hatten große Schwierigkeiten bei der Einschulung. Obwohl Lukas intelligent ist, sollte er in eine Sonderschule gesteckt werden. Das ließen wir nicht zu“, erzählt Tschernitz. Letztendlich ging er in die normale Schule, machte die Matura am Gymnasium und lebt jetzt seinen Traum in Graz. „Heute gibt es Vereine, die Eltern in der schweren Situation helfen. Mein Mann und ich engagieren uns im Elternverein „Hilfe für das herzkranke Kind“ und betreuen den Kärntner Bereich. Ich rate wirklich jeder Mutter eines herzkranken Kindes, das Angebot solcher Vereine zu nutzen. Es tut so gut, Hilfe in Anspruch nehmen zu können oder einmal mit einem Psychologen zu reden. Erst dadurch weiß ich, dass ich soviel falsch gemacht habe, aber ich habe viel für die Zukunft gelernt“, so Tschernitz. Denn die Kinder werden zwar größer, aber die Probleme hören deswegen nicht auf.

Hier finden Mütter von herzkranken Kindern Hilfe:

Verein Hilfe für das herzkranke Kind www.kinderkardiologie-graz.at

Kontaktadresse: Andreas Tschernitz, Klagenfurt, Tel: 0463 26 25 97

Verein Dana für Mütter von herzkranken Kindern www.plattform-dana.at

Spenden sind jederzeit willkommen!

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Guten Morgen Seiten!

Anita Arneitz am 6. Juli 2011

Haben Sie Lust im Sommer Ihre Kreativität neu zu entdecken? Nutzen Sie Ihren Urlaub, um sich von der Muße küssen zu lassen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Zwei ganz besondere Schreibtechniken helfen Ihnen dabei: die Morgenseiten und der Künstlertreff. Sie wurden entwickelt von Julia Cameron. Cameron lebt in den USA, ist Künstlerin und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Seit vielen Jahren bin ich Fan von ihren Schreibtechniken, weil sie die Wertschätzung für das eigene Tun und die Aktivierung der Kreativität in den Mittelpunkt stellt.

Aber nun zur ersten Schreibtechnik – die Morgenseiten. Dabei schreiben Sie über einen bestimmten Zeitraum jeden Morgen drei Seiten. Was Sie schreiben ist völlig egal, wichtig ist nur, dass Sie wirklich jeden Tag drei Seiten voll schreiben, egal mit was. Diese Übung hilft, unseren inneren Zensor ruhig zu stellen und Gewohnheit ins Schreiben zu bringen. Probieren Sie es aus, Sie werden staunen, wie gut es Ihnen tut!

Die zweite Technik ist der Künstlertreff. Nehmen Sie sich zwei Stunden pro Woche Zeit und nähren Sie bewusst Ihren inneren Künstler. Das ist eine Zeit nur für Sie allein, verteidigen Sie diese rigoros und tun Sie, was Ihrem inneren Künstlerkind gut tut – ein Spaziergang am Wasser, einen Sonnenuntergang beobachten, durch die Stadt flanieren ohne ein bestimmtes Ziel, Morgenseiten schreiben… Lesen Sie nicht mehr weiter, fangen Sie gleich damit an, Raum für sich und Ihre Kreativität zu schaffen. Und vergessen Sie nicht: In jeder von uns steckt eine Künstlerin, wir müssen sie nur suchen und frei lassen!

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„Der Spaß am Leben ist wichtig“

Anita Arneitz am 27. Juni 2011

Elisabeth Engstler wurde in Kärnten geboren, machte als Sängerin, TV-Moderatorin und Kochbuchautorin Karriere und spricht zum 50. Geburtstag über das Erfolgsgeheimnis ihres Lebens

Wollten Sie schon immer Sängerin werden bzw. eine Gesangsausbildung machen?

Ich habe begonnen Medizin zu studieren, aber dann ist mir die Musik dazwischen gekommen. Und diese Ausbildung habe ich dann am Konservatorium der Stadt Wien beendet. Ich erzähle mit meinen Liedern gerne Geschichten und mit dem Gesang kann man diese sehr gut vermitteln, damit diese berühren. Und wenn man merkt, dass man sein Publikum erreicht, macht das schon sehr viel Spaß. Um das Singen aus der Überzeugung zu machen – deswegen habe ich ja so eine lange Pause gemacht, weil ich keine Lust zum Singen hatte. Aber jetzt geht’s wieder los und ich freue mich sehr darauf.

Warum haben Sie sich entschieden in die Welt des Fernsehens einzusteigen?

Ich habe bei den Wiener Festwochen die Titelpartie im Musical „Valerie“ gespielt, dort hat mich eine Redakteurin des ORF gesehen und zu einer Audition für eine Kindersendung eingeladen. Irgendwann in den 80ern habe ich den „Ferienexpress“ moderiert – das hat irrsinnig viel Spaß gemacht, da war immer „a Gaudi“. Es macht mir vor allem die Arbeit mit dem ORF Spaß, weil das ganze Team rund um „Frühlingszeit“ einfach passt. Und welche Fähigkeiten man braucht, da halte ich es genauso wie beim Musizieren – man muss es gerne machen.

Was waren Ihre schönsten beruflichen Erfahrungen? Die schönsten außerberuflichen?

Das kann man so nicht beantworten. Für mich war das jede für sich – ob ich jetzt mit dem „Ferienexpress“ auf Tour durch Österreich war, die Konzerte als Duo Mess, das Theater spielen bei Elfriede Ott’s „Nestroy am Liechtenstein“ – einfach tolle Erlebnisse. Und außerberufliche habe ich wohl die schönste Rolle der Welt angenommen – die der Mutter.
Hatten Sie Mentoren oder Mentorinnen, die Sie auf Ihrem Weg unterstützten?

Ja, sicherlich. Aber jetzt alle aufzuzählen, ist mir zu gefährlich, weil ich sicherlich jemanden vergessen werde. Stellvertretend für alle meine Förderer möchte ich Elfriede Ott nicht unerwähnt lassen – weil mich ein freundschaftliches Band zu ihr verbindet und wir quasi Nachbarn sind. Sie ist für mich die Grand Dame des Theaters in der Josefstadt.
Was halten Sie von Frauennetzwerken?

Netzwerke sind immer wichtig – wenn ich zum Beispiel mein Freundesnetzwerk nicht hätte, bei dem wir uns gegenseitig um unsere Kinder kümmern, wäre das für mich schon ein Problem. Ich will aber wegen meiner Leistung und nicht wegen meiner Kontakte beschäftigt werden.

Ihr Tipp für junge Frauen, die Karriere machen möchten?

In erster Linie davon überzeugt, immer perfekt vorbereitet und wirklich begeistert von seiner Arbeit sein. Dann kann man in Notsituationen viel leichter improvisieren, weil man ja weiß, worum es geht.
Was bedeutet Ihnen Erfolg und Karriere?

Ich bin nicht der Typ, der alles für seine Karriere opfert. Ich freue mich sehr, wenn ich erfolgreiche arbeite und es beim Publikum ankommt. Letztens erst habe ich erfahren, dass ich bei einer österreichischen Tageszeitung bei einem Ranking der beliebtesten TV Moderatorinnen unter die Top 10 war – das freut mich natürlich sehr. In meinem Beruf ist es doch das Wichtigste, das man es gerne macht und das merken die Leute – das ist vielleicht mein Erfolg. Aber genau weiß ich es nicht.

Wie schaffen Sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Manchmal sehr schwer, weil ich nur gut arbeiten kann, wenn ich weiß, meine Tochter ist gut versorgt. Das geht manchmal leichter, manchmal schwerer. Aber es klappt eben durch mein Netzwerk sehr gut und Amelie ist auch schon acht Jahre alt, das wird es auch einfacher.

Was möchten Sie Ihrer Tochter unbedingt mit auf dem Weg geben?

Liebe, Selbstwertgefühl und dass der Spaß am Leben wichtig ist. Genussfähigkeit, Achtsamkeit, Ehrlichkeit. Neugierde – alles, was man halt so braucht.

Wenn man so bekannt ist und in der Öffentlichkeit steht, wie schwierig oder leicht ist es, Privates aus der Öffentlichkeit raus zu halten?

Ich trenne zwischen Berufs- und Privatleben. Daher versuche ich zum Beispiel, so gut es geht, Amelie aus allem heraus zu halten. Ausnahmen wie zur Weihnachts- oder Osterzeit gibt es natürlich, aber ansonsten mag ich das eigentlich nicht. Sie soll so gut es geht „normal“ aufwachsen, was neben eine quasi berühmten Mama nicht mehr ganz so einfach ist. Und mein Privatleben gehört meiner Familie und mir – und nicht der Presse.
Wie tanken Sie Kraft?

Ich geh wahnsinnig gerne im Wald spazieren – und der Wienerwald ist ja ein sehr schöner Wald. Da kann ich wirklich Kraft tanken, abschalten, mir Sachen durch den Kopf gehen lassen, über alles nachdenken. Und seit ich jetzt wieder einen Hund habe – genauer gesagt eine Hundedame – gibt’s auch wieder einen Grund mehr, spazieren zu gehen. Das Tanzen liegt im Moment bisschen auf Eis, weil ich die Zeit im Moment nicht finde.

Was möchten Sie in Zukunft noch unbedingt machen?

Auf alle Fälle Musik – und dann habe ich da schon ein paar Projekte in Planung, aber dazu möchte ich noch nichts verraten. Sie wissen, die berühmten ungelegten Eier…

Ihre liebsten Kindheitserinnerungen an Kärnten?

Das Schwimmen im Wörthersee, allerdings mehr unter dem Wasser als darüber. Das Baumhausbauen und Schwammerlsuchen im Wald, das Spielen am Bauernhof von meiner Volkschulfreundin. Die tollen Osterfeiern mit meiner Familie: mit Osterfeuer, Schinkenessen, Ostereiersuchen…
Kurz gefragt
Als Kind wollte ich immer…alles wissen, Ärztin und Jazzsängerin werden
Mein Lebensmotto ist… in der Ruhe liegt die Kraft
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für… mein neues Haus *lacht*
Darüber kann ich lachen… das Leben
Das letzte Buch, welches ich gelesen habe… „Die Quantenheilung“, „Das Nullpunktfeld“ „Liebe“
In 20 Jahren werde ich… viele Kochbücher geschrieben haben und noch mehr Lieder – und meinen „Platz“ gefunden haben
Mein größter Erfolg war … meine Tochter
Frauen sind … multitaskingfähig sowie großartige, warmherzige, kraftvolle und liebevolle Geschöpfe
Kärnten ist… meine Heimat

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“A way of amusing myself” – Donna Leon über das Schreiben von Büchern

Anita Arneitz am 15. Juni 2011

Ein Buch zu schreiben – viele Frauen träumen davon. Donna Leon hat es geschafft: Ihre Kriminalromane stehen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Ihr Held Commissario Brunetti hat weltweit eine große Fangemeinde. Doch wie denkt die Schriftstellerin nach über 20 veröffentlichten Werken über das Schreiben?

Schreiben – was bedeutet es für Sie?

Donna Leon: Es ist nur ein Weg, um mich selbst zu unterhalten indem ich eine Geschichte erzähle und im Schreibprozess hoffe ich auch die Leser damit zu unterhalten.

Autoren haben unterschiedliche Rituale wie bestimmte Musik, um sich in Schreibstimmung zu bringen. Was hilft Ihnen beim Schreiben?

Leon: Wenn ich weiß, ich habe mindestens eine Woche, in der ich Venedig oder welchen Ort auch immer, wo ich gerade arbeite, nicht verlassen muss.

Dann sitze an meinen Computer und tue nichts, außer an dem Buch zu arbeiten. Solange wie ich dafür Zeit zur Verfügung habe. Ich brauche keine Musik oder Äpfel oder irgendetwas anderes: Ich muss nur wissen, dass ich an meinem Schreibort eine Woche ungestört bleiben kann.

Haben es weibliche Autorinnen am Buchmarkt schwerer als ihre männlichen Kollegen?

Leon: Nein.

Was empfehlen Sie Frauen, die gerne Buchautorin werden möchten?

Leon: Dasselbe wie ich auch Männern raten würde: Schenken Sie den Menschen und der Welt um sich Aufmerksamkeit – und lesen Sie soviel Sie können.

Ist das Schreiben von guten Geschichten ein Talent oder kann es jeder lernen?

Leon: Ich denke, einige Menschen können lernen wie man korrekt schreibt, aber das Talent für das Schreiben ist angeboren, wie das für Basketball spielen oder Schifahren.

Gibt es etwas in Ihrem Leben, worauf Sie besonders stolz sind?

Leon: Ja. Ich bin stolz darauf beim „Il Complesso Barocco”, einem italienischen Barock-Opern-Ensemble mitwirken zu können und ich bin stolz auf ihre zehn Händel-Opern, die bereits aufgezeichnet wurden.

Donna Leon und ihr Roman „Das Mädchen der Träume“

Mit 23 verließ Donna Leon Montclair, New Jersey, wo sie am 28. September 1942 geboren worden war, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt Donna Leon ständig im Ausland. Sie arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi- Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet Donna Leon in Venedig. Hier erschuf sie auch den Helden ihrer Kriminalromane, den symphatischen und zugleich melancholischen Venezianer Commissario Guido Brunetti. „Ich kann nicht behaupten, dass Brunetti eine Erfindung von mir ist, es kommt der Wahrheit viel näher zu sagen, dass ich ihn eines Tages entdeckte, während er hinter dem Opernhaus ›La Fenice‹ in vollendeter Gestalt aus dem Polizeiboot stieg“, sagt Leon über ihre Figur. In Klagenfurt stellte die Bestsellerautorin – ihre Bücher werden in 32 Sprachen übersetzt – ihren neuen Roman „Das Mädchen der Träume“ vor. Darin reißt der Tod einer Elfjährigen Brunetti aus dem Alltag. Das Mädchen treibt tot im Canal Grande und wird von niemandem vermisst. Brunetti aber geht die Elfjährige bis in die Träume nach. Sein siebzehnter Fall führt ihn von den Auffanglagern der Roma bis ins Wohnzimmer von Wohlsituierten mit ihren guten Verbindungen zu Recht und Ordnung.

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Schreibkuh Teil 3

Alexandra am 15. Juni 2011

Das Training findet in  den Bergen statt. Dort angekommen, stellt Anita Bärli und Muh – so nennt sie ihre Gehilfen liebevoll – dem Trainer vor.

Anita sagt: „Liebe Muh, lieber Bärli, ich bin so traurig, dass ihr euch nicht versteht und hoffe, dieses Training hilft euch dies zu ändern.“ „Ich habe euch beide sehr gerne, jeden auf seine Weise und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch auch verstehen würdet.“ „Toi, toi, toi für diesen Tag!“

Anita geht und lässt Bärli und Muh zurück. Die beiden sind außer sich und sehen aneinander vorbei. Doch es nützt nichts. Der Trainer hat sie bereits eingeteilt. In einer Gruppe aus sechs Eieruhren machen sie sich auf den Weg. Jeder hat einen Rucksack mit Essen, Getränke, Seil und Verbandszeug dabei. Die Hälfte der Teilnehmer hat auch einen Jutesack eingepackt. Und los geht’s!

Sie marschieren schon eine Weile schweigend vor sich her, als der Trainer vor einem Hügel stehen bleibt. „So meine Lieben, jetzt bilden wir 2-er Teams!“ Bärli und Muh sind als Team eingeteilt. Beide sehen sich entgeistert an. „Na das kann ja heiter werden“, denkt sich Muh, sagt aber nichts.

Der Trainer erklärt den Parcours. Den Hügel hinauf, im Slalom um die Obstbäume und die Wasserrutsche wieder herunter. Das schnellste Pärchen erhält den Punkt. Zum Schluss sind Bärli und Muh dran. Bärli läuft los, doch Muh braucht etwas länger. Bärli ist verärgert. „Wieso brauchst du denn so lange?“, ruft er. „Ich kann nicht so schnell“, keucht Muh ganz außer Atem. Bärli packt Muh an der Pfote und läuft mit ihr im Slalom um die Obstbäume.

„Hör auf an mir zu ziehen!“, schreit Muh. „Entschuldige“, murmelt Bärli und lässt  Muh los. An der Wasserrutsche angekommen sagt Bärli: „Da rutsche ich nicht hinab, vergiss es.“ „Stell´ dich nicht so an“ schreit Muh, „wir müssen doch da hinunter!“ „Nein“, schreit Bärli panisch. Da reißt Muh Bärlis Pfote an sich und schupft ihn zur Rutsche. Bärli wehrt sich und schon fallen beide hin und beginnen zu raufen und zu schimpfen.

„Du blöde Kuh“, schreit Bärli, „hau ab und lass mich in Ruhe“. „Du kindischer Bär, werde erwachsen“, ruft Muh. Die beiden balgen so sehr miteinander, dass sie zuerst gar nicht mitbekommen, wie sie den Hügel hinunterkullern. „Hilfe“ schreit Bärli, „au, au, au weh“, ruft Muh. Sie rollten bis zum Ende der Rutsche, wo die anderen auf sie warten. Hahaha, die anderen Teams lachten die beiden aus und nannten sie Verlierer.

„Na, das war wohl nichts!“, meint der Trainer und Bärli und Muh schämten sich.

Alle wandern weiter, diesmal unterhalten sich die anderen, nur Bärli und Muh schweigen.

„Stopp, meine Lieben!“, „jetzt klauben wir Schwarzbeeren.“ „Bitte nehmt den Jutte-Sack aus euren Rücksäcken und klaubt zu zweit in den Sack hinein.“ „Auf mein Kommando geht es los.“ „Auf die Plätze ….. Fertig …. Los!“

Alle klauben ganz wild darauf los, einige klauben in ihren Mund und essen die Schwarzbeeren selber. Bärli und Muh klauben schweigend eine Menge Beeren und ab und zu sehen sie sich aus den Augenwinkel an. Ganz verschämt, aber noch sagt keiner etwas zum anderen.

„Die Zeit ist aus!“ ruft der Trainer, „packt eure Beeren ein, gewogen wird später.“ Die Gruppe marschiert nun wieder weiter. Jetzt kommen sie zum dritten und letzten Projekt.

Alle müssen sich über eine Schlucht abhängen, und sich dabei gegenseitig abseilen. Es ist ganz still. Irgendwie ist allen sehr mulmig zumute. Die Schlucht selbst ist nicht sehr hoch, jedoch schießt ein Wasserfall hinunter und nur rechts daneben, ist ein schmaler Steig zum Abhängen.

Der Trainer erklärt den Teilnehmern, dass die Teams gemeinsam an einem Seil hängen. Dieses Seil rutscht an einem Schürhaken im Gestein durch, d.h. beide Partner müssen das gleiche Tempo beim Abstieg haben, sonst rutscht der langsamere nach oben, während der Schnellere nach unten rutscht. Außerdem würden beide bei starken Schwankungen nass werden und womöglich in den Wasserfall schwingen.

„Ach ja, und es geht wieder auf Zeit.“ Der Trainer war beinhart.

Alle schluckten. Bärli und Muh schauten sich an. „Wir gehen kein Risiko ein“, sagt Muh „und machen es in unserem Tempo.“ „Ok“, sagt Bärli.

Ein Team nach dem anderen lässt sich abseilen und es kommt schon vor, dass ein Partner hoch schwingt und der andere nach unten. Einige werden auch nass. Es ist sehr gefährlich! Man muss sich auf seinen Partner einstellen, ihm vertrauen und sich auf ihn verlassen können.

Zum Schluss sind wieder Bärli und Muh an der Reihe. Bärli nimmt Rücksicht auf Muh, die nicht so schnell kann und Muh beruhigt Bärli, als er in seiner Aufregung den Rucksack verliert und seine Nerven blank liegen.

Unten angekommen, erhalten die beiden ein großes Lob vom Trainer. „Ihr beide ward die besten. Ich bin stolz auf euch.“ Bärli und Muh freuen sich sehr.

Nun wandern alle müde zum Ausgangspunkt zurück. Dort angekommen sagt der Trainer: „In ½ Stunde treffen wir uns unter den Linden. Bis dahin esst eure Brote und trinkt etwas.“

Die beiden hatten einen riesigen Hunger, Muh teilt seine Jause mit Bärli.„Da kommt der Trainer“, ruft einer aus der Gruppe und alle sind gespannt auf das Ergebnis.

„Ihr seid sicherlich neugierig, was es zu gewinnen gibt.“ „Ja, sind wir!“, rufen alle im Chor. „Nun, weil ihr so tapfer gewesen seid erhält jeder von euch einen Korb mit lauter Süßigkeiten und Schokolade.“ „Der Hauptpreis in Form eines dreitätigen Thermenaufenthaltes geht an ….“

Die Spannung steigt, der Trainer macht eine Pause. „ … geht an Bärli und Muh!“ Trotz ihres Ausfalls im ersten Projekt haben die beiden am meisten gelernt.“ „Es ging nicht um die Zeit, sondern um den Zusammenhalt und wie man miteinander umgeht“, sagt der Trainer. „Deshalb haben Bärli und Muh gewonnen.“

Bärli und Muh waren ganz gerührt und fielen sich aus lauter Freude in die Arme. Da kommt auch schon Anita angefahren. Sie sieht wie sich die beiden umarmen und sieht auch ihre Augen, die vor Freude strahlen.„Na hat es euch gefallen?“, fragt sie die beiden. Die beiden zeigen ihr stolz ihre Urkunde und das Gewinnzertifikat. „Ist ja super“, freut sich Anita. „Da fahre ich euch gerne hin.“

Muh nimmt Bärli an der Pfote und gemeinsam gehen sie mit Anita zum Auto. Daheim angekommen, stellt Anita Bärli und Muh wieder an ihren Platz und von da an harmonisieren die beiden. Sie wurden ganz dicke Freunde.  Auf den gemeinsamen  Tag in der Therme freuen sich die beiden heute schon.

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Schreibtermine für den Sommer und Herbst 2011

Anita Arneitz am 6. Juni 2011
Leider musste ich aufgrund meiner Reisen die Schreibnacht im Juli verschieben. Aber damit Ihr in den nächsten Monaten keinen Schreibtermin verpasst, sende ich Euch zusammengefasst die nächsten Schreibtermine. Anmeldungen sind bereits zu allen möglich – einfach kurzes Mail an ac@anitaarneitz.at schicken. Detailinformationen zu den einzelnen Workshop sende ich gerne per E-Mail, Fragen jederzeit gerne bei E-Mail oder Telefon.

Texten fürs Web, 20. Juni 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt – es gibt noch einen Restplatz!!!!!
Bücher schreiben, 9. Juli 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt – der Kickoff für das eigene Buch!
Schamanische Schreibnacht mit Gabi Klien, 29. Juli 2011 in Reifnitz mit Lagerfeuer und Wasserfall, ab 18 Uhr Detaileinladung folgt noch…
Kreatives Schreiben im Sommer mit Schwerpunkt Kurzgeschichten schreiben, Tagesworkshop, 8. August 2011 in Klagenfurt
Wer hat die Schwiegermutter umgebracht? Krimi-Schreibnacht, 16. September 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Schreiben & Yoga, 26. September 2011 in Klagenfurt, 18 bis 20.30 Uhr
Zerrissen und zusammen geklebt: Die Collage-Schreibnacht, 7. Oktober 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Texten fürs Web, 8. Oktober 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt
Der Schreibkompetenz-Workshop, 21. Oktober, Tagesworkshop in Klagenfurt
Tarot für Schreiber: Einsteiger und Fortgeschrittene, 11. November 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Die Magie der Wintermärchen, 2. Dezember 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Writing-Retreat for one Day – Schreiben und Entspannen in Reifnitz – Termine werden noch bekannt gegeben! Soviel sei schon verraten: Das erste und einzigartige Writing-Retreat in Kärnten!

Die Termine für die nächsten Schreibnächte in Villach (Sommer), Wolfsberg (Duft-Schreibnacht/Herbst) und Spittal (Herbst) sind in Arbeit und werden gerne über meinen Schreibnewsletter verschickt. Wer noch nicht angemeldet ist, einfach kurzes Mail schreiben.

Weiters gibt es über das BFI Kärnten im Herbst folgende Kurse:

Professionelle Medienarbeit für Einzelunternehmen und KMU, BFI Klagenfurt, 10. bis 17. November 2011 oder 16. April bis 23. April 2011jeweils 18 bis 21.30 Uhr
So schreiben Techniker Texte, die beim Kunden ankommen, BFI Klagenfurt, 21. bis 28. November 2011 oder 4. Juni bis 11. Juni 2011 jeweils 18 bis 21.30 Uhr
Informationen & Anmeldung bei: BFI Kärnten, Telefon 05 78 78 – 2000

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und wünsche Euch einen schreibintensiven Sommer mit vielen tollen Ideen!
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