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Neue Studie: Kommunikationsmanagement europaweit

Anita Arneitz am 8. Dezember 2008

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig stellte ein Forscherteam die Studie über Status Quo und Entwicklungslinien des Kommunikationsmanagements in Europa vor. Dieser “European Communication Monitor” wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Es wurden 1524 Entscheider aus 37 Ländern mit einer durchschnittlichen zehnjährigen Berufserfahrung befragt.

Die wesentlichsten Ergebnisse sind:  Europäische Kommunikationsprofis haben weniger Macht als ihre amerikanischen Kollegen, Online-Videos und Social Networks werden 2009 weiter an Bedeutung gewinnen und bereits drei von vier PR-Fachleuten haben mit Corporate Social Responsibility zu tun. Das sind auch die wesentlichsten Herausforderungen für die Zukunft.

Der 74-seitiger englischsprachige Ergebnisbericht gibt es auf www.communicationmonitor.eu

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Internet übernimmt Führung im Wettbewerb der Medien

Anita Arneitz am 2. Dezember 2008

Bis zum Jahr 2018 werden die Tageszeitungen etwa 30 Prozent ihrer Leser verloren haben. Und das Internet wird mindestens über so viele Werbeinnahmen verfügen wie der Zeitungsmarkt. Denn es wird sich als kombinierter Informations-, Unterhaltungs- und Einkaufsführer in den Generationen bis 60 Jahre durchgesetzt haben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Trendstudie “Mediennutzungsverhalten in der Web-Gesellschaft 2018″ von Prof. Dr. Lothar Rolke und Johanna Höhn von der FH Mainz – University of Applied Sciences.

 

Rolke sieht deshalb einen Paradigmenwechsel in Werbung und Unternehmenskommunika-tion. Das Internet werde zum Leitmedium in der Kampagnenpla-nung. “Besonders erstaunt hat uns zum einen die Selbstver-ständlichkeit, mit der die jüngere Generation die verschiedenen Online-Angebote nutzt, und zum anderen die Geschwindigkeit, mit der die 35- bis 50jährigen gelernt haben, die neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten zu gebrauchen”, erläutert Rolke, Professor für Betriebswirtschafts-lehre und Unter-nehmenskommunikation die Ergebnisse der Studie. Insofern werde die Weiterentwicklung und Durchsetzung der Online-Angebote schneller erfolgen, als die meisten Experten erwarteten.

Internet gilt als gute Informationsquelle

Rolke und Höhn haben nicht nur vorhandene Studien einer Zweitauswertung unterzogen, sondern auch eine eigene Vergleichbefragung von drei Alterskohorten durchgeführt – bei der Gruppe der 15 – 19jährigen, der 20 – 25järigen und der 35 – 50 jährigen, da sich Medienverhalten in jungen Jahren herausbildet und relativ stabil bleibt, kann sichtbar gemacht werden, was sich verändert und – durch Vergleich der Altersgruppen – die Kraft der Veränderung gemessen werden. Aufhorchen bei den Ergebnissen lässt die hohe Akzeptanz und Durchsetzung des Internets: Um sich ganz allgemein zu informieren, nutzen die insgesamt 600 Befragten im Durchschnitt die Online-Angebote dreimal so häufig wie Fernsehen, Tages- und Publikumsmedien zusammen. Zudem fühlen sich alle Altersgruppen durch das Internet gut informiert.

Die hohe Attraktivität des Worldwideweb liege darin, so der Mainzer Professor, dass es qualifizierte Informations-, Unterhaltungs- und Einkaufmöglichkeiten an einem Ort anbiete: “In wenigen Klicks ist jeder User von der Informationssuche in den Entertainment-Bereich oder zurück gewechselt.” Die Rolke-Höhn-Studie zeigt hier sehr klar, dass im Vergleich zu den herkömmlichen Medien nicht nur die Informationsangebote besser bewertet werden, sondern bei den Altersjahrgängen zwischen 15 und 25 auch die Unterhaltungs-möglichkeiten im Internet mehrheitlich dem Fernsehen vorgezogen wird. Abgeschlagen sind hier die anderen Massenmedien. Unschlagbar ist inzwischen das Internet beim Produktkauf. Über 70 Prozent nutzen es, um vorab Produktinfos zu recherchieren und Produkte zu vergleichen. Es ist inzwischen die wichtigste Informationsquelle vor dem Kauf – wichtiger als Freunde und Familie, Tageszeitungen oder Fachzeitschriften. Mehr als 80 Prozent der 35 – 50jährigen erklären sogar, dass sie vor dem Kauf eines Produktes des Öfteren im Internet nach Gegenargumenten suchten.

Paradoxon: Zeitungsleser müssen mehr vom Internet haben

Gegen das Internet könne heute kein anderes Medium erfolgreich sein, aber das sich ständig weiter entwickelnde Internet benötige die anderen Medien als Begleiter, sagt Rolke. Zeitungen und Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen müssten noch stärker kooperieren, neue Geschäftsmodelle entwickeln und ihre Leser, Zuschauer und Hörer in der Webgesellschaft unterstützen. “Es mag paradox klingen”, erklärt Rolke, “aber weil das Internet ein so großer gesellschaftlicher Veränderer ist und vorläufig bleiben wird, müssen die traditionellen Medien zu Begleitern für die Menschen werden: Ihnen Orientierung geben, Lernhilfen anbieten und ihnen zeigen, wie sie an die Benefits im Internet kommen können.” Zugespitzt bedeute dies: Zeitungsleser müssten mehr vom Internet profitieren als Nicht-Zeitungsleser, so Rolke. Die größten Herausforderung für die Unternehmen sieht der Mainzer Professor nicht in der medial-technischen Innovationen, sondern in den neuen Umgangsregeln und Werten, die die Web-Gesellschaft hervorbringt: Gleichwertigkeit der Kommunikationspartner, Trans-parenz des eigenen Tun aufgrund der archivierten, aber jedem zugänglichen Aktualität und dem stärkeren Verlangen nach ungezwungener Partizipation.

Studie: Lothar Rolke/Johanna Höhn: Mediennutzung in der Webgesellschaft 2018: Wie das Internet das Kommunikationsverhalten von Unternehmen, Konsumenten und Meiden verändern wird. Norderstedt 2008

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Vom Consumer zum Prosumer

Anita Arneitz am 29. November 2008

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (Berlin), das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit (Berlin) und die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (Frankfurt/Main) starten ein neues Projekt zur Konsumentenforschung: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen herausfinden, inwiefern der Trend zum rotierenden Besitz bei Gebrauchsgütern, etwa von Möbeln, Jeans und Kameras, einen umweltfreundlichen, nachhaltigen Konsum ermöglicht. Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Forschungsprojekt zur Wiederverkaufs-Gesellschaft wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Projektpartner ist der weltweite Online-Marktplatz eBay. Die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Handel mit gebrauchten Gütern fließt in das Vorhaben mit ein.

Elektronische Märkte ermöglichen nicht nur eine dramatische Vergrößerung der Anzahl von Marktteilnehmern, sondern verändern auch die herkömmliche Rollenaufteilung zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen. Nutzer treten nicht nur als Käufer sondern gleichzeitig auch als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen auf. Der Konsument („Con-sumer“) nimmt somit eine aktivere Rolle ein und übernimmt auch klassische Aufgaben des Produzenten („Pro-ducer“) – er wird zum „Prosumer“.
Dies birgt Chancen für einen nachhaltigen Konsum, indem sich die Einstellungen zum Güterbesitz verändern: Weg vom Anhäufen von Produkten und Waren hin zu einer „Auktionskultur“, die durch temporären Besitz und Wiederverkauf gekennzeichnet ist. Das Vermarkten gebrauchter Güter im Internet hat zur Folge, dass Produkte länger genutzt und zusätzliche Umweltbelastungen durch Neukäufe vermieden werden können.

Der gesellschaftliche Trend zum rotierenden Besitz zeichnet sich immer deutlicher ab. Im Unterschied zu früheren Generationen wird der Besitz von Einrichtungsgegenständen, Büchern oder Kleidungsstücken häufig nicht mehr als dauerhaft angesehen, sondern von vornherein als zeitlich begrenzt. Inwieweit kurbelt diese Einstellung Online-Märkte an, so dass sie zu einem nachhaltigeren Umgang mit Produkten beiträgt? Neben dieser Frage soll auch untersucht werden, ob und inwieweit dieser Trend gegenläufige Tendenzen hervorbringt, indem er generell zum vermehrten und schnelllebigen Konsum beiträgt. Im Herbst 2008 starten die Wissenschaftler hierzu eine breit angelegte Befragung zum Nutzungsverhalten von privaten eBay-Käufern und -Verkäufern. Mit Hilfe der hierbei gewonnenen Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler langfristige Innovationsstrategien zum nachhaltigen Konsum entwickeln.

Erste Zwischenergebnisse werden Anfang 2009, ein Abschlußbericht 2010 erwartet.

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Wie gut sind Web-2.0-Dienste?

Anita Arneitz am 15. Oktober 2008

Während Google und andere Internet-Suchmaschinen automatische Trefferlisten bieten, beziehen soziale Suchdienste wie Yahoo Clever oder Lycos iQ den Nutzer nicht nur als Fragesteller, sondern auch als Antwortgeber mit ein. Diesen Frage-Antwort-Diensten ist es gelungen, große Communities aufzubauen, über die sich die Nutzer anhand von Fragen austauschen. Zur klassischen Suche im Web entwickelt sich damit derzeit eine Alternative, die mit algorithmischen Suchmaschinen in Konkurrenz tritt, deren Potential aber noch nicht ausgelotet ist.

In dem von Dirk Lewandowski und Christian Maaß herausgegebenen Buch “Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen” wird hinterfragt, inwieweit soziale Suchdienste mit klassischen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen. Beleuchtet wird die aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von sozialen Suchdiensten zu schließen.

In dem Buch wird ein Überblick über die verschiedenen Arten der algorithmischen, sozialen, semantischen Suchdienste und deren Mischformen gegeben und gezeigt, wie die Ergebnisqualität von Suchmaschinen durch eine Kombination verschiedener Suchdienste gesteigert werden kann. Darüber hinaus wird dokumentiert, wie Nutzer Social-Software-Systeme anwenden und diskutiert, wie sich die Relevanz von Treffern bei algorithmischen Suchmaschinen, Social Bookmarking-Seiten und Frage-Antwort-Diensten unterscheidet. Am speziellen Beispiel von Lycos iQ wird die Qualität der Antworten und deren Einbindung in die algorithmische Suche ebenso analysiert, wie die Fragen der Nutzer. Schließlich werden Empfehlungen für die Verbesserung des Taggings in Lycos iQ gegeben.

Der Band dokumentiert die Ergebnisse eines studentischen Projektes, das Prof. Dr. Dirk Lewandowski im Auftrag von Lycos Europe und T-Online am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg geleitet hat.

Dirk Lewandowski ist Professor für Information Research & Information Retrieval am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Davor war er unabhängiger Berater im Themenbereich Suchmaschinen und Information Retrieval sowie Lehrbeauftragter an der Universität Düsseldorf. Seine Forschungsinteressen sind Web Information Retrieval, Qualitätsfaktoren von Suchmaschinen sowie das Rechercheverhalten der Suchmaschinen-Nutzer. Neben dem bekannten Buch “Web Information Retrieval” veröffentlichte Dirk Lewandowski zahlreiche Aufsätze in der deutschen und internationalen Fachpresse.
Dr. Christian Maaß ist Leiter von Lycos Research, der Forschungsabteilung von Lycos Europe.

Lewandowski, Dirk ; Maaß, Christian (Hrsg.)
Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen
Berlin: Logos, 2008
39 Euro

Weitere Informationen:

http://www.bui.haw-hamburg.de/lewandowski.html.

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Schlau ist das neue “Cool” – traditionelle Werte bei Jugendlichen hoch im Kurs

Anita Arneitz am 8. Oktober 2008

Die Hochschule der Medien hat in Kooperation mit der Jugendzeitung yaez mehr als 3.500 Jugendliche zu den Themen Partnerschaft und Jugendkultur befragt. Das Ergebnis: Traditionelle Werte stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. So schätzen Jugendliche bei ihrem Traumpartner vor allem Treue und Ehrlichkeit. Zudem ist es ihnen wichtiger, dass ihr Partner intelligent ist statt cool. Angesagt sind aktive und sportliche Jugendkulturen wie Skater und Extremsportler, aber nur jeder zehnte Jugendliche rechnet sich einer dieser Jugendkulturen zu.

Geschlechterrollen und Selbstbild

Im August 2008 startete die Stuttgarter Hochschule der Medien über das soziale Netzwerk SchülerVZ eine Online-Jugendstudie und befragte Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren zu Partnerschaft, Geschlechterrollen und ihrem Selbstbild. Ausgangspunkt der Studie sind unterschiedliche jugendkulturelle Szenen, in denen sich die Jugendlichen bewegen. Eine auffallende Sympathie zeigen die Befragten für aktive und sportliche Jugendkulturen, wie etwa Skater, Extremsportler oder Graffiti-Künstler. Überraschend ist aber, dass nur wenige der Studienteilnehmer sich selbst einer dieser Gruppen zurechnen. Vielmehr bewegen sich die meisten der Jugendlichen in Rock-, Hip-Hop- und Fashion-Mainstream-Szenen, nicht aber in den ihrer Meinung nach “coolen” Kulturszenen. Am unbeliebtesten bei Jugendlichen sind die Musikszenen Gangsta-Rap und Emo.

Humor, Hilfsbereitschaft und Intelligenz

Auf die Frage nach den drei wichtigsten persönlichen Eigenschaften bei sich selbst nannten die Jugendlichen Humor, Hilfsbereitschaft und Intelligenz. Dominanz und Aggressivität lehnten sie dagegen ab. Die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist für die Jugendlichen ebenfalls ein wichtiges Thema: Der Studie zufolge sind 84 Prozent der Meinung, dass Männer und Frauen gleichermaßen für Hausarbeit und Kindererziehung zuständig sein sollten. Von ihrem Traumpartner wünschen sich die meisten Jugendlichen Sinn für Humor, Treue und Ehrlichkeit. Den Jugendlichen ist es dabei wichtiger, dass ihr Partner intelligent statt cool ist. Die Mehrheit hat keine Probleme damit, wenn ihr Partner intelligenter als sie selbst ist.

Informationen im Netz

Bei der Selbstdarstellung im Internet fallen starke geschlechtsbedingte Unterschiede auf. Insgesamt weisen nahezu alle befragten Jugendlichen eine hohe Bereitschaft auf, Informationen über sich ins Internet zu stellen (91 Prozent). Jedoch ist die Anzahl männlicher Jugendlicher, die nie Informationen von sich ins Internet stellt, mit 10,4 Prozent beinahe doppelt so hoch verglichen mit der der Mädchen (5,7 Prozent). “Für die befragten Jugendlichen ist Selbstdarstellung im Internet sehr wichtig. Vor allem Mädchen sind bereit, Fotos von sich ins Netz zu stellen. Fraglich ist allerdings, ob sie sich immer der Risiken wie z.B. Cyber-Mobbing, Missbrauch persönlicher Daten oder sogar sexuelle Belästigung bewusst sind”, sagt Petra Grimm, Professorin an der Hochschule der Medien.

Von den Befragten waren knapp 61 Prozent männlich und 39 Prozent weiblich. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer der Online-Studie besuchen das Gymnasium, knapp ein Viertel die Realschule, jeder Vierte eine Gesamt-, Berufs- oder Hauptschule. Jeder Zehnte befindet sich in der Ausbildung.

Die gesamte Studie wird im Oktober 2008 auf der Homepage des Studiengangs Medienwirtschaft der Hochschule der Medien in Stuttgart (http://www.hdm-stuttgart.de/mw) veröffentlicht.

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Gefährden Social-Networking-Portale die Privatsphäre?

Anita Arneitz am 5. Oktober 2008

Ob privat oder geschäftlich, immer mehr Menschen pflegen ihre Kontakt mit Hilfe von Internetplattformen, in denen sie Persönlichkeitsprofile anlegen. Diese Social-Networking-Plattformen verlangen von ihren Nutzern bei der Registrierung viele private Daten, bieten aber nur wenig Möglichkeiten, diese persönlichen Informationen vor ungewollten Zugriffen zu schützen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt, das die beliebtesten Internetplattformen zur privaten und geschäftlichen Kontaktpflege untersucht hat. “Von den getesteten Plattformen konnte keine vollständig überzeugen”, sagt Studienautor Andreas Poller vom Fraunhofer-Institut SIT. “Von der Nutzung mancher Dienstfunktionen ist sogar abzuraten, weil die Zugriffskontrollen teilweise einfach nicht funktionieren oder ganz fehlen.” Die Studie steht im Internet unter www.sit.fraunhofer.de zum Download bereit. Neben den Detailergebnissen enthält sie auch Ratschläge, wie man seine persönliche Daten in den einzelnen Plattformen am besten schützt.

Getestet wurden die Plattformen facebook, studiVZ, myspace, wer-kennt-wen, lokalisten sowie die geschäftlich orientierten Portale XING und LinkedIn. Unter den Plattformen für den privaten Gebrauch erzielte facebook das beste Ergebnis, wenngleich selbst diese Plattform erhebliche Schwächen offenbarte. Die meisten Negativbewertungen erhielten die lokalisten. Von den zwei getesten Geschäftsplattformen bietet LinkedIn bessere Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre als XING: Zum einen erlaubt LinkedIn eingeschränkt die Nutzung eines Pseudonyms, zum anderen lässt sich der Account leichter kündigen und die persönlichen Daten besser entfernen. “LinkedIn schnitt in Sachen Pseudonymisierung sogar am besten ab”, so Poller, “obwohl diese Form der Kommunikation im geschäftlichen Alltag eher wenig genutzt wird. Das hat uns schon überrascht.” Neben der Wirksamkeit der Zugriffskontrolle und deren Steuerungsmöglichkeit wurden auch die Standardkonfiguration der jeweiligen Plattform sowie deren Verschlüsselungsmöglichkeiten bewertet. “Keine Plattform konnte in allen Bereichen überzeugen, andererseits konnten wir für fast jeden Bereich einen Vertreter finden, der ausreichenden Schutz bietet”, so Poller. “Wenn man die Schutzmöglichkeiten der getesteten Angebote kombinieren würde, wäre das Ideal erreicht, aber die Plattformen scheinen kein durchgängiges Konzept zum Schutz der Privatsphäre zu verfolgen.”

Die Tester meldeten sich als Normalnutzer an, um die Einstellungsmöglichkeiten zu testen. Anschließend schlüpften sie in die Rolle des Angreifers und prüften die Wirksamkeit der Konfiguration, indem sie versuchten, an persönliche Daten aus selbsterstellten Profilen zu gelangen. Mit Hilfe spezieller Suchmaschinen kamen sie zum Beispiel in den Besitz geschützter Bilder, obwohl diese gar nicht für die Öffentlichkeit freigegeben waren. Auch die politische Orientierung oder der Familienstatus ließ sich trotz Sperrung der Daten ermitteln, und selbst nach Aufgabe der Mitgliedschaft blieben bei einer Plattform die persönlichen Gästebuch- und Foreneinträge bestehen. “Das kann für den Benutzer mitunter sehr peinlich werden. Aber auch Phishingbetrüger und Angreifer, die es auf Firmengeheimnisse abgesehen haben, freuen sich natürlich über solche Informationen. Denn damit können sie sich leichter das Vertrauen der Nutzer oder anderer Personen erschleichen”, sagt Poller.

Ziel der Studie ist es, ein erstes Rahmenwerk für die Beurteilung des Privatsphärenschutzes von Plattformen zur Pflege sozialer Netzwerke aufzustellen. Dieses Privatsphäre-Modell lässt sich auch durch juristische Prüfungen, Whiteboxtests oder andere Elemente erweitern und kann so als Grundlage für weiterführende Evaluierungen dienen.

Weitere Informationen:

http://www.sit.fraunhofer.de/fhg/Images/SocNetStudie_Deu_Final_tcm105-132111.pdf

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CSR-Konferenz an der Humboldt-Universität zu Berlin

Anita Arneitz am 29. September 2008

Corporate Social Responsibility and Global Governance lautet das Thema der 3. Internationalen CSR-Konferenz der Humboldt-Universität zu Berlin vom 8. bis 10. Oktober 2008. Im Zentrum der vom Institut für Management unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Schwalbach organisierten Konferenz steht die Frage, wie die Rahmenbedingungen beschaffen sein müssen, damit Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft die Herausforderungen der Globalisierung meistern können. Wesentlicher Aspekt der Debatte um die Verantwortung von Unternehmen ist das Verhältnis von staatlicher Regulierung und freiwilligen Standards. Hier werden nicht nur die Perspektiven der westlichen Welt, sondern insbesondere auch die der sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China einbezogen.

Neben der Analyse aktueller Entwicklungen im Bereich der Unternehmensverantwortung geht es bei der Konferenz um den Meinungsaustausch von internationalen Wissenschaftlern mit Unternehmensvertretern sowie politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. “Die Konferenz bringt Experten für Unternehmens- und Regierungspolitik zusammen, die das Leben vieler Millionen Menschen beeinflussen”, sagte Professor Michael Spence, Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften und Hauptredner der Konferenz im Vorfeld. Die 3. Internationale CSR-Konferenz an der Humboldt-Universität ergänzt somit auf wissenschaftlicher Ebene Veranstaltungen wie etwa das Weltwirtschaftsforum in Davos, die sich auf politisch-ökonomischer Ebene mit dem globalen Strukturwandel auseinandersetzen.
Bei der weltweit einzigartigen Wissenschaftskonferenz zum Themenbereich Unternehmensverantwortung werden 16 Hauptredner und 80 Referenten aus Wissenschaft und Praxis über 30 Panels bestreiten. Zu den Hauptrednern zählen neben Professor Michael Spence unter anderem:

Prof. Jagdish Bhagwati, Ökonom und Verteidiger der Globalisierung gegen Kritiker und Protektionisten.
Prof. Edward Freeman, Philosoph und Schöpfer des Stakeholder-Ansatzes.
Prof. Pietra Rivoli, Expertin für die sozialen Aspekte der globalen Wirtschaft mit Schwerpunkt China.
Prof. Peter Eigen, Vorsitzender der Extractive Industry Transparency Initiative und Gründer von Transparency International.
Prof. Bo Rothstein, Politikwissenschaftler und Experte zu Fragen der Qualität von Global Governance.
Prof. Sandra Waddock, Professorin für Management am Boston College und Autorin von über 100 Artikeln zum Thema Corporate Responsibility.

Vermittelt durch die weltweite Reputation der Humboldt-Universität und des Engagements von Prof. Joachim Schwalbach treffen sich seit 2004 alle zwei Jahre die weltweit führenden Wissenschaftler in Berlin, um die mit der Globalisierung einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen für Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft zu diskutieren und praktische Lösungsansätze zu erarbeiten.

Homepage der Konferenz: http://www.cr08-berlin.de

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Mobile Medien und der Wandel der Gesellschaft

Anita Arneitz am 28. September 2008

Vom 28. September bis zum 2. Oktober 2008 treffen sich an der Universität Erfurt Kommunikationswissenschaftler aus Europa und den USA, um über Wandlungsprozesse der Gesellschaft und die Rolle der Medien zu debattieren. Die Tagung
“(Mobile) Media and the Change of Everyday Life 2008″ befasst sich im ersten Teil am 29. und 30. September 2008 in Vorträgen mit aktuellen Theorien und Befunden zur Nutzung und Aneignung von Kommunikationsmedien.

Als Referenten konnten unter anderem Rich Ling aus Norwegen, Alexandra Weilenmann aus Schweden, Leopoldina Fortunati aus Italien, Richard Harper aus England, Amparo Lasén aus Spanien, James E. Katz aus den USA sowie Friedrich Krotz von der Universität Erfurt gewonnen werden. An den ersten Teil der Konferenz schließt sich am 1. und 2. Oktober ein Doktoranden Workshop an. Nachwuchswissenschaftler haben hier die Möglichkeit, über die theoretischen und methodischen Konzeptionen ihrer Promotionsprojekte zu referieren und auf internationaler Ebene mit anderen Promovierenden und renommierten Wissenschaftlern zu diskutieren.

“Ziel der Tagung ist es, eine Bestandsaufnahme der Forschung vorzunehmen, mit der alltägliches Medienhandeln fassbar und beschreibbar wird”, so Organisator Professor Dr. Joachim R. Höflich. Neben der theoretischen Fundierung steht der Aspekt der adäquaten Methodenwahl zur Diskussion. Zudem werden im Rahmen der Vorträge und Debatten innovative, für die Erforschung kommunikativen Handelns besonders geeignete empirische Konzeptionen erörtert. Dabei stellt die Tagung insbesondere die Themenfelder Handeln in verschiedenen Mediensituationen, Mobile Medien und soziale Beziehungen sowie Die Relevanz mobiler Lebensstile im alltäglichen Handeln ins Zentrum.

Die Tagung ist Teil des von Höflich geleiteten Projektes “Mobile Kommunikation, Mediatisierung des Alltags und der Wandel medialer Praktiken”, das seit 2006 an der Universität Erfurt läuft und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
gefördert wird. Zu dem Projektteam gehören weiterhin Christine Dietmar, Georg F. Kircher und Isabel Schlote. In dem dreijährigen Projekt wurden seit 2006 empirische Studien zu mobiler Kommunikation konzipiert und durchgeführt, darunter Beobachtungen im öffentlichen Raum, Gruppendiskussionen sowie Befragungen. Das Erfurter Forschungsteam freut sich über die Gelegenheit, seine aktuellen Befunde direkt mit nationalen und internationalen Kollegen diskutieren zu können und möchte diese am Rande der Tagung auch interessierten Medienvertretern vorstellen. Die Veranstalter laden Sie dazu am 29. September um 15.30 Uhr in das Internationale Begegnungszentrum der Universität in der Michaelisstraße 37/38 ein. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, den Vortrag des renommierten amerikanischen Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. James E. Katz zu verfolgen.

Interessierte Gäste können sich auf der Homepage informieren und für eine Teilnahme anmelden. Die Tagungsgebühr beträgt 30 Euro (15 Euro für Studenten).

Weitere Informationen:

http://www.uni-erfurt.de/mobile

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Unternehmen brauchen Gesichter I

Anita Arneitz am 22. September 2008

Erfüllen Manager der Gesundheitswirtschaft diese Ansprüche?

Die Zeiten, dass ein Krankenhausdirektor unauffällig und bescheiden im Hause wirkt und sich nicht als Person öffentlich präsentiert, sind vorbei. Der Wettbewerb verlangt etwas anderes. Untersuchungen haben ergeben, dass Manager, als Gesichter des Unternehmens, deren Wert steigern. Ihr Auftreten, wie sie sich der Öffentlichkeit präsentieren, trägt zunehmend zum Erfolg des Unternehmens bei. Sie präsentieren mittelständische Wirtschaftsunternehmen mit Verantwortung z. T. für drei- und vierstellige Millionenumsätze, und sind oft die größten Arbeitgeber vor Ort. Nicht immer werden sie den Ansprüchen des ‚Image-Trägers’ ihres Unternehmens gerecht.

Die Ansprüche: Manager müssen aktiv in Netzwerken agieren, Kontakte knüpfen, mit Partnern kommunizieren. Auch in den Betrieben, in Zeiten von Veränderungen, müssen sie ihren Mitarbeitern Orientierung geben und für Visionen und Konzepte einstehen.

Wie soll ein Manager auftreten, wie viel persönliche Präsenz ist notwendig und gut, ab wann aber ist weniger mehr? Manager müssen die Spielregeln der Medien verstehen, die Pressesprecher der Unternehmen müssen wissen, wie sie ihren Chef verkaufen. Das Management nimmt diese Aufgabe an: Unternehmen der Gesundheitswirtschaft bekommen zunehmend ein „Gesicht“.

Diese Fragen diskutieren Manager der Gesundheitswirtschaft mit Journalisten auf dem Panel:

„Unternehmen brauchen Gesichter“ des 2. KOMMUNIKATIONSKONGRESSES DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT am 14. und 15. Oktober in Hamburg.

Impulsvortrag:
Prof. Dr. Lothar Rolke, Professor für BWL und Unternehmenskommunikation der FH Mainz – University of Applied Sciences

Es diskutieren:
Prof. Dr. Claus Bartels, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Ernst-Moritz-Arndt-Universitätsklinikums Greifswald
Herbert Fromme, Versicherungskorrespondent, „Financial Times Deutschland“
Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Klinikums der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Dr. Michael Kröher, Journalist, „Manager Magazin“
Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher Vorsitzender des Vorstandes der DAK

Moderation:
Ulrich Glatzer, Journalist, „kma“ Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Weitere Informationen zum Programm des 2. Kommunikationskongresses der Gesundheitswirtschaft unter:
http://www.kommunikation-gesundheitswirtschaft.de

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Frauen surfen anders

Anita Arneitz am 22. August 2008

Im Internet herrscht heute ein fast ausgeglichenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen, obwohl noch 1998 doppelt so viele Männer wie Frauen das Web nutzten. Allein in den letzten drei Jahren haben 4,5 Mio. Frauen das Internet neu für sich entdeckt, so die grosse Allensbacher Computer- und Technikanalyse (ACTA), die das Institut für Demoskopie Allensbach jährlich mit rund 10 000 Interviews unter 14- bis 64jährigen durchführt.

Dabei haben Frauen online nicht nur andere Interessen als Männer, sondern auch ein anderes Surfverhalten. Zu den spezifischen Verhaltensweisen von Frauen im Web hat netaspect in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Allensbach – ein eigenes Webangebot erstellt. Dieses Webangebot bietet zahlreiche Informationen darüber, was Frauen von Männern im Web unterscheidet.

Dr. Edgar Piel vom Institut für Demoskopie Allensbach: “Heute nutzen 75 Prozent der jüngeren Frauen unter 30 Jahren und 79 Prozent der jüngeren Männer das Netz. Am intensivsten und neu auf das Internet hin bewegt hat sich in den letzten drei Jahren bei den Frauen die Altersgruppe der 30- bis 49jährigen mit einer Zuwachsrate von 22 Prozentpunkten”.

“Bei der Konzeption von Internetauftritten werden häfig spezifisch weibliche Anforderungen missachtet und zahlreiche Chancen verpasst, Informationen an die Frau zu bringen”, meint dazu Jennifer Apitz, Gründerin der Düsseldorfer Beratungsagentur netaspect.

Umfangreiche Informationen zu weiblichem Surfverhalten unter: www.frauen-surfen-anders.de

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