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Nutzungsverhalten deutscher Journalisten

Anita Arneitz am 20. August 2008

Die PR-Agentur vibrio. Kom­mu­ni­ka­tions­management Dr. Kausch, Unterschleißheim, spezialisiert auf Technologie-PR in Deutschland, Österreich und der Schweiz, stellt die Ergebnisse einer Journalistenbefragung zum Thema Web 2.0 vor. Im Auftrag von Oracle Deutschland befragte die Agentur im Mai 2008 deutsche Journalisten von IT-Fachmedien, Tageszeitungen, Online-Medien und Rundfunk zu ihrer Erfahrung und Meinung in Bezug auf Web 2.0. Die veröffentlichte Kurzfassung der Analyse basiert auf einer Stichprobe von 82 Antworten. Einen Einblick in die Studie gibt es auf http://www.pr-journal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=6351&Itemid=2

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Sind Kunden die besseren CEOs?

Anita Arneitz am 14. August 2008

Das Phänomen des emanzipierten Kunden gewinnt im Zeitalter von Digitalisierung und Web 2.0 für Unternehmen immer mehr an Bedeutung und macht ein Überdenken der bisherigen Unternehmensstrukturen notwendig. Während derzeit erst 17 Prozent der Unternehmen der neuen Macht der Kunden eine hohe bis sehr hohe Bedeutung beimessen, wird die „Customer Energy“ bis 2015 bereits für drei Viertel der Unternehmen zum kritischen Erfolgsfaktor. Unternehmen, denen es nicht gelingt, Kunden in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren, müssen bis 2015 mit Umsatzeinbußen von bis zu 16 Prozent rechnen. Dies geht aus einer internationalen Studie der Top-Managementberatung A.T. Kearney hervor, für die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS branchenübergreifend 3.000 Verbraucher sowie Unternehmen befragt wurden. Durch die Nutzung der „Customer Energy“ können enorme Umsatzsteigerungen sowie Kostenoptimierungen von durchschnittlich 5 bis 7 Prozent auf jeder einzelnen Wertschöpfungsstufe erzielt werden. Um diese weitreichenden Möglichkeiten zu nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, sollten Unternehmen Kunden nach ihrem Energiepotenzial segmentieren, ihre Unternehmensstrategie radikal überdenken und ihre Kunden beispielsweise durch offene Plattformen vor allem besser in die Produktentwicklung einbinden.

„Das Phänomen der Customer Energy an sich ist nicht neu, hat durch die Digitalisierung und Web 2.0 jedoch eine andere Qualität erhalten. Zielte Web 2.0 auf den Austausch zwischen den Internet-Usern, beschreibt Customer Energy die Beziehung von Kunden und Interessenten zum Unternehmen“, sagt Dr. Martin Fabel, Principal bei A.T. Kearney und Leiter der Studie. „Beispiele wie Wikipedia, Tripadvisor, YouTube oder Ebay verdeutlichen, dass sich das Verhalten der Konsumenten in den letzten Jahren verändert hat. Der moderne, emanzipierte Kunde akzeptiert nicht mehr länger stillschweigend als reiner Konsument seinen Platz am Ende der Wertschöpfungskette, sondern nutzt vor allem das Internet aktiv für seine neue Rolle als Entwickler, Produzent und Kritiker von Produkten. Auf diese neue Macht des Kunden müssen sich Unternehmen einstellen und ihr begegnen, wollen sie wettbewerbsfähig bleiben.“

Die Bedeutung von Customer Energy und die Chancen, die sich aus deren Nutzung ergeben, haben viele Unternehmen zwar bereits erkannt – das damit verbundene Potenzial jedoch in den wenigsten Fällen bereits ausgeschöpft. Die A.T. Kearney-Studie zeigt, dass bereits heute etwa jedes fünfte Unternehmen (17 Prozent) der Customer Energy einen erfolgskritischen Stellenwert beimisst und dieser weiter signifikant steigen wird. Für 2010 halten 43 Prozent und für 2015 sogar 75 Prozent der befragten Unternehmen das Nutzen der Kundenenergie für sehr wichtig. Insbesondere der Handel, Unterhaltungselektronik-, Telekommunikations- und Medienindustrie erwarten, dass Customer Energy immer mehr an Bedeutung gewinnt, während für die Energie- und Versorgungswirtschaft, die Automobilindustrie und den Bereich Banken die Bedeutung geringer eingeschätzt wird.

Die Studie macht deutlich, dass sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette Kostenoptimierungen durch die Nutzung der Customer Energy realisieren lassen. Für jede einzelne Stufe belaufen sich diese auf durchschnittlich 5 bis 7 Prozent. Für den Handel ergibt sich beispielsweise durch die Einbindung der Kunden in den Bereich Innovation und Sortimentsbildung ein Kostenverbesserungspotenzial von 17 Prozent.

Branchenübergreifend sehen die Unternehmen bis 2015 insbesondere in den Bereichen Customer Care und Marketing das größte Potenzial und rechnen bis 2010 mit einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 7 bzw. 4 Prozent. Die Kunden selbst wünschen allerdings bereits viel früher in den Wertschöpfungsprozess einbezogen zu werden. Dies gilt insbesondere für Innovation, in die 39 Prozent einbezogen werden möchten, und den Bereich Qualitätsmanagement (47 Prozent).

Defizite im Managen der Kundenbeziehungen

„Unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Unternehmen ihre aktiven und kreativen Kunden vielfach gar nicht erreichen“, so Fabel: „54 Prozent der befragten Unternehmen kennen ihre Kunden nicht, die über eine hohe Customer Energy verfügen und bieten weder einen Kanal noch einen Prozess an, um mit ihnen in Interaktion zu treten. Im Bereich Banken und Versicherungen sowie in der Telekommunikationsindustrie ist der Anteil mit 80 bzw. 70 Prozent noch viel höher. „Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher, da insbesondere Branchen wie Banken und Versicherungen, Telekommunikation, Travel und Transportation sowie Energie- und Versorgungswirtschaft durch ihre Vertragskundenstruktur und Customer Relationship Management (CRM) ihre Kunden besser kennen müssten“, führt Fabel weiter aus.

Diese Ergebnisse decken sich mit der Einschätzung der Konsumenten und offenbaren enorme Defizite im Management der Kundenbeziehungen: Vier von fünf der befragten Endverbraucher sind der Meinung, dass 81 Prozent der Unternehmen ihr produktives Potenzial noch nicht erkannt haben. 60 Prozent der Konsumenten ist schlicht nicht bekannt, wie sie zur Wertschöpfung eines Unternehmens beitragen können. Vor allem die Medienindustrie scheint auf den Austausch und den Dialog mit den Kunden noch nicht vorbereitet zu sein: Hier wissen 80 Prozent der befragten Konsumenten nicht, über welche Kanäle sie Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen können. Lediglich 11 Prozent der Befragten gaben an, zu wissen, dass ihre Anregungen und Beiträge auch angenommen wurden.

„Welche Folgen es haben kann, die Bedürfnisse und Fähigkeiten seiner Kunden nicht zu kennen und ihnen nicht auf Augenhöhe zu begegnen, hat die Musikindustrie in den letzten Jahren leidvoll erfahren müssen und letztlich mit einem enormen Umsatzeinbruch bezahlt“, stellt Fabel fest: „Die Musikindustrie hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und es versäumt, die Energie ihrer Kunden in ihre eigenen Geschäftsprozesse einzubinden. Die bessere digitale Vernetzung hat es den Kunden ermöglicht, eigene Weg bei der Produktion und dem Vertrieb von Musik zu beschreiten.“

Immerhin 5 Prozent aller Konsumenten sind bereit, eine Stunde oder mehr ihrer Zeit für „ihr“ Unternehmen zu investieren – unter den ganz aktiven potenziellen Content-Lieferanten sind es sogar 11 Prozent. Die Motivation hierfür ist insbesondere Neugier, die über 50 Prozent der befragten Konsumenten als Hauptgrund angeben. Aber auch soziale Anerkennung (30 Prozent) und finanzielle Motive (31 Prozent) sowie Spaß (26 Prozent) spielen eine große Rolle. In dieser Frage überschätzen sich die meisten Unternehmen allerdings: Sie sehen vor allem die Identifizierung mit der Marke und Verbraucherfreundlichkeit als zentrale Beweggründe an. Eine wichtige Erkenntnis für viele Unternehmen: Ohne gezielte Aktivierung der Content-Ersteller bleibt eine Web 2.0-Plattform eine IT-Investitionsruine. Erst wenn die Angebote für die eigene Einbringung auch ausreichend genutzt werden, entsteht auf einer Internetseite Traffic, der sehr schnell für das Unternehmen wirtschaftlich bedeutsam wird.

Wettbewerbsvorteile schaffen durch Customer Energy

„Unternehmen, die ihre Kunden kennen und denen es gelingt, die Customer Energy gezielt zu nutzen, können nachhaltige Wettbewerbsvorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette erzielen“, sagt Fabel: „Sie müssen sich die Chancen, die die Nutzung der Customer Energy birgt, bewusst machen und bereit sein, einen Teil der Kontrolle und Verantwortung auf die Kunden zu übertragen.“

Dabei gilt es, Risiken und Vorteile entlang der verschiedenen Wertschöpfungsstufen zu bewerten und eine Strategie zu definieren und zu implementieren, die auf den Grundsätzen der Customer Energy basiert und über die herkömmlichen Formen des Kundenmanagements (CRM) hinaus geht. Zudem sollten Unternehmen ihre Internetstrategie überdenken, um die Kunden beispielsweise über offene Plattformen besser in die Produktentwicklung zu integrieren und damit zu einer nachhaltigen Verbesserung des Innovationsmanagements beitragen.

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Internet nimmt klassischen Medien rapide Marktanteile ab

Anita Arneitz am 12. August 2008

Der “Netzökonom” Holger Schmidt beschreibt und analysiert in der FAZ Community die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Ganz aktuell gibt es neues Material zum Thema  Marktanteile und Nutzung von Medien. Hier weiterlesen: http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/07/15/informationsverhalten-internet-gewinnt-print-verliert.aspx

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Zukunftsforschung inside

Anita Arneitz am 10. August 2008

Haben Sie sich nicht schon immer gefragt, wie „die von einem Zukunftsinstitut“ eigentlich aussehen und wie Zukunftsforschung gemacht wird? Virtuell gibt es jetzt einen kleinen Einblick in das Geschehen.  Hier geht’s zum gut gemachten Image-Film des Zukunftsinstitutes: www.zukunftsinstitut.de/imagefilm

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Trends & Zukunft

Anita Arneitz am 9. August 2008

Was die Zukunft betrifft,
so ist deine Aufgabe nicht,
sie vorauszusehen,
sondern sie zu ermöglichen

von Antoine de Saint-Exupéry

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Erfolgsfaktoren der Finanzkommunikation

Anita Arneitz am 5. August 2008

Eine langfristige, wertorientierte Strategie, ein zuverlässiges Managementteam und eine transparente Darstellung des Geschäftsverlaufs sind entscheidend für den Ruf, den sich ein Unternehmen über die Jahre am Kapitalmarkt aufbaut. So wird einem Unternehmen, das seine Ergebnisprognosen mehrfach verfehlt hat, weniger Vertrauen geschenkt als einem Unternehmen, das die eigenen Erwartungen stets erfüllt. Darüber hinaus spielen die Unternehmenskultur sowie die Beziehungen zu Kunden, Industrie, Mitarbeitern und Politik eine bedeutende Rolle für die Bewertung eines Unternehmens. Inwiefern ein Unternehmen qualitative Faktoren in seiner Finanzkommunikation berücksichtigt, spiegelt dabei nicht zuletzt die Entwicklung des Aktienkurses wider.
Diese Erkenntnisse belegt die empirische Studie „Corporate Perception on Capital Markets“ des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen unter der Leitung von Prof. Dr. Miriam Meckel. Gemeinsam mit der Deutschen Post World Net, der PricewaterhouseCoopers AG und der RWE AG wurden mehr als 200 europäische Analysten und institutionelle Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz nach den Einflussfaktoren ihrer Unternehmenswahrnehmung befragt. Prof. Meckel zieht folgendes Fazit: „Zuverlässige und transparente Kommunikatoren genießen einen deutlichen Vertrauensvorschuss – gerade auch unter jenen Kapitalmarktteilnehmern, die die Beschreibung, Beurteilung und Bewertung von Unternehmen professionell betreiben.“

Für die beteiligten Unternehmen stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, welche qualitativen Faktoren in welchem Umfang in die Bewertung der Analysten einfließen. Denn obwohl die meisten börsennotierten Unternehmen heute einen Schwerpunkt auf Themen wie Transparenz und Corporate Governance legen, ist es für eine erfolgreiche Finanzkommunikation unerlässlich, die Motivation der Markteilnehmer genau zu kennen. So stehen laut Studie von den insgesamt 47 qualitativen Einflussfaktoren neben der Langfristigkeit der Strategie auch das Geschäftsverständnis und die Zugänglichkeit der Investor Relations Abteilung ganz oben auf der Prioritätenliste der Befragten. „Bei der Beurteilung eines Unternehmens wollen Investoren am liebsten mit Kopf und Bauch zum gleichen Ergebnis kommen,“ erklärt Ingo Alphéus, Leiter Investor Relations der RWE AG. „Das geht am besten, wenn Investoren neben den Zahlen auch die handelnden Personen im Unternehmen kennen lernen können. Und zwar nicht nur den Vorstand, sondern gerade auch Manager aus dem Tagesgeschäft. Wir fördern das systematisch.“
Auch die Deutsche Post World Net fühlt sich durch die Studie in ihrer Arbeit bestätigt. „Wir haben gerade unser neues Kapitalmarktprogramm als Antwort auf die Forderungen und Bedürfnisse unserer Investoren präsentiert. Im Vordergrund standen dabei neben dem verstärkten Fokus auf Wertschaffung und einer höheren Auszahlung an unsere Aktionäre auch Themen wie Transparenz und Konsistenz in der Berichterstattung – also jene qualitativen Faktoren, deren Bedeutung die Studie hervorhebt,“ so Martin Ziegenbalg, Leiter Investor Relations bei der Deutschen Post World Net.

Die Studie kann unter www.dirk.org/Knowledge/IR_Studien.aspx abgerufen oder über den DIRK direkt bestellt werden.

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Alpe-Adria-Stipendien

Anita Arneitz am 30. Juli 2008

Die Universitäten Pécs, Ljubljana und Triest schreiben für das Studienjahr 2008/09 Forschungsstipendien in unterschiedlicher Höhe aus.

Die Ausschreibungstexte mit den Kontaktpersonen finden Sie unter “Stipendien” auf der Homepage der FA Alpen-Adria:

http://www.uni-klu.ac.at/alpen-adria/inhalt/299.htm

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“Zukunft der Kinder” – Preis ausgeschrieben

Anita Arneitz am 26. Juli 2008

Der Zukunftspreis 2008 des gemeinnützigen Berliner IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung stellt die “Zukunft der Kinder” in den Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden “Konzepte, Projekte und Initiativen für, mit und von Kindern”. Die Ausschreibung richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Das unabhängige IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung ist eines der führenden Institute für Zukunftsforschung in Deutschland. Der IZT-Zukunftspreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und jeweils unter ein anderes Thema der Zukunftsforschung gestellt. Eine unabhängige Jury entscheidet im Auftrag des Forschungsinstitutes über die Vergabe.

Erwünscht sind Beiträge zu einem oder mehreren der folgenden Themenfelder:
- eine intakte Umwelt erhalten und wieder herstellen
- mit Spaß lernen und bilden
- Orientierung und soziale Kompetenz vermitteln
- öffentliche Räume für Kinder schaffen und erobern
- die Werte Gerechtigkeit und Solidarität fördern
- Kinderarmut und soziale Ächtung überwinden helfen
- Kinder und ältere Menschen in kreativen Gemeinschaften zusammenführen
- gemeinsame Verantwortung von jung und alt für unsere eine Welt fördern.

Bewerbungsschluss ist der 30. September 2008. Die Ausschreibung richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die ausführliche Ausschreibung steht im Internet zum Download bereit.

Zum Download der Kurzfassung:
http://www.izt.de/fileadmin/downloads/pdf/Zukunftspreis_2008_Kurzfassung.pdf

Zum Download der Langfassung:
http://www.izt.de/fileadmin/downloads/pdf/Ausschreibung_IZT-Zukunftspreis_2008.pdf

Rückfragen und Einsendungen bitte an:
Herrn S.L. Thio, E-Mail: s.thio@izt.de, Tel. +49-30-803088-33, Fax: +49-30-803088-88
IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, 14129 Berlin, Schopenhauerstr. 26

Zu den beiden bisherigen Ausschreibungen:
http://www.izt.de/izt-im-ueberblick/profil/izt-zukunftspreis/

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Religiopolis lehrt Kindern spielerisch Religion

Anita Arneitz am 20. Juni 2008

Eine Stadt, in deren Mauern Christen, Buddhisten, Hindus, Muslime und Juden friedlich miteinander leben – das ist “Religiopolis”. Was in der Realität nicht immer gelingt, haben Religionswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena zumindest in der virtuellen Welt erschaffen. Ihre CD-ROM “Religiopolis”, herausgegeben vom Ernst Klett-Verlag, gibt Kindern und Jugendlichen ein modernes Lehr- und Lernmedium in die Hand, mit dem sie am Computer quer durch die Weltreligionen und ihre Geschichte reisen können und Menschen fremder Kulturen kennen lernen.

Die Lernsoftware “Religiopolis” ist in Wien mit dem Erasmus EuroMedia Special Award 2007 in der Kategorie “Discourse & Politics” ausgezeichnet worden. Mit dem Preis zeichnet die “European Society for Education & Communication” (ESEC) die Software als herausragende Medienproduktion im Rahmen des Europa-Diskurses aus.

In “Religiopolis” kann der Besucher Kirchen, ein buddhistisches Kloster, Hindutempel, eine Synagoge und eine Moschee besichtigen, die detailreich und liebevoll gestaltet wurden. Man kann Familien aller Glaubensrichtungen in ihren Wohnungen besuchen oder sich durch eine ganze Bibliothek religiöser Schriften schmökern. In der Bibliothek schließlich kann der Besucher in einen Fahrstuhl steigen, der 29 historische Szenen aus der Geschichte der fünf Religionen präsentiert. Umfangreiches Bildmaterial, Videos und Audiodateien veranschaulichen diese Lerninhalte, ein Lexikon gibt weitere Informationen. Das ist Religionsunterricht im 21. Jahrhundert!

 

Mehr Infos unter

http://www.uni-jena.de/LS_Religionswissenschaft.html

http://www.uni-jena.de/Forschung-page-54909.html#forsch_1


 

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Podcasting für Biodiversität

Anita Arneitz am 26. Mai 2008

Sie produzieren eigene Podcasts – also Sendebeiträge – zum Erhalt der Artenvielfalt oder setzen sich singend für sie ein. Sie bauen einen Lebensturm für Insekten und Kleinsäuger oder helfen Schmetterlingen in Not. Am 30. Mai stellen sie ihr Anliegen der internationalen Öffentlichkeit vor: ausgewählte jugendliche Teilnehmer des Ideenwettbewerbs “Entdecke die Vielfalt der Natur!” Die Präsentation ist Teil des frei zugänglichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms “Expo der Vielfalt”, das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 27. bis 30. Mai zur Konferenz zur biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen (United Nations, UN) in Bonn vorstellt. Über 200 Aussteller aus fünf Kontinenten bieten nicht nur Fachleuten ein breites Programm: Neben Informationsständen zeigt die DBU zwei Ausstellungen, organisiert hochkarätig besetzte Diskussionsrunden und bringt künstlerische Beiträge auf die Bühne. Die Eröffnung am 27. Mai wird von 10 bis 10.45 Uhr live von PHOENIX, weitere Programmpunkte live vom Deutschlandfunk (DLF) übertragen.

Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und zusammen mit NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND, dem zweisprachigen Kinderwissensmagazin NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD und NICK sucht die DBU mit dem Wettbewerb “Entdecke die Vielfalt der Natur!” seit Februar 2008 Schüler und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren, die im Naturschutz aktiv werden.  Nicht das Vorwissen der Teilnehmer sei entscheidend, sondern deren Neugier und Engagement. Für den Wettbewerb läuft die Bewerbungsfrist noch bis zum 19. Oktober. Aktionsideen und weitere Informationen finden sich unter www.entdecke-die-vielfalt-der-natur.de.


Weitere Informationen:

http://www.dbu.de/123artikel27748_335.html

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