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Live aus China

Anita Arneitz am 6. Januar 2012

Die gebürtige Villacherin Cornelia Vospernik ist erste ständige ORF-Korrespondentin in China. Im Gespräch mit der Kärntnerin gibt sie Einblick in ihre Arbeit und das Leben in Peking.

Sie sind in Kärnten aufgewachsen. Was sind Ihre liebsten Kindheitserinnerungen?
Stundenlang auf dem Dachboden zu spielen oder unbeschwert durch die Landschaft zu streifen. Ich glaube, dass das heute nur noch die wenigsten Kinder können.
Wollten Sie von klein auf Journalistin und Dolmetscherin werden?
Ich wollte schon mit 15 Journalistin werden und hatte in diesem Alter auch mein erstes Praktikum. Dolmetsch habe ich studiert, weil es hieß, “ich solle etwas studieren”. Es war das richtige Studium für mich, denn ich bin ein praktischer Mensch und habe damit eine zweite Ausbildung erhalten und auch gerne als Simultandolmetscherin gearbeitet. Außerdem glaube ich, dass die Konzentration beim Dolmetschen ein gutes Training für meine heutige Arbeit war: Man lernt, blitzschnell das Grundlegende zu erfassen und es für die Zielgruppe wieder zu geben, ohne zu stottern.
Wie war Ihr Einstieg in die Medienwelt?
Ich war Ferialpraktikantin an der slowenischen Abteilung des ORF. Dort ging es so locker zu, dass man mich sofort mit einem Radio-Aufnahmegerät hinaus geschickt hat. Ich habe erst Radio, dann Fernsehen “learning by doing” erlernt, in einer Zeit, in der wir das Glück hatten, von perfekten Technikern betreut zu werden. Obwohl wir im Radio längst nicht mehr mit Bändern arbeiten, wende ich einige Tricks noch immer an. Und was Bildsprache ist, habe ich gelernt, weil ich mit Kameraleuten, die von Akademien kamen, angefangen habe.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Entscheidung nach China zu gehen?
Die Herausforderung war eine doppelte: Erstens konnte ich die Sprache nicht und zweitens ging es in China darum, ein Büro völlig neu aufzubauen, was ich in meiner Zeit in London nicht musste oder besser, nicht die Ehre hatte, zu tun. Letzteres war das wirklich Spannende. Ich konnte sozusagen die Berichterstattung aus einem Land für den ORF völlig neu “erfinden”. Das ist eine einmalige Erfahrung. Und ich kann heute sagen, dass dieses Büro etabliert ist, gut läuft und ich es einmal mit Freude übergeben kann. Und das ist eine Nachhaltigkeit, die man als Journalist auch nicht alle Tage hat.
Was fasziniert Sie an China?
Kurzum: alles. Diese allgegenwärtige Widersprüchlichkeit, zwischen dem politischen System und der Wirtschaft, Stadt und Land, Reichtum und Armut, ist ein nicht enden wollender Quell an Geschichten. Mich fasziniert auch das Hässliche, das Abstoßende. Mich fasziniert, wie sich Dinge aus chinesischer Sicht völlig anders darstellen als aus westlicher. Das erweitert mein Denken und meine Weltsicht. Mich fasziniert, bei einem Experiment Zeugin zu sein. Ich beobachte den Aufstieg eines Landes, von dem heute niemand sagen kann, wie es in 30 Jahren aussehen wird.
Wie kann man sich die Arbeit als Korrespondentin in China vorstellen?
Für Korrespondenten gibt es keinen geregelten Tagesablauf. Wenn eine große aktuelle Geschichte “ausbricht”, beginnt die Berichterstattung mit den Radio-Frühnachrichten und endet mit der ZiB. Man kann 20-Stunden-Tage haben, was zum Glück nicht oft vorkommt. Was aktuell planbar ist, wird voraus geplant. Daneben suche ich immer selbst nach Geschichten, von denen ich hoffe, dass sich die Produktion nicht mit irgendeiner Aktualität überschneiden wird. Der überwiegende Teil der Geschichten aus China sind Angebote von mir an die Zentrale, nicht Bestellungen. Und ich arbeite für alle. Wenn es die Kapazität erlaubt, mache ich Geschichten für Landesstudios, ich beliefere Ö3, ich plaudere immer wieder mit FM4, ich habe in Peking zwei Dokumentationen gedreht und nehme gerade eine neue lange Sendung in Angriff. Also: Korrespondenten müssen Universalisten sein. Und mir macht es großen Spaß, für zwei Medien und verschiedene Abteilungen zu arbeiten.

Wie ist das Leben als Frau in China?

Wenn Sie damit mein Leben als Frau meinen, großartig! Jeder Ausländer wird ihnen bestätigen, dass man in China toll leben kann, vor allem mit einem ausländischen Gehalt. Die chinesischen Frauen hingegen sind oft ein Mysterium für mich. Da gibt es zum einen diese gestandenen Landfrauen, denen man wirklich ansieht, dass sie das Land zusammenhalten, neben denen die Männer immer wie “Flaschen” wirken, Frauen, die von einer unglaublichen Herzlichkeit sind, es gibt in China eine Menge einfach “patenter”, toller, geerdeter Frauen. Aber dann gibt es auch den Typ bitterböse Managerin, mit der das Verhandeln um Ecken schwerer ist als mit einem Mann, sie sind irrational, herrschsüchtig und immer umgeben von einer Masse an Assistentinnen. Und dann gibt es den jungen Stadttyp, den ich immer wieder fast als Beleidigung für alle Frauen und den Kampf um Gleichberechtigung verstehe. Das sind, schlicht gesagt, Tussis, die genau wissen, dass sie ein Kapital haben: ihre Jugend und Schönheit. Und damit versuchen sie sich den reichsten verfügbaren Mann zu angeln. Sie treten nur in Gruppen auf, kichern permanent und sind extrem kindisch in ihrem Gehabe und in ihrem Aussehen. Das Frauenbild in China ist immer noch sehr traditionell, und ich finde es erschreckend zu sehen, wenn sich selbst manche, nicht alle, Universitätsstudentinnen gebärden wie kleine Mädchen.
Würden Sie jungen Frauen empfehlen ins Ausland zu gehen?
Ich würde nicht nur jeder jungen Frau, sondern schlichtweg jedem empfehlen, einmal ins Ausland zu gehen. Ich wäre sogar dafür, bei Studien, wenn nicht gar schon an der Mittelschule, ein verpflichtendes Auslandsjahr einzuführen. In Großbritannien gibt es eine schöne Tradition: Nach der Reifeprüfung fährt man ein Jahr lang rund um die Welt bevor man sein Studium beginnt. Das hat schon seinen Grund: Man muss über seinen Tellerrand hinausblicken. Das relativiert vieles. Und ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Immer seine eigenen, vorgefertigten Gedanken zu wälzen und keine neuen Erkenntnisse zuzulassen, bringt einen nicht weiter.
Wie wichtig sind Ihnen Netzwerke?
Ich war nie eine Netzwerkerin. Ich hatte auch nie einen Karriereplan, ich wollte einfach nur als Journalistin arbeiten und dabei haben sich immer neue Perspektiven ergeben.

Was bedeutet Ihnen Erfolg?
Für mich ist Erfolg, wenn ich meine Fähigkeiten ausleben kann. Über eine Karriereleiter habe ich dabei nie nachgedacht. Die Karriere hat sich ergeben.
Ihr Tipp für junge Frauen?
Konzentrieren Sie sich nicht auf Positionen, sondern auf Funktionen. Mit anderen Worten: was Sie machen, sollte über dem stehen, wie Ihr Posten benannt wird. Es kann für Sie und das Unternehmen besser sein, wenn Sie in der Hierarchie unten sind, aber dort Spaß an Ihrer Arbeit haben als weiter oben zu sein und den Tag in Sitzungen zu verbringen. Arbeiten Sie in einem Team, in dem Sie sich wohl fühlen. Sie verbringen schließlich sehr viel Zeit mit diesen Menschen. Schaffen Sie sich Ihre Expertise, Ihre Nische. Vielleicht werden Sie sich dabei manchmal zu wenig beachtet fühlen, aber kein Chef übersieht dauerhaft gute Arbeit.
Was möchten Sie in Zukunft unbedingt noch machen?
Garantiert etwas, das mich fordert, freut, eine Weiterentwicklung ist, kein Rückschritt, kein Alltagstrott. Wie der Job heißt und wo er in der Unternehmenshierarchie steht, ist irrelevant. Daher könnte es auch eine Tischlerlehre sein oder ein Roman.
Wie tanken Sie Kraft?
Ich glaube, ich bin ein perpetuum mobile. Viel zu arbeiten gibt mir Kraft. Nur Unterforderung saugt mir wirklich Energie ab. Zudem umgebe ich mich nicht mehr mit Menschen, die alles nur negativ sehen und ständig jammern und kritisieren, denn das saugt mir auch Energie ab. Wenn der Geist nicht zur Ruhe kommen will, wische ich den Boden. Das beruhigt den Geist. Um den Geist in andere Bahnen zu lenken, lese ich ein Buch und genieße, völlig in diese Geschichte hineinzukippen. Das entspannt sehr. Vor allem aber gibt es jede Woche eine Massage.

Kurz gefragt
Mein Lebensmotto ist…Es geht sich immer alles aus. Und wenn sich etwas nicht ausgeht, hat das auch einen höheren Sinn, weil die Alternative, die sich auftut besser sein wird als das, was man ursprünglich gewollt hat.
Mein letztes Geld würde ich ausgeben für… etwas zum Essen und Trinken, wofür sonst?
Darüber kann ich lachen… über alles Absurde. Die Welt ist voll davon. Und über mich selbst.
Das letzte Buch, welches ich gelesen habe…Atemschaukel. Grandios! Lange kein so schönes Deutsch mehr gelesen!
In 20 Jahren werde ich… hoffentlich längst ein Haus mit Garten haben und endlich den Roman geschrieben.
Mein größter Erfolg war… dass ich für etwas, was ich gern mache auch noch Geld bekomme.
Frauen sind… auch nur Menschen. Das gilt im Übrigen auch für Männer.
Kärnten ist… leider humorlos. Es sollte mehr über sich lachen. Drüberstehen. Und nicht nur im Fasching.

Buchtipp

In China
Reportagen abseits der Schlagzeilen
160 Seiten

ISBN: 978-3-218-00796-2

Cornelia Vospernik wurde 1969 in Villach geboren, wuchs zweisprachig auf und besuchte das Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt. Bereits mit 15 Jahren begann sie beim ORF. Nach der Matura an der internationalen Schule in Duino bei Triest begann Vospernik in Graz ein Dolmetschstudium für Slowenien und Italienisch, während des gesamten Studiums arbeitete sie immer wieder für den ORF. 1996 folgte der Wechsel in die Redaktion der „Zeit im Bild“ nach Wien. Ab 2000 war sie Auslandskorrespondentin in London, seit Anfang 2007 ist Vospernik Leiterin des ORF-Korrespondentenbüros für China und den fernöstlichen Raum in Peking. 2009 wurde sie mit Concordia-Publizistikpreis ausgezeichnet. Außerdem ist sie erfolgreiche Buchautorin.

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Gemeinsames Schreiben hilft Patchwork-Familien

Anita Arneitz am 10. Dezember 2011

Jede der 84.000 in Österreich lebenden Patchworkfamilien ist einzigartig und hat ihre eigene Geschichte. In Patchworkfamilien bringt jedes Familienmitglied seine eigene Geschichte mit, die er oder sie gerne fortgesetzt haben möchte. In diesem Umstand liegt einerseits ein großer Reichtum und eine enorme Vielfalt, andererseits jedoch auch das große Konfliktpotential, unter dem die Familie immer wieder zu leiden hat.

Ein Geheimnis des Erfolgs ist die offene und freie Kommunikation. Jedes Familienmitglied sollte sicher sein können, dass Anliegen ausgesprochen werden dürfen und auch ernst genommen werden. Wer diese Offenheit erlebt, kann eher einen Schritt auf den anderen zugehen.

Heiße Kartoffeln angreifen. Zu besonderen Ereignissen ist die Aussprache besonders wichtig, um Familienstreitigkeiten zu vermeiden. Gerade jetzt sehnt man sich nach Geborgenheit und geheime Wünsche, Befürchtungen und Enttäuschungen belasten. Missverständnisse bieten den meisten Zündstoff in den neuen Familien. Wer hat welche Erwartungen, wer übernimmt welche Rolle, wer geht mit wem in Konkurrenz?

Diese wesentlichen Fragen werden oft zur Seite geschoben, da sie unangenehm sind. Die thematisch “heißen Kartoffeln“ bleiben bevorzugt unangetastet. Genau das Gegenteil ist der richtige Weg.

Vom Herzen schreiben. Bei einem Patchwork-Advent-Schreibtreff haben Familien oder einzelne Familienmitglieder die Möglichkeit, ihre Geschichte, ihre Wünsche, Enttäuschungen oder Ängste für sich aufzuschreiben, und je nach Wunsch auch mit der Familie zu teilen. Kreatives Arbeiten hilft, sich über seine Emotionen und Wünsche klar zu werden. Teilen Familienmitglieder ein solches Erlebnis, hat das eine verbindende Wirkung. So mancher emotionale Zündstoff kann auf diese Weise vor dem “Fest des Friedens” entschärft werden. Mit professioneller Unterstützung ist es leichter, sich in den anderen Hineinzuversetzen und dessen Sicht der Dinge zu verstehen. Oft hilft es schon, die Perspektive für einen kurzen Moment zu wechseln, um eine erfolgreiche Lösung für alle Beteiligten zu erreichen. Werden die Gefühle zum Ausdruck gebracht, kann das Gegenüber besser verstehen, worum es geht. Außerdem versperren die Gedanken und Gefühle, die einmal dargebracht wurden, nicht weiter die Chance auf das Entstehen von neuen Beziehungen.

Klarheit ist das Schlüsselwort. Vor allem das neue Paar muss sich über vieles absolut einig sein. Welche Rolle übernimmt der neue Partner im Familienleben? Wieweit darf er/sie miterziehen? Welche Rechte und Pflichten sind zu übernehmen? Wie immer liegt der Teufel im Detail, und daher ist es eine erfolgsversprechende Investition, ein Klima zu erschaffen, in dem sich jedes Familienmitglied geliebt, geborgen und sicher fühlen kann. So nimmt man neuen Missverständnissen und negativen Erwartungen den Wind aus den Segeln. Hat sich eine Patchwork-Familie einmal bewährt, verfügt sie über besondere Beziehungen, über reife und stabile Charaktere, die enorm stolz darauf sind, was sie geschafft haben. Daher kann für Patchworkfamilien nur eines gelten: Alles zu tun, um diese Erfolge heimzufahren. Das bedeutet Arbeit, Zeit und Ausdauer – doch der Lohn ist ein großer.

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Die Handschrift verrät alles – Kärntens einzige Schriftpsychologin Eva Maria Brunner im Portrait

Anita Arneitz am 14. September 2011

Was ist Graphologie?

Es ist die Ausdruckskunde – jeder Mensch und somit jede Handschrift ist anders. Es gibt an die 5000 Merkmale in der Handschrift z.B. Schriftgröße, Weite, Zeilenunterschied, Wortunterschied, Schriftlage, Schriftdruck, Neigung, Unter- Oberzug,  Winkel, Rundungen. Die Kombination und das Zusammenspiel der Merkmale ergeben Charakterzug bzw. Persönlichkeitsmerkmale. Für ein Gutachten brauche rund vier Stunden.

In welchen Bereichen kann die Graphologie eingesetzt werden?

Für Charaktergutachten, bei der Berufswahl vor allem bei Jugendlichen und Maturanten, es gibt Berufsgutachten für die Personalauswahl, Sachverständigen Gutachten bei Unterschriften- und Dokumentenfälschungen wie Testamenten, aber auch bei Drohbriefe und anonymen Schreiben.

Kann man eine Unterschrift perfekt fälschen?

Nein. Die Eigenheiten der Persönlichkeit, d.h. die der Person innewohnende Motorik sind und bleiben vorhanden. Sie kommen immer wieder durch und sind für den Fachmann zu erkennen. Perfekte Fälschungen sind nur durch kopieren möglich. Im Original vor allem durch Merkmale wie Schriftdruck und Unterbrechungen zu erkennen.

Welche berühmten Handschriften haben Sie schon analysiert?

Für Zeitschriften habe ich bereits Gutachten über Jörg Haider, Vera Russwurm, Edith Klinger, Harald Scheucher, Monika Kircher-Kohl erstellt. Auch die Schrift von Ingeborg Bachmann war darunter, allerdings ein privater Auftrag.

Seit wann sind Sie als Schriftpsychologin selbstständig?

Ich machte mich 1993 selbstständig, um bei den Kindern zuhause sein zu können. Heute kann ich es mir nicht mehr anders vorstellen. Die Freiheit, die freie Zeiteinteilung und die eigene Verantwortung bedeuten mir viel. Besonders Spaß macht mir die Beschäftigung mit Menschen, auch wenn ich alleine zu hause arbeite.

War Schriftpsychologin ein Traumberuf?

Eigentlich nein, lieber wäre mir Medizin oder Psychologie gewesen. Doch schon seit Jugendjahren an faszinierte mich die Graphologie. Im Urlaub lernte ich eine Dozentin an der Universität Kopenhagen kennen. In der Zeit als junge Mutter und Hausfrau habe ich dann die Ausbildung in Wien gemacht und damit ist das Hobby zum Beruf geworden.

Ist die Vereinbarkeit Familie und Beruf schwierig?

Ich liebe die Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und mein Büro zuhause, damit kann ich leichter für meine Familie da sein. Jetzt, da meine Kinder außer Haus sind, werden Beruf und Erfolg immer wichtiger.

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Guten Morgen Seiten!

Anita Arneitz am 6. Juli 2011

Haben Sie Lust im Sommer Ihre Kreativität neu zu entdecken? Nutzen Sie Ihren Urlaub, um sich von der Muße küssen zu lassen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Zwei ganz besondere Schreibtechniken helfen Ihnen dabei: die Morgenseiten und der Künstlertreff. Sie wurden entwickelt von Julia Cameron. Cameron lebt in den USA, ist Künstlerin und wurde für ihre journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Seit vielen Jahren bin ich Fan von ihren Schreibtechniken, weil sie die Wertschätzung für das eigene Tun und die Aktivierung der Kreativität in den Mittelpunkt stellt.

Aber nun zur ersten Schreibtechnik – die Morgenseiten. Dabei schreiben Sie über einen bestimmten Zeitraum jeden Morgen drei Seiten. Was Sie schreiben ist völlig egal, wichtig ist nur, dass Sie wirklich jeden Tag drei Seiten voll schreiben, egal mit was. Diese Übung hilft, unseren inneren Zensor ruhig zu stellen und Gewohnheit ins Schreiben zu bringen. Probieren Sie es aus, Sie werden staunen, wie gut es Ihnen tut!

Die zweite Technik ist der Künstlertreff. Nehmen Sie sich zwei Stunden pro Woche Zeit und nähren Sie bewusst Ihren inneren Künstler. Das ist eine Zeit nur für Sie allein, verteidigen Sie diese rigoros und tun Sie, was Ihrem inneren Künstlerkind gut tut – ein Spaziergang am Wasser, einen Sonnenuntergang beobachten, durch die Stadt flanieren ohne ein bestimmtes Ziel, Morgenseiten schreiben… Lesen Sie nicht mehr weiter, fangen Sie gleich damit an, Raum für sich und Ihre Kreativität zu schaffen. Und vergessen Sie nicht: In jeder von uns steckt eine Künstlerin, wir müssen sie nur suchen und frei lassen!

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“A way of amusing myself” – Donna Leon über das Schreiben von Büchern

Anita Arneitz am 15. Juni 2011

Ein Buch zu schreiben – viele Frauen träumen davon. Donna Leon hat es geschafft: Ihre Kriminalromane stehen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Ihr Held Commissario Brunetti hat weltweit eine große Fangemeinde. Doch wie denkt die Schriftstellerin nach über 20 veröffentlichten Werken über das Schreiben?

Schreiben – was bedeutet es für Sie?

Donna Leon: Es ist nur ein Weg, um mich selbst zu unterhalten indem ich eine Geschichte erzähle und im Schreibprozess hoffe ich auch die Leser damit zu unterhalten.

Autoren haben unterschiedliche Rituale wie bestimmte Musik, um sich in Schreibstimmung zu bringen. Was hilft Ihnen beim Schreiben?

Leon: Wenn ich weiß, ich habe mindestens eine Woche, in der ich Venedig oder welchen Ort auch immer, wo ich gerade arbeite, nicht verlassen muss.

Dann sitze an meinen Computer und tue nichts, außer an dem Buch zu arbeiten. Solange wie ich dafür Zeit zur Verfügung habe. Ich brauche keine Musik oder Äpfel oder irgendetwas anderes: Ich muss nur wissen, dass ich an meinem Schreibort eine Woche ungestört bleiben kann.

Haben es weibliche Autorinnen am Buchmarkt schwerer als ihre männlichen Kollegen?

Leon: Nein.

Was empfehlen Sie Frauen, die gerne Buchautorin werden möchten?

Leon: Dasselbe wie ich auch Männern raten würde: Schenken Sie den Menschen und der Welt um sich Aufmerksamkeit – und lesen Sie soviel Sie können.

Ist das Schreiben von guten Geschichten ein Talent oder kann es jeder lernen?

Leon: Ich denke, einige Menschen können lernen wie man korrekt schreibt, aber das Talent für das Schreiben ist angeboren, wie das für Basketball spielen oder Schifahren.

Gibt es etwas in Ihrem Leben, worauf Sie besonders stolz sind?

Leon: Ja. Ich bin stolz darauf beim „Il Complesso Barocco”, einem italienischen Barock-Opern-Ensemble mitwirken zu können und ich bin stolz auf ihre zehn Händel-Opern, die bereits aufgezeichnet wurden.

Donna Leon und ihr Roman „Das Mädchen der Träume“

Mit 23 verließ Donna Leon Montclair, New Jersey, wo sie am 28. September 1942 geboren worden war, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt Donna Leon ständig im Ausland. Sie arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi- Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet Donna Leon in Venedig. Hier erschuf sie auch den Helden ihrer Kriminalromane, den symphatischen und zugleich melancholischen Venezianer Commissario Guido Brunetti. „Ich kann nicht behaupten, dass Brunetti eine Erfindung von mir ist, es kommt der Wahrheit viel näher zu sagen, dass ich ihn eines Tages entdeckte, während er hinter dem Opernhaus ›La Fenice‹ in vollendeter Gestalt aus dem Polizeiboot stieg“, sagt Leon über ihre Figur. In Klagenfurt stellte die Bestsellerautorin – ihre Bücher werden in 32 Sprachen übersetzt – ihren neuen Roman „Das Mädchen der Träume“ vor. Darin reißt der Tod einer Elfjährigen Brunetti aus dem Alltag. Das Mädchen treibt tot im Canal Grande und wird von niemandem vermisst. Brunetti aber geht die Elfjährige bis in die Träume nach. Sein siebzehnter Fall führt ihn von den Auffanglagern der Roma bis ins Wohnzimmer von Wohlsituierten mit ihren guten Verbindungen zu Recht und Ordnung.

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Schreibtermine für den Sommer und Herbst 2011

Anita Arneitz am 6. Juni 2011
Leider musste ich aufgrund meiner Reisen die Schreibnacht im Juli verschieben. Aber damit Ihr in den nächsten Monaten keinen Schreibtermin verpasst, sende ich Euch zusammengefasst die nächsten Schreibtermine. Anmeldungen sind bereits zu allen möglich – einfach kurzes Mail an ac@anitaarneitz.at schicken. Detailinformationen zu den einzelnen Workshop sende ich gerne per E-Mail, Fragen jederzeit gerne bei E-Mail oder Telefon.

Texten fürs Web, 20. Juni 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt – es gibt noch einen Restplatz!!!!!
Bücher schreiben, 9. Juli 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt – der Kickoff für das eigene Buch!
Schamanische Schreibnacht mit Gabi Klien, 29. Juli 2011 in Reifnitz mit Lagerfeuer und Wasserfall, ab 18 Uhr Detaileinladung folgt noch…
Kreatives Schreiben im Sommer mit Schwerpunkt Kurzgeschichten schreiben, Tagesworkshop, 8. August 2011 in Klagenfurt
Wer hat die Schwiegermutter umgebracht? Krimi-Schreibnacht, 16. September 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Schreiben & Yoga, 26. September 2011 in Klagenfurt, 18 bis 20.30 Uhr
Zerrissen und zusammen geklebt: Die Collage-Schreibnacht, 7. Oktober 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Texten fürs Web, 8. Oktober 2011, Tagesworkshop in Klagenfurt
Der Schreibkompetenz-Workshop, 21. Oktober, Tagesworkshop in Klagenfurt
Tarot für Schreiber: Einsteiger und Fortgeschrittene, 11. November 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Die Magie der Wintermärchen, 2. Dezember 2011 in Klagenfurt ab 18 Uhr
Writing-Retreat for one Day – Schreiben und Entspannen in Reifnitz – Termine werden noch bekannt gegeben! Soviel sei schon verraten: Das erste und einzigartige Writing-Retreat in Kärnten!

Die Termine für die nächsten Schreibnächte in Villach (Sommer), Wolfsberg (Duft-Schreibnacht/Herbst) und Spittal (Herbst) sind in Arbeit und werden gerne über meinen Schreibnewsletter verschickt. Wer noch nicht angemeldet ist, einfach kurzes Mail schreiben.

Weiters gibt es über das BFI Kärnten im Herbst folgende Kurse:

Professionelle Medienarbeit für Einzelunternehmen und KMU, BFI Klagenfurt, 10. bis 17. November 2011 oder 16. April bis 23. April 2011jeweils 18 bis 21.30 Uhr
So schreiben Techniker Texte, die beim Kunden ankommen, BFI Klagenfurt, 21. bis 28. November 2011 oder 4. Juni bis 11. Juni 2011 jeweils 18 bis 21.30 Uhr
Informationen & Anmeldung bei: BFI Kärnten, Telefon 05 78 78 – 2000

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und wünsche Euch einen schreibintensiven Sommer mit vielen tollen Ideen!
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Yoga & Schreiben: Workshops 2011

Anita Arneitz am 4. Juni 2011

Wie jedes Jahr mache ich gemeinsam mit Petra Feier Workshops, wo ich meine beiden Leidenschaften Schreiben und Yoga verbinde. Am Montag ist es wieder soweit! Für alle, die gerne mehr darüber erfahren möchten – es gibt im Yogaguide einen wunderbaren Artikel darüber:

www.yogaguide.at/news/yoga-und-schreiben

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Krimis für Muttis

Anita Arneitz am 6. Mai 2011

Ohne Strom, Warmwasser und Heizung, aber dafür mit dreimonatigen Baby und zweijährigen Kind lebte Therese Bauer wie die Einheimischen zehn Wochen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu – und erfüllte sich damit einen lang gehegten Wunsch. Sie leistete aktive Entwicklungshilfe und unterrichtete an einer Schule für Waisenkinder.

Mehr als nur Windeln. „Im Rückblick war das nicht nur eine sehr harte, sondern vor allem eine sehr lohnende Zeit. Die Kinder wurden gut auf die Reise vorbereitet. Was die Kleinen betraf, ging ich kein Risiko ein, ich selbst geriet aber oft an die Grenzen der Belastbarkeit“, erzählt Therese Bauer. Sofort nach dem Nepal-Aufenthalt folgte die dritte Schwangerschaft. Es entwickelte sich Lust auf mehr als nur Windeln, daher startete Bauer einen Entwicklungshilfeverein (www.friendsabroad.at) und verfasste das Buch „Kein Kinderspiel“, den ersten Krimi für Mütter im deutschsprachigen Raum.

Unkonventionelle Mütter. Ein halbes Jahr nach der Geburt des dritten Kindes erschien das literarische Debüt, das bereits von der Grande Dame des österreichischen Kriminalromans, Eva Rossmann, gelobt wurde. Obwohl die Person der Ermittlerin Rita Ratzenböck im Buch nicht autobiografisch ist, gibt es einige Gemeinsamkeiten. Die Ermittlerin ist eine Art „Kinderwagen-Cop“, die den Mordfall zwischen dem Windelwechseln und den Trotzphasen ihres Kindergartenkindes aufklärt. Sowohl die Autorin als auch die Ermittlerin aus dem Krimi sind aktive Mütter, die sich neben der Kinderbetreuung Zeit für Abenteuer nehmen und es dabei nicht scheuen, unkonventionelle Wege einzuschlagen. Beide nehmen bei ihren Aktivitäten in erster Linie auf ihre Kinder Rücksicht und passen die Gestaltung ihres Tagesablaufs den Bedürfnissen der Kleinen an.

Schreiben als Alternative. „Ein Vollzeitjob wäre mit drei kleinen Kindern undenkbar für mich“ sagt Bauer. „Das Schreiben lässt sich jedoch perfekt mit der Betreuung der Kleinen vereinbaren. Krankheiten, Geburtstagspartys oder Ausflüge sind in meiner Tagesplanung am wichtigsten.“ Ihre Bücher kommen an letzter Stelle. „Und trotzdem schaffe ich es, jeden Tag ein bisschen Zeit dafür frei zu schaufeln. Manchmal muss ich dafür auf Schlaf verzichten – aber Mütter, die ausgeschlafen sind, gibt es sowieso nicht, daher sehe ich das eher gelassen.“

Über das Buch:

Das Baby zahnt und im Kindergarten ist die Hölle los. Als auch noch ein prominenter Winzer auf der Weinmesse ermordet wird, gerät der Alltag der zweifachen Rita Ratzenböck heillos durcheinander. Denn die passionierte Krimileserin beschließt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Bei ihren unkonventionellen Ermittlungen hat sie die Kinder stets im Schlepptau. Schon bald stößt die umtriebige Teilzeitjournalistin im Leben des zum “Mister Sex” gewählten Ermordeten auf jede Menge Ungereimtheiten. Kein Kinderspiel…

Über die Autorin:

Therese Bauer hat schon während ihres Studiums der Internationalen Beziehungen im Bereich PR/Politik zu arbeiten begonnen. Danach lebte und arbeitete sie in Ländern wie den USA, England, Frankreich Schweiz, Deutschland, Spanien, Belgien, Nepal und Brasilien. Nachdem sie von Brüssel aus die weltweite Urheberrechtskampagne der International Federation of Journalists in Brüssel geleitet hatte, kehrte Therese Bauer nach Österreich zurück, wurde mit 27 Jahren erst Lobbying-Managerin in der Austria Tabak und übernahm wenig später die Kommunikationsabteilung der OMV Exploration & Production. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere wurde die junge Frau schwanger und bekam innerhalb von drei Jahren drei Kinder. Dazu gibt es noch drei Stiefkinder. Ein Viertel des Jahres leben alle als große Patchwork-Familie unter einem Dach. Neben ihrem Engagement im Entwicklungshilfeverein Friends Abroad initiiert die Autorin laufend Kulturprojekte für Mütter und Kinder.

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Office-Managerinnen

Anita Arneitz am 6. April 2011

Wenn das Telefon klingelt, ein dringendes E-Mail zu bearbeiten ist, wichtige Kunden vor der Tür stehen oder Kollegen die Unterlagen für die nächste Besprechung suchen – sie haben immer alles Griff und bringen Ordnung ins größte Bürochaos: Business Assistentinnen.

Beruf im Wandel. Stenografie, Zehn-Finger-System und das Wissen, wie die Kaffeemaschine eingeschaltet wird, gehören schon längst nicht mehr zum Berufsbild der modernen Sekretärin. Mittlerweile sind Sekretärinnen, Assistentinnen oder Office Managerinnen die rechte Hand der Geschäftsführung und damit eine wichtige Stabstelle im Unternehmen. 20% ihrer Arbeit besteht aus Assistenztätigkeit und die restlichen 80 Prozent sind Management- und projektbezogene Tätigkeiten.

Teamwork und Multitasking. Den Kaffee holen sich vor allem jüngere Chef bereits selber, genauso wie sie Briefe und E-Mails selbst am Laptop tippen. Das Berufsbild der heutigen Office oder Business Managerinnen hat nur noch wenig mit dem einer klassischen Sekretärin gemeinsam. Assistentinnen sind Schnittstellen zwischen Mitarbeitern, Geschäftspartner und Vorständen. Sie kennen die Abläufe und Strategien im Unternehmen und behalten immer den Überblick. Chef und Assistentin sind ein eingespieltes Team, bei dem auch die menschliche Chemie stimmen muss. Und in einem sind sich viele Assistentinnen einig: Das schönste ist die abwechslungsreiche Arbeit! Business Assistentinnen sind das, was viele Männer gerne wären: einfach unersetzlich!

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Schluss mit Schreibfrust!

Anita Arneitz am 6. April 2011

Jetzt geht es wieder richtig los in der Arbeit: Projektanträge müssen raus, Veranstaltungen angekündigt und Pressetexte verschickt werden. Doch manchmal scheinen die Wörter nicht zu fließen, man weiß gar nicht wo man anfangen soll oder wie man das neue Schreibprojekt zeitlich in den Griff bekommt. Für all die kleinen und größeren Probleme beim Schreiben gibt es die Schreibberatung.

Ich habe die Schreibberatung in Deutschland kennen gelernt und darauf hin in Freiburg das Zweitstudium „Schreibberatung“ absolviert. Im wissenschaftlichen Bereich sind Schreibberatungen bei uns schon recht bekannt, aber dass sie vor allem auch im beruflichen Bereich Hilfe zur Selbsthilfe bringen, wissen die wenigsten. Dabei ist sie das ideale Instrument, um Zeit und Nerven zu sparen. Klares Ziel einer Schreibberatung ist die Weiterentwicklung des Schreibenden. Im Mittelpunkt stehen das eigene Schreibhandeln und der individuelle Schreibprozess. Gemeinsam werden Handlungskonzepte für das individuelle Schreibprojekt entwickelt, Arbeits- und Schreibstrategien optimiert. Allerdings ist eine Schreibberatung kein Korrektorat oder Lektorat! Der Themenbogen spannt sich von der Ideenfindung über Fokussierung, Gliederung und Struktur, Umgang mit Rohtexten bis hin zum Abbau von Schreibhemmungen. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal Schwierigkeiten bei der Texterstellung haben – Sie sind nicht allein und können sich ganz einfach Unterstützung holen.

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