Schreibkultur-Kolumne
Anita Arneitz am 15. März 2010Ab Anfang des Jahres gibt es von mir im Magazin “Kärntnerin” eine Schreibkultur-Kolumne. Für alle, die die erste Ausgabe versäumt haben, hier die Tipps zum Nachlesen:
Verständliche Geschäftsbriefe schreiben
Moderne Businesskorrespondenz: Tipps und Tricks, Teil 1
Wussten Sie, dass dreiviertel alles Geschäftsbriefe im deutschsprachigen Raum mit denselben Wörtern beginnen und enden? Ziemlich langweilig oder?
Austauschbare Geschäftsbriefe im Bürokratendeutsch gehören in der modernen Businesskorrespondenz der Vergangenheit an. Der Stil des Schreibens hat sich genauso wie die Unternehmenskultur im Laufe der Zeit verändert. Heute zählen Geschäftsbriefe & Co. zur optischen Visitenkarte des Unternehmens und prägen den ersten Eindruck. Es zählen Professionalität – und Kreativität! Klar, motivierend und verständlich, so sollen Briefe geschrieben sein. Anhand von vier Punkten (Hamburger Verständlichkeitsmodell) können Sie Ihre eigenen Briefe einfach und schnell verbessern:
- Einfachheit macht Texte verständlich: Kurze Sätze, konkrete Wörter, aktive und positive Formulierungen, kein Fachjargon und Amtsdeutsch.
- Jeder Text braucht eine Struktur: Achten Sie auf logische Gedankengänge, aufeinander aufbauende Informationen und aussagekräftige Überschriften.
- Textliche Prägnanz zeigen: Benutzen Sie Wörter, die Ihre Leser leicht verstehen! Kommen Sie rasch auf den Punkt und lassen Sie Nebensächliches weg.
- Leseanreize bewusst schaffen: Holen Sie den Leser ab, nehmen Sie ihn mit und verführen Sie ihn! Setzen Sie Beispiele, Bilder, Fragen oder Zitate mit Sorgfalt ein.

