Schreibausbildungen: Wiener Schreibpädagogik
In letzter Zeit häufen sich meine Besuche in Bildungshäusern. Zufällig. In den letzten drei Tagen hatte ich dabei sozusagen “Heimspiel”. Im Stift St. Georgen am Längsee gab es einen Schnupperkurs zur “Wiener Schreibpädagogik”. Den ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Die Wiener Schreibpädagogik stützt sich laut den Kursleiterinnen Karin Baldauff (Lektorin) und Petra Ganglbauer (Autorin und Präsidentin des Berufsverbands österreichischer SchreibpädagogInnen) auf die Erkenntnisse der literarischen Moderne in Europa. Unter anderem gilt Robert Musil als Vater der modernen Literatur.
1998 wurde erstmals der Lehrgang “Wiener Schreibpädagogik” angeboten. “Ziel der Ausbildung ist die Weiterentwicklung literarischer, kommunikativer, methodischer und didaktischer Kompetenz, sowie die Fähigkeit, Gruppen und Einzelne in ihrem schöpferischen Prozess zu begleiten”, heißt es auf der Homepage. Zielgruppe sind ganz klar Schriftsteller, Bibliothekare, Germanisten und Literaturinteressierte. Ein idealer Lehrgang für alle, die ihre Gedichte, Geschichten oder Romane auf eine nächste literarische Stufe heben und veröffentlichen möchten. Schreibbegeisterte mit wenig Erfahrung tun sich mit dem geballten Lehrgang und der stetigen Textkritik sicher schwer. Für sie sind die einzelnen Workshops zum Reinschnuppern idealer, vor allem wenn sie ihre Texte verfeinern und weiterentwickeln möchten.
