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Gesehen und gekauft: Literarisches Klebeband

Anita Arneitz am 28. Juli 2009

Mit welchen Produkten wickelt man Schreibbegeisterte um den Finger? Ganz einfach: mit einem literarischen Klebeband. Ist zwar nicht lebensnotwendig, aber um Welten stylischer als normale durchsichtige Klebestreifen. Wenn schon kleben, dann mit Botschaft!

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Erste Hilfe für die Sprachen dieser Welt

Anita Arneitz am 28. Juli 2009

Etwa zwei Drittel der weltweit rund 6500 Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Bedingt durch globale und nationale Einflüsse geben vor allem kleine Völker ihre – oft nur mündlich überlieferten – Sprachen auf. Verloren geht damit viel mehr, nämlich ein Stück des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit. Seit 1999 fördert die deutsche VolkswagenStiftung die Dokumentation bedrohter Sprachen. Ich finde, die Projekte höchst spannend. Warum? Das zeigen folgende drei Projekte:

Sprachenrettung auf der Insel Ambrym im Südpazifikstaat Vanuatu

Das Projekt des Dokumentationsteams um Professor Dr. Manfred Krifka vom Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin führt in den Südpazifikstaat Vanuatu. Die Sprachen im Westen und Süden der 680 Quadratkilometer großen Insel Ambrym gehören zu den austronesischen Sprachen und sind – was den Westen und Norden betrifft – bislang so gut wie nicht dokumentiert. Es ist nicht einmal klar, um wie viele Sprachen es sich eigentlich handelt, da verschiedene regionale Dialekte stark ineinander übergehen. Nach ersten eigenen Untersuchungen geht Manfred Krifka derzeit davon aus, dass auf Ambrym mit seinen 8.000 indigenen Einwohnern insgesamt fünf voneinander zu unterscheidende Sprachen gesprochen werden.

Bedroht werden die Sprachen gegenwärtig von drei Seiten: Zum ersten setzt sich als Ligua Franca das Bislama – eine auf dem Englischen basierende Kreolsprache – immer stärker durch; zum Zweiten werden die dialektalen Unterschiede zwischen den Sprachen, obwohl immer noch keine feste Straße die Ortschaften verbindet, kontinuierlich nivelliert. Darüber hinaus drohen die beiden Vulkane in der Mitte der Insel die Bewohner zu vertreiben, was mittelfristig auch zu einem Aus für die Sprache führen würde.

Das Forscherteam um Manfred Krifka möchte mit diesem Projekt die sprachliche Vielfalt linguistisch umfassend dokumentieren: auf der Ebene von Phonetik, Phonologie, Morphologie, Lexikon und Syntax. Im Zentrum der Untersuchungen stehen dabei auch das Geschichtenerzählen sowie Beschreibungen der natürlichen Umgebung wie etwa von medizinischen Pflanzen. Darüber hinaus wollen die Forscher die Begrifflichkeit des komplexen Verwandtschaftssystems sowie der einzigartigen Sandzeichnungen analysieren, die als eine von 90 UNESCO “Masterpieces of the Oral and Intangible Heritage of Humanity” anerkannt sind. In den Sprachkorpus wird zudem ein mehrsprachiges, möglichst umfassendes Lexikon integriert, das auch den Sprechergemeinschaften zur Verfügung gestellt wird.

Dem Kurumba in Indien auf der Spur

Dieses deutsch-französisch-indische Dokumentationsvorhaben nimmt sich einer Sprache an, die im Nilgiris-Gebirge im Süden Indiens verbreitet ist: des Kurumba. Die Region liegt auf einem Hochplateau in bis zu 2600 Metern Höhe und ist von dichtem tropischen Wald begrenzt. Die abgelegene Lage und die schwierigen klimatischen Bedingungen haben dieses Gebiet in eine Art natürliche biologische Insel verwandelt, die über Jahrhunderte hinweg ihre Abgeschiedenheit bewahren konnte. Gesprochen wird das Kurumba noch von schätzungsweise 4.900 Personen. Innerhalb Indiens erstreckt sich das Gebiet auf drei Bundesstaaten mit drei verschiedenen Sprachen und drei verschiedenen Schulsystemen, was zu einer für das Kurumba prekären Situation führt. Als weitere Bedrohung für die Menschen wie für das Ökosystem erweist sich zudem der Trend zum Wildlife-Tourismus.

Die Bevölkerungsgruppe der Kurumba lässt sich in sieben Untergruppen nach ihren Namen und ihrem Lebensraum unterscheiden, die unterschiedliche Sprachvarianten sprechen; die Forscher gehen aber davon aus, dass es sich dennoch um eine einzige Sprache handelt. Im Rahmen des Projektes sollen vier dieser “Dialekte” aus linguistischen, kulturellen und praktischen Gründen dokumentiert werden. Im Zentrum der Dokumentation stehen traditionelle Aktivitäten und Gegenstände der materiellen Kultur sowie das Alltagsleben. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Rituale der Gruppen, insbesondere Toten- und Heilungsrituale sowie die zugehörigen rituellen Texte. Um die charakteristischen Ausformungen dieser Region zu erfassen – und ohne dabei die Diversität der Gruppen einzuebnen – werden sich die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um einen thematischen und transethnischen Zugang bemühen. So wollen sie beispielsweise das Thema “Honig sammeln” – ein Schlüssel zur Identität der Kurumba – auf Video aufnehmen und zeigen, wie verschiedene Gruppen diese Tätigkeit ausüben. Ergänzend werden Erzählungen und Geschichten sowie Lieder und Musik aufgezeichnet.
Hilfe für eine Sprache der “Pygmäen”

Dieses niederländisch-deutsch-afrikanische Dokumentationsprojekt führt auf den afrikanischen Kontinent in den Süden Kameruns, wo die Sprache Bakola beheimatet ist. Bakola wird von maximal 5.000 “Pygmäen” gesprochen, die traditionell von der Jagd im Wald leben. Doch ihr Lebensraum in eigenständigen Siedlungen weitab aller Straßen wird mehr und mehr beschnitten, und der Anpassungsdruck an die mehrheitlich Landwirtschaft betreibende Bevölkerung Kameruns wächst offensichtlich.

Professor Dr. Maarten Mous von der Leiden University möchte daher gemeinsam mit seinem deutschen Kooperationspartner Professor Dr. Raimund Kastenholz von der Universität Mainz sowie jungen Linguisten aus Kamerun die Sprache und Kultur der Bakola durch eine repräsentative Textsammlung dokumentieren, die mit einem umfassenden Multimedia-Lexikon verknüpft wird. Hierzu werden die Forscher Audio-Aufnahmen unterschiedlicher Sprechereignisse und Textgenres machen und verschiedene kulturelle Ereignisse auf Video aufzeichnen, insbesondere Tänze, Erzählungen, Gesänge und Rituale wie Hochzeiten und Trauerfeiern. Das Vokabular soll daraufhin untersucht werden, inwieweit sich in ihm die intensive Beziehung der Pygmäen zur Umwelt widerspiegelt. Zudem wird sich der Blick auf besondere Begriffe im Bereich der Musik, Rituale und Kultur richten. Dieses Material wird dann zum einen als wissenschaftlicher Korpus und zum anderen für die Gemeinschaft selbst aufgearbeitet.

Sprachen

Foto: Die kunstvollen Sandzeichnungen der Einwohner von Ambrym gelten als einzigartig und wurden von der UNESCO als eine von 90 “Masterpieces of the Oral and Intangible Heritage of Humanity” anerkannt. Manfred Krifka

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Seitenwechsel

Anita Arneitz am 27. Juli 2009

Normalerweise schreibe ich Artikel über andere – heute ist es einmal umgekehrt. Auf www.frauen-business.at – Das Wirtschaftsmagazin für Frauen gibt es unter “Top Story” einen Artikel über mich. Neugierig? Einfach hier nachlesen: http://www.frauen-business.at/Unternehmerinnen/tabid/8682/articleType/ArticleView/articleId/578/Default.aspx

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Zuhören statt Marketinggequatsche

Anita Arneitz am 20. Juli 2009

Übertreibungen, Eigenlob oder Selbstbeweihräucherungen haben in der PR nichts zu suchen. Zu vielen “PR-Profis” ist das aber noch nicht durch gedrungen. Daher kommt es immer wieder – leider viel zu oft – vor, dass Journalisten von den “Besten der Besten” belagert werden. Ein herrliches Praxisbeispiel hat Erich Brenner in der Juniausgabe 2009 vom “Gewinn” auf Seite 226 gezeigt. Er gibt zwei Telefongespräche zwischen Journalist und Agentur wieder. Eine Pflichtlektüre, für alle die gute PR machen möchten. Und was man daraus lernt?

1. Schluss mit Eigenlob.

2. Zuhören lernen.

3. Niemand muss über Sie schreiben, nur weil Sie gut sind.

4. Journalisten wollen Geschichten, kein Marketinggequatsche.

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Ich will auch ein Buch schreiben!

Anita Arneitz am 15. Juli 2009

Gratuliere! Das ist schön. Aber wenige setzen ihren Wunsch wirklich um. Woran scheitert es? Am Beginn! Wer schreiben möchte, sollte nicht lange überlegen, sondern einfach beginnen. Sich Zeit nehmen, regelmäßig. Auch wenn es nur 5 Minuten am Tag sind. Egal, wichtig ist zu schreiben. Die Angst zu überwinden, Unsinn zu produzieren. Das gehört dazu. Ganz nach dem Motto “Shitty First Draft” von Anne Lamott. Erlauben Sie sich, zu Beginn richtig Schlechtes zu schreiben. Überarbeitet wird der Text sowieso. Das Einzige was zählt: Beginnen!

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Traumberuf Journalist?

Anita Arneitz am 13. Juli 2009

Für mich ja, wer sich unsicher kann es testen auf:

http://berufung-selbststaendig.de/2009/07/13/traumberuf-journalist/

Danke an den Texttreff für den Tipp!

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Kreativität als Chance für die Zukunft

Anita Arneitz am 10. Juli 2009

Mit den Olympischen Spielen hat China der westlichen Welt seine ganze Stärke als neue Weltmacht demonstriert und auch das technikverliebte Indien rückt immer mehr ins Rampenlicht der Weltökonomie. Aber nicht nur ganz Asien, auch Automatisierung und Überproduktion fordern uns heraus, neue Wege zu gehen. Fakt ist: Der globale Markt ändert unser Leben. Doch wie sollen wir darauf reagieren, wie unseren Wohlstand sichern? Daniel H. Pink sagt: „Unsere Chance ist unsere Kreativität.”

In seinem internationalen Bestseller „Unsere kreative Zukunft“, der im Riemann Verlag erschienen ist, zeigt Pink eindringlich, wie wir auf den wirtschaftlichen Wandel in der globalisierten Welt konstruktiv reagieren können. Für ihn steht fest: Nicht den Menschen mit überwiegend logischen und rationalen Fähigkeiten gehört die Zukunft sondern denjenigen, die ihr Rechtshirnpotenzial mit Intuition, Kreativität und Empathie zu nutzen wissen. Daniel H. Pink ist überzeugt: Die technikverliebte Moderne stößt an ihre Grenzen. Der Zeitgeist von morgen wird durch neue Sinne geprägt. Nicht nur Funktion, sondern Design, nicht nur Argumente, sondern auch Geschichten, nicht nur Logik sondern auch Einfühlungsvermögen. Nur wer sich einer spielerischen, schöpferischen Lebenseinstellung öffnet, wird beruflichen Erfolg und Lebensqualität gewinnen.

Daniel H. Pink wurde durch seinen Bestseller „Free Agent Nation“ bekannt. Seine Artikel zu Themen von Arbeitswelt, Business und Technik sind u.a. in der New York Times und Harvard Business Review erschienen. Pink ist ein gefragter Vortragsredner in Firmen, Verbänden und Universitäten. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Washington, D.C.

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I love Yoga: Meine Tipps

Anita Arneitz am 9. Juli 2009

Nicht so meditativ wie Mönche und nicht so exzessiv wie Madonna, aber dafür kontiniuerlich seit über fünf Jahren steht Yoga bei mir am Programm. So wie heute zum Beispiel. In der Früh, bei Sonnenaufgang, auf einem Steg, in Pörtschach am Wörthersee. Ein herrlicher Einstieg in den Tag, sehr zu empfehlen! Hier der Link für Interessierte: http://www.aktivbuero.at/13231.htm 

Nicht am Wörthersee, aber dafür etwas oberhalb vom Millstättersee gibt es seit kurzem das erste österreichische Yoga-Retreat-Zentrum. Bei einer Recherche habe ich einige Yogastunden getestet – sehr anstrengend, aber dafür mit Traumaussicht auf die Berge. Nachzulesen auf  http://www.kaerntnerin.net/sonderthemen/unternehmer.pdf

Und richtige Yoga-Fans können sich in Tirol weiterbilden. Ein Wochenende im Sivananda Yoga Vedanta Seminarhaus ist Erholung und Yoga-Wissen pur. Mehr auf http://www.sivananda.at 

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3700 Euro für einen Prosatext

Anita Arneitz am 7. Juli 2009

Das Land Salzburg und die Marktgemeinde Rauris vergeben gemeinsam den Rauriser Förderungspreis 2010 in der Höhe von Euro 3.700 für einen unveröffentlichten Prosatext. Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Rauriser Literaturtage im Jahre 2010 wird als Zeichen an die seit Jahren teilnehmenden Universitäten Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, die mit ihren Beiträgen die Literaturtage wesentlich beleben und einen integrativen Bestandteil der Veranstaltung darstellen, der Förderungspreis für Studierende dieser drei Universitäten ausgeschrieben.
Allgemeine Bewerbungsrichtlinien:
Teilnahmeberechtigt sind Studierende der Universitäten Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt. Ausgeschlossen sind jene, die bereits mit einem Rauriser Förderungspreis ausgezeichnet wurden.

Einzureichen sind:
15 bis 20 Maschinenschreibseiten (3fach), bitte bei Textseiten auf Anonymität achten
Beiblatt mit Angabe des Namens, Alters, Nachweis für Studium an den betreffenden Universitäten, genauer Adresse und Telefonnummer und, falls vorhanden, Email-Adresse.
Die Texte werden einer – von der Landesregierung berufenen – unabhängigen Jury ohne Bekanntgabe der Namen der Autorinnen/Autoren vorgelegt. Einreichungen sind zu richten an:
Post: Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 12: Kultur und Sport
Postfach 527, 5010 Salzburg unter dem Kennwort „Rauriser Förderungspreis”.
Persönlich: Kulturabteilung, Franziskanergasse 5a, 2. Stock
Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 16.00 Uhr, Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr
Einreichschluss: bis spätestens 19. Oktober 2009 (Datum des Poststempels).

Weitere Infos: www.salzburg.gv.at/kultur

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Interview Genscher online

Anita Arneitz am 3. Juli 2009

Das Interview von mir mit Dr. Hans-Dietrich Genscher gibt es jetzt online zum Nachlesen: http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=372086&DstID=683

“Kärntner Wirtschaft”, Ausgabe vom 26.06.2009

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