Mitreden

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Zukunftskongress Krankenhaus

Anita Arneitz am 6. Januar 2008

In diesem Jahr findet am 7. und 8. Februar 2008 zum zweiten Mal der Rhein-Main Zukunftskongress Krankenhaus im Büsing Palais/Sheraton Hotel Offenbach a. M. statt. Die Themen werden auf drei Parallelveranstaltungen ausgedehnt. Der Zukunftskongress Krankenhaus greift die drängendsten Probleme zur Zukunft und Wettbewerbssicherung öffentlicher Krankenhäuser auf. Das Fachprogramm richtet sich in erster Linie an die Entscheider und Vertreter aus Geschäftsführung, Verwaltung, Medizin und Pflege in Krankenkassen, Gesundheitspolitik und Verbänden.

Die Beiträge sollen eine differenzierte Bestandsaufnahme neuer Versorgungsformen, die bevorstehenden Tarifverhandlungen, Praxisbeispiele aus der Gesundheitswirtschaft in Deutschland und einen interaktiven Workshop mit Fallbeispielen zum Risikomanagement umfassen. Programminformationen unter http://www.rhein-main-zukunftskongress.de

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Medical Wellness Kongress

Anita Arneitz am 5. Januar 2008

Zum Thema Gesundheit gibt es in Deutschland eine richtig große Menge an Kongressen (wieso bei uns nicht?). So findet am 23. und 24. Januar 2008 der Medical Wellness Kongress in Berlin statt. Das Thema: Ernährung, Bewegung und Entspannung – besser leben durch Medical Wellness?

Auf der Website www.medical-wellness-kongress.de erfährt man welche Produkte, Projekte und Konzepte präsentiert werden und wer an den Diskussionen teilnimmt.

Tipp: Sondertarif für Pflegekräfte am 2. Kongresstag zum Themenkomplex „Ernährung und Alter“.

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Bei Alpen denken Deutsche an Winter

Anita Arneitz am 29. Dezember 2007
 

Trotz hervorragender Angebote im Wellness- und Gesundheitsbereich kommen die Alpen von ihrem Image als Wintersportregion kaum los. Das ist das erste Ergebnis einer Studie, die die Fakultät für Tourismus der Fachhochschule München im Rahmen des EU-Projekts ALPSHEALTHCOMP durchführt.

Kaum eine Region Europas kann dem Alpenraum in punkto Wellness und Gesundheit das Wasser reichen: Höhenluft, Reizklima und eine Vielfalt an Thermal- und Mineralquellen ziehen schon seit Jahrhunderten Kurgäste und Sommerfrischler an; Traditionsbäder mit einer Geschichte von 150 und mehr Jahren sind nicht selten. Doch heutzutage spielen Gesundheit und Wellness in der Region nur noch eine vergleichsweise kleine Rolle – in den Köpfen der Verbraucher ebenso wie bei den Umsätzen: Schätzungen zufolge machen sie weniger als 15 Prozent der Tourismus-Einnahmen in der Region aus. Dabei sind die Bergfreunde Bädern und Massagen durchaus zugeneigt: Gut jeder fünfte (21,6 %) derjenigen, die in den vergangenen fünf Jahren in den Alpen Urlaub gemacht haben, hat sich im selben Zeitraum auch einen Gesundheits- oder Wellnessurlaub gegönnt; unter den Nicht-Alpenurlaubern war es nur gut jeder zehnte (11,6 %). Das liegt den Münchner ForscherInnen zufolge auch daran, dass sowohl Alpen- als auch Wellnessurlaube eher teuer sind und daher ein relativ zahlungskräftiges und gut gebildetes Publikum anziehen.

Doch in den Köpfen der 1607 Deutschen, die Marplan im Auftrag der Münchner Fakultät für Tourismus telefonisch befragt hat, gehören die beiden Arten der Erholung nicht unbedingt zusammen. So kam die Untersuchung zu dem nach Ansicht des Projektteams erschreckenden Ergebnis, dass deutsche Verbraucher beim Thema “Alpen und Urlaub” neben der Landschaft vor allem an den Winter denken: 59,1 Prozent assoziierten Berge und Gletscher damit, 39,3 Prozent fiel zum Thema sofort der Begriff Winterlandschaft ein, und am dritthäufigsten wurde der Wintersport (32,9 Prozent) genannt. Erst an vierter Stelle folgte der Sommersport; Gesundheit und Wellness tauchten unter den 25 häufigsten Themen gar nicht auf.

“Damit dürfe sich die Alpenregion nicht zufrieden geben”, meint Projektleiter Professor Thomas Bausch. Denn in den traditionellen Sparten bestünden angesichts der alternden Gesellschaft Europas kaum mehr Wachstumspotenziale; zudem brächten Wellness- und Gesundheitstouristen mehr Wertschöpfung als reine “Urlauber”. Dazu kommt, dass der fortschreitende Treibhauseffekt den Wintersport in den Alpen zunehmend bedroht. “Vor dem Hintergrund des Klimawandels bestätigt sich ein Handlungsbedarf, die Themen Gesundheit und Wellness ebenso wie Bergsommer wiederzubeleben”, schreiben die Autoren der Studie. “Regionen und Anbieter müssen die Winterlastigkeit, die ja durch die Wintersportberichterstattung und Großevents ständig erneuert wird, aufbrechen und Alternativen transportieren”, sagt Bausch. “Das geht nur über Events und Kommunikation. Der ‘Bergdoktor’ reicht dafür nicht.”

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Therapie im Chatroom

Anita Arneitz am 29. Dezember 2007
 

Nur selten bekommen Patienten unmittelbar nach dem Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik einen ambulanten Behandlungsplatz zur Psychotherapie in ihrem Heimatort – zumindest in Deutschland. Eine Alternative bietet dann “E-Health” mit neuen Medien: Per Chat, E-Mail oder SMS halten die Therapeuten Kontakt zu ihren Patienten und bauen so eine Brücke zwischen Klinikaufenthalt und Alltag – mit großem Erfolg.

Selbsthilfe-Treffen einmal pro Woche im Chatroom

Die Heidelberger Experten ermöglichen seit 2001 ehemals stationären Patienten gemeinsam mit den Panorama-Fachkliniken in Scheidegg (Allgäu) und der Techniker-Krankenkasse, über eine “Internetbrücke” den Kontakt zum Therapeuten und anderen ehemaligen Patienten zu halten. Das Ganze funktioniert als Gruppen- und als Einzeltherapie – per Chat oder E-Mail. Ähnlich wie bei einer Gruppentherapie treffen sich die ehemaligen Patienten, die z.B. aufgrund von Depressionen, Angst-, Persönlichkeits- oder Essstörungen stationär behandelt wurden, einmal pro Woche im Chatroom und berichten dort von ihren Problemen und Fortschritten. Ein Therapeut aus der Klinik moderiert den Chat und sorgt dafür, dass sich die acht bis zehn Teilnehmer an die vorher vereinbarten Regeln halten. Insgesamt zwölf bis fünfzehn Wochen dauert die virtuelle Gruppentherapie.

Patient schildert per E-Mail seine seelische Verfassung

Ganz ähnlich funktioniert die E-Mail-Therapie – nur kommt es hier lediglich zum Austausch zwischen einem Patient und Therapeut: Der Patient schreibt E-Mails über seine seelische Verfassung, der Therapeut antwortet verlässlich darauf, meist innerhalb eines Tages. “Manche schreiben sich da richtig etwas von der Seele”, sagt Markus Wolf, Mitarbeiter von Dr. Kordy. Da viele Mails und Chats im Internet zu leicht von außen einzusehen sind, haben die Heidelberger eine besonders sichere Plattform entwickelt, auf die nur berechtigte Teilnehmer Zugriff haben.

Reine Internet-Therapie ist in Deutschland nicht erlaubt

Doch wie zuverlässig funktioniert eine Therapie per Internet? Fehlt den Patienten nicht der direkte Kontakt zum Therapeuten – die Körpersprache und der Gesichtsausdruck eines Gegenübers? “Wir haben gute Erfahrungen gemacht”, sagt Dr. Kordy. “Die Teilnehmer kommen mit den neuen Medien zurecht und vermissen die ‘nonverbalen Signale’ des Therapeuten überhaupt nicht.” Selbst ältere Patienten ohne Computererfahrung lernen schnell den Umgang mit dem System. Dennoch soll die virtuelle Therapie den persönlichen Kontakt zum Therapeuten nicht vollständig ersetzen, denn im Gegensatz etwa zu den Niederlanden, ist es in Deutschland nicht erlaubt, reine Internettherapien ohne vorherigen persönlichen Kontakt zum Therapeuten durchzuführen.

Rückenschmerzen: Fragebogen im Chatroom erinnert an Verhaltensänderung

Dr. Eva Neubauer, Psychologin an der Orthopädischen Universitätsklinik in Heidelberg, hat neue Medien bei Rückenschmerzpatienten eingesetzt: Bei diesen spielen oft psychische Faktoren eine große Rolle, daher arbeitet auch Neubauer nach der Entlassung aus der Klinik mit einem Chat. “Wenn chronische Rückenschmerzen besser werden sollen, braucht man langfristig eine Verhaltensänderung im Alltag, zum Beispiel mehr Entspannung, mehr Bewegung oder dass die Patienten abnehmen”, sagt Neubauer. Ob die Patienten ihr Verhalten geändert haben, kann sie anhand des Fragebogens überprüfen, den die Teilnehmer vor Betreten des Chatrooms ausfüllen. Der Chat selbst funktioniert ähnlich wie das Projekt mit den Panorama-Fachkliniken. “Die Patienten wohnen oft weit voneinander weg und würden sonst nicht mehr zusammenkommen”, schildert Neubauer die Vorteile des Verfahrens.

Auch bei der Prävention von Essstörungen hat die Heidelberger Forschergruppe mit dem elektronischen Medium gute Erfahrungen gemacht: Speziell für Studenten haben die Wissenschaftler eine Internetplattform entwickelt: Es(s)prit. Auf dieser können sich Interessierte informieren, wie wahrscheinlich es ist, dass sie selbst an einer Essstörung erkranken oder ob sie bereits daran erkrankt sind. In einem Forum können sie sich zu verschiedenen Themen austauschen und sich ebenfalls in einem Gruppen- oder Einzelberatungschat mit anderen Betroffenen oder einem Berater treffen.

SMS gegen Essstörungen

Doch es geht noch mobiler: Die Psychologin Dr. Stephanie Bauer berichtete bei einer Konferenz, wie sie Patientinnen mit Essstörungen per Kurzmitteilung vom Handy betreut: Ihre Schützlinge verschicken wöchentlich eine SMS über ihr Essverhalten, etwa wie oft es zu Essanfällen kam oder wie oft sie sich erbrochen haben. Daraufhin versendet der Computer automatisch eine passende, aus einem Pool von mehr als 1.000 verschiedenen Standardmitteilungen ausgewählte Antwort. Damit Zusatzinformationen, wie etwa Warnsignale über gravierende Verschlechterungen, nicht übersehen werden, überprüft eine studentische Mitarbeiterin alle Kurzmitteilungen beim Eingang und vor dem Versenden.

Der Erfolg gibt den Heidelbergern recht: “In der Regel gibt es bei Patientinnen mit Essstörungen hohe Therapieabbruchquoten um die 50 Prozent. Bei uns arbeiten etwa 90 Prozent über ein halbes Jahr mit”, so Dr. Kordy.

Weitere Informationen zu “E-Health” am Universitätsklinikum Heidelberg:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/E-Health.7355.0.html?&FS=0&L=

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Klinikblog

Anita Arneitz am 23. Dezember 2007

Vor kurzem startete unter Stationsservice ein Diskussionsforum fürs Gesundheitswesen. Hier können alle am Strukturwandel Beteiligten ihre Meinungen, Kommentare und Erfahrungen über Veränderungen öffentlich diskutieren. Ziel ist es, über einen offenen Dialog das Bewusstsein für neue Wege in der Versorgung in Krankenhäusern und Kliniken auf- und auszubauen. Die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser derzeit stellen müssen, sind ohne grundlegende unternehmerische Entscheidungen nicht zu meistern. Um die Patientenorientierung auf den Stationen zu erhöhen, bietet ein deutsches Unternehmen einen „Stationsservice“ an: Speziell geschulte Servicekräfte arbeiten auf den Krankenstationen Hand in Hand mit dem Pflegepersonal und kümmern sich um das Wohl der Patienten. Themen des Gesundheitswesens gehören öffentlich diskutiert und dazu bietet der neue Klinikblog in Deutschland einen kleinen Einblick in die Aspekte des Strukturwandels. Man wird sehen, ob wir uns von den Deutschen ein paar Ideen abkupfern können… Der Klinikblog „Stationsservice“ ist zu erreichen unter http://www.stationsservice.de

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Neue Wege in der Gesundheitswirtschaft (Konferenz)

Anita Arneitz am 18. Dezember 2007

“Der Gesundheitsmarkt ist die größte Branche Deutschlands – und eine der konservativsten. Wer wirklich innovativ sein will, muss hohe Hürden nehmen”, schreibt die Financial Times Deutschland und veranstaltet eine Konferenz zur Gesundheitswirtschaft (März 2008 in Berlin). Unter dem Titel „Grenzen überschreiten–Neue Wege in der Gesundheitswirtschaft“ werden 20 hochkarätige Referenten aus sämtlichen Sektoren der Gesundheitswirtschaft folgende Fragen diskutieren:

  • Grenzen einer modernen Gesundheitspolitik: Wie gehen wir mit Ressourcen um?
  • Neues Kapital: Welche alternativen Finanzierungsinstrumente werden zur Zeit entwickelt?
  • Neue Zugänge: Welche neuen Vertriebswege für Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen sind erfolgreich?
  • Neue Informationen: Wie lassen sich Abläufe mit IT professionalisieren?
  • Neues Wissen: Wie lassen sich Bürger besser über Medizin und Gesundheit aufklären?

Die Tagung richtet sich an Führungskräfte aus Kliniken und Kassen, Medizintechnik- und Pharmaunternehmen, an Dienstleister und Berater, Banken und Investoren. Begleitet wird auch die dritte Konferenz von einem „Ideenpark“. Bis zum 31. Dezember 2007 können Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen innovative Geschäftsmodelle und Ideen einreichen, die das Potenzial haben, die Debatte um das Gesundheitssystem zu beleben. Die zehn besten Ideen werden von einer renommierten Jury ausgewählt und im Rahmen der Konferenz Gesundheitswirtschaft präsentiert. Aufgrund der großen Publizity rund um die Konferenz lohnt sich das Mitmachen auch für ÖsterreicherInnen!

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Licht ins Dunkel?

Anita Arneitz am 14. Dezember 2007

Da kann man sagen, was man will, Gesundheit boomt. Auch der mediale Gesundheitsmarkt erfreut sich steigender Gewinne. Die aufgeklärten Patienten von heute informieren sich übers Internet und bringen damit manche Gotter in Weiß zur Verzweiflung, hinterfragen ärztliche Diagnosen und Ratschläge. Live können Laien bei Operationen mit dabei sein, virtuell Promis beim Gang zum Schönheitschirurgen begleiten oder Gesundheitschecks per Mausklicks machen. Zum Lifestyle gehört im 21. Jahrhundert auch der Healthstyle. Doch wen kann man glauben? Können mediale Angebote wirklich Licht ins Dunkel bringen? Oder werden wir schon von den ganzen Gesundheitsinformationen erschlagen? In unserer medialisierten und medikalisierten Welt sollten wir wieder öfter einmal auf unser Bauchgefühl hören, denn schließlich wissen wir selbst am Besten was uns gut tut und was gesund ist.

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