Mitreden

Sie betrachten das Archiv der Kategorie Gesundheitskommunikation

Wie rational entscheiden Ärzte?

Anita Arneitz am 28. Februar 2009

Patienten bringen in der Begegnung mit ihrem Arzt immer auch eigene Vorstellungen von den Ursachen und Folgen ihrer Krankheit mit. Die Wissenschaft nennt diese Vorstellungen Krankheitskonzepte. Bisher wurde davon ausgegangen, dass den laienhaften naiven Konzepten der Patienten die richtigen medizinisch objektiven Konzepte der Ärzte gegenüberstehen. Denn die Medizin ist eine Naturwissenschaft und deren exakte Methoden bilden die Grundlage für rationale Diagnosen und Entscheidungen der Ärzte – soweit das immer noch weit verbreitete Bild über Ärzte in der Öffentlichkeit und bei vielen Ärzten.

Eine Studie der Universitäten Witten/Herdecke, Fulda und Düsseldorf hinterfragt jetzt dieses Bild. In Interviews mit Hausärzten hat Dr. Stefan Wilm, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin und selber Hausarzt, zusammen mit Soziologen, Gesundheitswissenschaftlern und Hausärzten deren Haltungen zu vier Krankheiten erfragt: Kopfschmerzen, Husten, Ulcus cruris (offenes Bein) und Schizophrenie. Die Forschergruppe hat ihre Ergebnisse jetzt in einem Buch veröffentlicht, das zum ersten Mal in der internationalen Diskussion dieses Thema nicht von Patientenseite, sondern aus der Arztsicht erschließt: Werden Hausärzte in ihrem Umgang mit kranken Menschen vorwiegend von ihrem erlernten Fachwissen beeinflusst? Die Forschergruppe konnte zeigen, dass auch bei Hausärzten subjektive Krankheitskonzepte, also emotional, soziokulturell und biografisch geprägte Vorstellungen von Krankheit aktiv und mächtig sind. Bei der Wahrnehmung ihrer Patienten schwingen immer auch krankheitstypische irrationale Vorstellungen mit: Bedrohtwerden durch Husten und Schleim, soziale Abwertung von Menschen mit offenem Bein, Stigmatisierung von Patienten mit Schizophrenie oder altüberlieferte mystische Konzepte von im Kopf den Schmerz auslösenden Übeln.

Diese Krankheitskonzepte der Hausärzte gestalten ihr tägliches Handeln in Diagnostik und Therapie wesentlich mit. Das Verständnis dieser Prozesse muss in das Alltagshandeln der Beteiligten einbezogen werden, will man verhindern, dass Patient und Arzt aneinander vorbeireden.

Simone Kreher, Silke Brockmann, Martin Sielk, Stefan Wilm, Anja Wollny: Hausärztliche Krankheitskonzepte, Verlag Hans Huber, Bern, ISBN 978 – 3 – 456 – 84668 – 2, 34,95€,
http://www.verlag-hanshuber.com/vkat/einzeltitel.php?isbn=978-3-456-84668-2

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Preis für Gesundheitskommunikation

Anita Arneitz am 25. Februar 2009

Der Österreichische Kommunikationspreis 2009 der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG) wird heuer erstmals am 23. April 2009 für innovative & vorbildliche Gesundheitskommunikation im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung in Österreich vergeben. Die Einreichfrist endet am 30. März 2009. Eingereicht werden können Aufklärungs- und Informationskampagnen oder Projekte, die maßgeblich zur Prävention und Gesundheitsförderung beigetragen haben.

Der Kommunikationspreis 2009  ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Mehr auf www.oeapg.at.

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Zwischen Wellnepp und Medical Wellness – Marktbetrachtungen einer Trendbranche

Anita Arneitz am 18. Dezember 2008

Der Gesundheitstourismus erzeugt seit Jahren eine enorme Wachstumsdynamik, in welcher sich die Wirtschaftsbereiche Gesundheit, Freizeit und Tourismus zu Deutschlands größten Arbeitgebern und damit zu mächtigen Zukunftsmärkten entwickelt haben. Der Wettbewerb um Marktpositionen in diesen Leitökonomien verläuft rasant und wird anhalten. Zu diesem Thema erschien das “Handbuch Gesundheitstourismus”, das der Frage nachgeht, wie sich die Lebensqualität im 21. Jahrhundert entwickeln wird und welchen Rang in diesen Prozessen die Bereiche Gesundheit und Tourismus gewinnen.

 

Ausgehend von den aktuellen Theoriediskursen zum Gesundheitstourismus widmet sich das Handbuch in je eigenen Kapiteln den Qualitätstrends, Wachstumstrends, Zukunftstrends, Freizeittrends und Entwicklungsperspektiven der Branche. Nachfragemotive nach gesundheitstouristischen Leistungen werden hier ebenso untersucht wie das Wellnessmanagement zwischen Wellnepp und Medical Wellness oder der Zusammenhang zwischen Demographischer Wandel und Freizeitgestaltung.

Herausgegeben wird das 270 Seiten umfassende Handbuch von den Professoren des Baltic College, die 2007 zur “Zukunftskonferenz Gesundheit, Freizeit und Tourismus” in das Schweriner Schloss einluden und nun mit dem Handbuch eine Dokumentation dieses Kongresses vorlegen.

Herausgeber

Torsten Fischer, Prof. Dr. (Jg. 1964), studierte Mathematik, Physik, Pädagogik und Psychologie in Berlin, Jena und Lüneburg. 1991 Dr. paed., 1998 Dr. phil.habil., 2004 außerplanmäßiger Professor für Erziehungswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg, 2005 Professor für Bildungsmanagement und Erwachsenenbildung am Baltic College (University of Applied Sciences).

André Schulz, Prof. Dr. (Jg. 1964), studierte Wirtschaftswissenschaften und Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Duisburg und Leuphana Universität Lüneburg, 2006 Dr. phil., 2006 Hochschuldozent für Management, Marketing und Unternehmensführung und 2008 Professor für Dienstleistungsmanagement und Tourismus am Baltic College (University of Applied Sciences).

Buchhinweis:
Torsten Fischer, André Schulz: Handbuch Gesundheitstourismus. Grundlagen in Gesundheit, Freizeit und Tourismus. Shaker Verlag 2008, 270 Seiten, ISBN: 978-3-8322-7053-7.

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Internet als zentraler Ratgeber in Gesundheitsfragen

Anita Arneitz am 10. Dezember 2008

Die Internetnutzung in Gesundheitsfragen stieg in Deutschland zwischen 2005 und 2007 um 13 Prozent von 44 auf 57 Prozent an. Fast jeder dritte Deutsche (32 Prozent) nutzte das Internet im Jahr 2007 mindestens einmal monatlich zur Informationsrecherche, aber auch zur Online-Kommunikation mit Gleichgesinnten oder Gesundheitsversorgern. 2005 lag dieser Anteil noch bei 23 Prozent. Derzeit betrachten über 37 Prozent der Deutschen das Internet als wichtiges Informations- und Kommunikationsmedium im Kontext ihrer Gesundheitsversorgung. Dies belegt die von der EU geförderte und jetzt abgeschlossene Studie “eHealth Trends 2005-2007″, an der der Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg zusammen mit sechs weiteren europäischen Partnern beteiligt war. Die wesentlichen Ergebnisse in Bezug auf die deutsche Bevölkerung sind jetzt online publiziert: http://www.egms.de/de/journals/mibe/2008-4/mibe000065.shtml

Im Vergleich mit den europaweiten Ergebnissen liegt Deutschland in der Internetnutzung in Gesundheitsfragen an dritter Stelle. Es konnte europaweit in allen beteiligten Ländern (Norwegen, Dänemark, Polen, Litauen, Portugal und Griechenland) ein signifikanter Anstieg der Internetnutzung in Gesundheitsfragen von 42 Prozent (2005) auf 52 Prozent (2007) in einer repräsentativen telefonischen Befragung von 14.956 Personen in den sieben Ländern nachgewiesen werden. Die stärkste Internetnutzung in Gesundheitsfragen haben unter den Projektpartnern die Dänen mit aktuell 72 Prozent der Bevölkerung vor Norwegen mit 68 Prozent. In Südeuropa liegen die vergleichbaren Werte noch bei 38 Prozent (Portugal) und 32 Prozent (Griechenland), wobei in diesen Ländern seit der ersten Befragung in 2005 der prozentual stärkste Anstieg (um 27 bzw. 39 Prozent von jeweils 30/23 Prozent in 2005) zu verzeichnen war.

Während die Bedeutung der traditionellen Informationsmedien bei der Suche nach gesundheitsbezogenen Informationen konstant blieb bzw. für viele Medien sogar zurückging, nahm die Bedeutung des Internets in den letzten zwei Jahren signifikant zu. Es war europaweit ein Anstieg um 7 Prozent auf 47 Prozent der Bevölkerung zu verzeichnen, die das Internet als wichtiges Medium in diesem Bereich bezeichneten. Etwa 23 Prozent der europäischen Bevölkerung verwenden das Internet nicht nur zum Recherchieren und Lesen gesundheitsbezogener Informationen, sondern nutzen es auch für mehr interaktive Dienste.

Bemerkenswert war in diesem Kontext, neben dem starken Anstieg der elektronischen Kommunikation mit Gesundheitsversorgern in Dänemark (Anstieg um 12 Prozent auf 20 Prozent der Bevölkerung in 2007), vor allem die deutliche Zunahme des Online-Kaufs von Arzneimitteln in Deutschland (Anstieg um 6 Prozent auf 18 Prozent der Bevölkerung in 2007). Auch die europaweiten Ergebnisse sind online publiziert: http://www.jmir.org/2008/4/e42/HTML

Die Ergebnisse der europaweiten Befragung zur Internetnutzung in Gesundheitsfragen zeigen innerhalb von 18 Monaten eine deutliche Zunahme der Nutzung. “Die Ärzteschaft muss sich darauf einstellen, dass die Anzahl der informierten und mündigen Bürger, die sich zu ihren Gesundheitsproblemen im Internet informieren bevor sie einen Arztbesuch wahrnehmen, immer größer wird”, kommentiert Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg die Ergebnisse der Studie. “Aber auch weitergehende Internetdienste, wie z.B. der Online-Kauf von Arzneimitteln und anderen Medizinprodukten sowie die E-Mail-Kommunikation mit Ärzten werden zukünftig eine größere Bedeutung erlangen.”

Die von der EU geförderte Studie lief über drei Jahre. An ihr hat das Erlanger Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie gemeinsam mit sechs europäischen Partnern unter der Leitung des Norwegischen Zentrums für Telemedizin teilgenommen. Die Ergebnisse beruhen auf zwei repräsentativen, durch renommierte Marktforschungsinstitute durchgeführten, telefonischen Befragungen von jeweils mindestens 1.000 Personen in jedem Partnerland im Oktober/November 2005 und April/Mai 2007.

Weitere Informationen zur Studie:
http://www.imi.med.uni-erlangen.de/forschung/e_health.htm
http://www.telemed.no/index.php?id=275869

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Unternehmen brauchen Gesichter I

Anita Arneitz am 22. September 2008

Erfüllen Manager der Gesundheitswirtschaft diese Ansprüche?

Die Zeiten, dass ein Krankenhausdirektor unauffällig und bescheiden im Hause wirkt und sich nicht als Person öffentlich präsentiert, sind vorbei. Der Wettbewerb verlangt etwas anderes. Untersuchungen haben ergeben, dass Manager, als Gesichter des Unternehmens, deren Wert steigern. Ihr Auftreten, wie sie sich der Öffentlichkeit präsentieren, trägt zunehmend zum Erfolg des Unternehmens bei. Sie präsentieren mittelständische Wirtschaftsunternehmen mit Verantwortung z. T. für drei- und vierstellige Millionenumsätze, und sind oft die größten Arbeitgeber vor Ort. Nicht immer werden sie den Ansprüchen des ‚Image-Trägers’ ihres Unternehmens gerecht.

Die Ansprüche: Manager müssen aktiv in Netzwerken agieren, Kontakte knüpfen, mit Partnern kommunizieren. Auch in den Betrieben, in Zeiten von Veränderungen, müssen sie ihren Mitarbeitern Orientierung geben und für Visionen und Konzepte einstehen.

Wie soll ein Manager auftreten, wie viel persönliche Präsenz ist notwendig und gut, ab wann aber ist weniger mehr? Manager müssen die Spielregeln der Medien verstehen, die Pressesprecher der Unternehmen müssen wissen, wie sie ihren Chef verkaufen. Das Management nimmt diese Aufgabe an: Unternehmen der Gesundheitswirtschaft bekommen zunehmend ein „Gesicht“.

Diese Fragen diskutieren Manager der Gesundheitswirtschaft mit Journalisten auf dem Panel:

„Unternehmen brauchen Gesichter“ des 2. KOMMUNIKATIONSKONGRESSES DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT am 14. und 15. Oktober in Hamburg.

Impulsvortrag:
Prof. Dr. Lothar Rolke, Professor für BWL und Unternehmenskommunikation der FH Mainz – University of Applied Sciences

Es diskutieren:
Prof. Dr. Claus Bartels, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Ernst-Moritz-Arndt-Universitätsklinikums Greifswald
Herbert Fromme, Versicherungskorrespondent, „Financial Times Deutschland“
Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Klinikums der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Dr. Michael Kröher, Journalist, „Manager Magazin“
Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher Vorsitzender des Vorstandes der DAK

Moderation:
Ulrich Glatzer, Journalist, „kma“ Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Weitere Informationen zum Programm des 2. Kommunikationskongresses der Gesundheitswirtschaft unter:
http://www.kommunikation-gesundheitswirtschaft.de

Kategorie Forschung & Lehre, Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Innovationspreis Pflegemanagement 2008

Anita Arneitz am 17. August 2008

Der Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen e.V. BALK schreibt zum ersten Mal den mit 5000 EURO dotierten Innovationspreis für Nachwuchsführungskräfte im Pflegemanagement aus. Das ZePP – Zentrum für Angewandte Pflegeforschung, Pflegeökonomik und -wirtschaftslehre an der Katholischen Fachhochschule Freiburg organisiert die Ausschreibung, koordiniert die Vergabe und ist Mitglied der Jury. Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2008.

 

Neue Aufgabenfelder in der Pflege stellen große Herausforderungen an das Personalmanagement. Mit dem Innovationspreis Pflegemanagement sollen daher innovative Konzepte zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung durch Personalentwicklung in stationären wie ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens ausgezeichnet werden.

Die Arbeit in der Pflege ist körperlich und psychisch sehr belastend: Schichtarbeit, schweres Heben und Umlagern oder Umbetten von Patienten, der Umgang mit schwer pflegebedürftigen Bewohnern, die Konfrontation mit Krankheit, Tod und Sterben sind einige der Faktoren, die sich auf die Gesundheit der Pflegenden auswirken können. Verschärft werden die Arbeitsbedingungen durch zunehmenden Kostendruck und Personalknappheit. Die Förderung von Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter im Pflegedienst ist daher von besonderer Bedeutung für das Pflegemanagement.

Pflegende in Leitungsfunktionen und Absolventen von Studiengängen des Pflegemanagements können sich für den neuen Preis im Pflegemanagement bewerben.

Die Jury setzt sich aus Vertretern der Pflegewissenschaft der Katholischen Fachhochschule Freiburg und einem Vertreter des Pflegemanagements der BALK Landesgruppe Schleswig Holstein zusammen. Die Preisverleihung findet im Rahmen des BALK-Pflegekongresses am 23. und 24. Januar 2009 in Berlin statt.

 

Weitere Informationen:

http://www.kfh-freiburg.de – Detallierte Bewerbungsinformationen

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Heilsame Kommunikation

Anita Arneitz am 25. April 2008

„Sag nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“ – emphatische Zuwendung ist für uns existentiell, vor allem im Gesundheitsbereich. Wer krank ist, befindet sich im Ausnahmezustand und ist auf fremde, ärztliche Hilfe angewiesen. Die gesunde Beziehung zwischen Arzt, Pflegepersonal und Patienten ist neben einer erfolgreichen Behandlung wesentlich für die Genesung. In dieser Begegnung liegt heilsames Potenzial.

Die ARGE Patienten-Beziehungsmanagement setzt Maßnahmen, um diese Potenzial auszuschöpfen. Im Rahmen der Trainertätigkeiten von Gabriele Struger im Landeskrankenhaus Klagenfurt zu den Themen Kommunikation und Konfliktmanagement, wurden mangelnde Kommunikationsmöglichkeiten und -defizite von sämtlichen Berufsgruppen immer wieder angesprochen. Untermauert werden diese Erfahrungen durch die wissenschaftlichen Arbeiten von Jeanette Vallant (Nonverbale Kommunikation) und mir (Gesundheitskommunikation).

Mangelhafte Verständigungsprozesse führen zu einer längeren Genesungsdauer, einer geringen Compliance bzw. einer Nicht-Compliance und einer einer hohen Patientenunzufriedenheit. Rund 70% aller Patientenbeschwerden sind auf unzureichende und unsensible Patientenkommunikation zurück zu führen“, erklärt Jeanette Vallant. Was den Patienten an kommunikativer Zuwendung und Mitgefühl vorenthalten wird, fällt auf das Personal zurück: Ihnen verschließt sich zunehmend die Chance auf die Sinnerfüllung ihrer Tätigkeit. Das um sich greifende Burnout-Syndrom, psychosomatische Störungen und innere Kündigungen sprechen hier eine mehr als deutliche Sprache. Krankenhauspersonal sollte sich nicht nur aus reinen Fachkompetenzen, sondern auch aus Spezialisten für Menschlichkeit im Leben und Sterben zusammensetzen. Wenn die Kommunikation nicht stimmt, hat der Patient kein Verständnis für therapeutische Maßnahmen und zeigt Widerstände. Deshalb wurde gemeinsam ein einzigartiges Konzept entwickelt, dass Kommunikation und Heilung im Gesundheitsalltag wieder vereint. Arzt, Patient und Gesundheitseinrichtung profitieren vom modernen Patienten-Beziehungsmanagement.

Informationen zu den Vorträgen, Trainings, Seminaren und Coachings gibt es direkt bei der ARGE Patientenbeziehungsmanagement.


www.patientenbeziehungsmanagement.at

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Kommunikationskongress Medizintechnologie

Anita Arneitz am 9. März 2008

Krisenkommunikation, Erfolgsmessung von Öffentlichkeitsarbeit und Markenkommunikation sind die Schwerpunktthemen des 4. Kommunikationskongresses Medizintechnologie von MedInform am 26. und 27. Mai 2008 in Frankfurt. Der Kongress mit dem Titel „Professionalisierung der Kommunikationsarbeit in der MedTech-Branche“ wird erstmals von den Verbänden BVMed und SPECTARIS gemeinsam veranstaltet. Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro Programm und Anmeldung unter www.bvmed.de (Veranstaltungen).

Die MedTech-Branche in Deutschland steht verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit. Ärzte und Krankenkassen, aber auch Patienten wollen über neue Behandlungsverfahren informiert werden. Politik und Medien interessieren sich immer mehr für MedTech als eine wichtige Zukunftsbranche. Viele verschiedene Zielgruppen, große Herausforderungen, wenig Ressourcen: Wie lässt sich vor diesem Hintergrund die Kommunikationsarbeit in der MedTech-Branche professionalisieren? Dieser Frage widmet sich der 4. Kommunikationskongress Medizintechnologie von BVMed und SPECTARIS.

Der Kongress will die Bedeutung professioneller PR-Arbeit und Markenkommunikation für die Unternehmen der Medizintechnologie verdeutlichen, aktuelle Trends in der Kommunikation von Gesundheitsthemen aufzeigen, ein Forum zum Wissensaustausch über Kommunikationsinstrumente sowie deren Vor- und Nachteile schaffen und erfolgreiche Kommunikationsstrategien von Branchenunternehmen vorstellen.

Der Kommunikationskongress wendet sich an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer bzw.
CEOs von MedTech-Unternehmen, Leiter Unternehmenskommunikation, Pressesprecher, Referenten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, PR-Beauftragte sowie Marketingleiter und Marketingreferenten aus der gesamten Medizintechnikbranche.

Referenten des Kongresses sind:

  • Sven Behrens, Geschäftsführer, SPECTARIS
  • Heike Geiling, Director Marketing Communications Europe, ResMed
  • Joachim F. Hamacher, Leiter Unternehmenskommunikation/Unternehmenssprecher, Otto Bock HealthCare
  • Peter Höbel, Geschäftsführer, crisadvice
  • Georg Meck, Stellvertretender Ressortleiter, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
  • Tobias Meixner, Leiter Unternehmenskommunikation, HELIOS Kliniken
  • Martin Oetting, Gesellschafter und Leiter Forschung, trnd
  • Jörg Pfannenberg, Geschäftsführer, JP | KOM
  • Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands, BVMed
  • Dr. Holger Storcks, Leiter Marketing Services, Medtronic
  • Sebastian Vesper, Chefredakteur, PR Report
Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Ist Vorsorgen immer besser als Heilen? Symposium

Anita Arneitz am 18. Februar 2008

Präventionsmedizin ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wesentlichen Element der Gesundheitsversorgung geworden und hat die Krankheitslast vieler Erkrankungen wesentlich reduziert. Der Anreiz  für gesunde Patienten Prävention in Anspruch zu nehmen, liegt in der Möglichkeit durch relativ geringfügige Interventionen Erkrankungen vermeiden oder verzögern zu können. Da meist keine unmittelbaren Nebenwirkungen offensichtlich werden, wird Präventionsmedizin von der Bevölkerung und von vielen Ärzten als frei von Nebenwirkungen gesehen.  Eine „wenn es nicht hilft, schadet es nicht“- Mentalität ignoriert jedoch die potentiellen Risiken der Präventionsmedizin. Mangelnde diagnostische Genauigkeit bei Screening und Nebenwirkungen bei Chemoprävention können jedoch schwerwiegenden Folgen für gesunde Patienten haben. Für jede präventionsmedizinische Maßnahme soll daher durch Evaluierung der vorhandenen wissenschaftlichen Evidenz eine Bilanz zwischen Nutzen und Schaden erstellt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass es zu keinem unkritischen, unnötigen Einsatz von Präventionsmedizin und zu ineffizienter Verwendung von Ressourcen kommt. Diese Themen behandelt ein Symposium vom 20. bis 21.2.2008 an der Donau Universität Krems. 

 

Ziel des Symposiums ist es, anhand relevanter Themen  einen kritischen Diskurs über Wirksamkeit und Schaden der Präventionsmedizin zu eröffnen Es werden dabei  sowohl Perspektiven der Wissenschaft, als auch der klinischen Praxis und der Gesundheitspolitik diskutiert. Den Teilnehmern soll vermittelt werden, dass nur eine kritische Beurteilung einzelner vorsorgemedizinischer Maßnahmen nach den Kriterien der Evidenz-basierten Medizin (EBM) eine effektive Präventionsmedizin ermöglicht. 


Anmeldung

Teilnahmegebühr: € 75,– (inkl. Symposium und Abendveranstaltung). Auf Grund beschränkter Teilnehmerzahl ist eine möglichst frühzeitige Anmeldung über diese Homepage oder per Fax erforderlich.

Anmeldeschluss: 04.02.2008

Veranstalter: Donau-Universität Krems und Agentur für Gesundheitsvorsorge des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds

 

Mehr Infos unter http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/veranstaltungen/archiv/10883/index.php

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »

Wer ist krank oder die Kranken-Landkarte

Anita Arneitz am 17. Februar 2008

Wer ist krank? Hände aufzeigen und zum Arzt gehen genügt einigen Amerikanern nicht. Sie tragen ihre Leiden auf einer Internetplattform ein und gestalten damit eine interaktive virtuelle Krankenkarte.  Schließlich muss man sich ja irgendwie beschäftigen, wenn man krank ist… Zu sehen unter http://whoissick.org/sickness/

Kategorie Gesundheitskommunikation | Keine Kommentare »