Mitreden

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Onlinejournalismus

Anita Arneitz am 16. März 2009

Zugegeben Puchberg bei Wels liegt nicht gleich ums Eck. Trotzdem lohnt sich die stundenlange Fahrt durch Regen und Schnee. Vor allem, wenn man endlich wieder einmal selbst bei einem Seminar teilnimmt, anstatt eines zu halten. Einquartiert in einem wunderschönen Schlößchen, mitten im Nirgends. Wo wieder einmal das mobile Internet keine Verbindung hat. Ganz schön ironisch, schließlich habe ich mich ausgerechnet hier zu einem Onlinejournalismus-Seminar angemeldet. Auch wenn es mit der Technik nicht so klappte, das Wissensupdate in Sachen Onlinejournalismus hat sich mehr als gelohnt. Selbst mit der traurigen Gewissheit, dass Österreich noch weit hinter her hinkt. Übrigens, wer sich auch für Onlinejournalismus interessiert, dem kann ich unseren Referenten Herbert Bopp ans Herz legen: www.herbertbopp.com

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Macht des Bildes

Anita Arneitz am 16. März 2009

Der „Macht des Wortes“ der Europaausstellung in St. Paul, wird im Werner Berg Museum in Bleiburg die „Macht des Bildes“, die Fähigkeit der Bilder in der Erscheinung Sinn und Bedeutung zu schaffen, gegenübergestellt. Herausragende Kunstwerke unserer Zeit bieten eine anschauliche Ergänzung zu den in St. Paul behandelten historischen Zeiträumen.

Der Besucher erfährt, wie große österreichische Künstler des 20. Jahrhunderts Visionen von Transzendenz und Göttlichkeit in ihren Bildern zu zeigen vermochten. Der Bogen der über 50 ausgewählten Künstler reicht von Alfred Kubin, Egon Schiele und Oskar Kokoschka über Herbert Boeckl, Max Weiler und Arnulf Rainer bis zu Hermann Nitsch. Die Fülle der ausgewählten Werke ergibt gleichzeitig einen eindrucksvollen Überblick über die Geschichte der österreichischen Moderne. Wie haben die Künstler, jeder einzelne von Ihnen,  Göttlichkeit erlebt? Dies wird zur zentralen Frage der Ausstellung. www.europaausstellung.at

 

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Woran erkennt man, dass man seine Arbeit richtig gerne macht?

Anita Arneitz am 15. März 2009

…wenn man beim Schreiben, lächelt ohne es zu merken.

…wenn man in der Früh zu Arbeiten beginnt, am Abend aufhört und sich wundert, warum die Zeit so schnell vergangen ist.

…wenn man selbst im Urlaub den Bleistift zückt, weil einem so tolle Menschen und “Geschichten” begegnen.

Und woran erkennen Sie, dass Ihnen die Arbeit Spaß macht?

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Europaausstellung 2009

Anita Arneitz am 14. März 2009

Wörter sind Meilensteine der Geschichte. Sie können vernichten und aufbauen, bewegen und verändern. Und in ihnen spiegelt sich das Wissen vieler Epochen. Wissen ist Macht. So ist es und so war es. In Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ steht diese Welt des Wissens und der Bücher im Mittelpunkt einer Geschichte, die „unter die Haut“ geht.

 

Die Europaausstellung im Benediktinerstift St. Paul beleuchtet dieses Ringen um Wissen und Macht neu und versucht, alle Facetten aufzuzeigen – vom  ältesten Buch Österreichs (Anfang 5. Jahrhundert) bis hin zu den verbotenen Manuskripten, die einer strengen Zensur unterlagen. Heute wird gezeigt, was im „finsteren“ Mittelalter verboten war.

Die Merseburger Zaubersprüche, zwei Zauberformeln, welche die einzigen, erhaltenen Zeugen germanisch-heidnischer Religiosität in althochdeutscher Sprache sind, die Geschichte des Lachens von Aristoteles oder alte irische Zauberformeln sind ebenso zu sehen wie Prachtkodices aus dem Vatikan. So bekommt der Besucher zu sehen, was vielen Generationen zuvor verwährt war und begibt sich auf die Spuren des Mönchtums im Spiegel Europas. Vieles, was unsere Geschichte prägte, hat seinen Ursprung im Mönchtum.

Viele beeindruckende Bauwerke entstanden, die heute noch das Mühen der Gottsuche als steingewordenes Credo darstellen. Neben herausragenden Werken der europäischen Buchkunst sind Kostbarkeiten des Kunsthandwerks und der Malerei zu sehen. Namen  wie  Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens, Tilman Riemenschneider und Anthonis van Dyck sind ebenso vertreten wie Ribera, Lukas Cranach oder Kremser Schmidt.

Eine atemberaubende Welt öffnet sich den Sinnen. Gewaltige Gewölbe, geheime Gänge und prachtvolle Säle bilden die Kulisse einer einmaligen Schau. Was in Ecos Roman  als Fantasiegebilde entstand, ist in St. Paul durch die bauliche Adaptierung verschütteter Räume Wirklichkeit geworden. Ein Eldorado für den Bücherfan ist die neue Bibliothek in den uralten Gewölben unter den bisher bekannten Räumen des Klosters. Kostbarkeiten der Gold- und Silberschmiede runden das Angebot für den Betrachter ab und sind Teil der über 1000 Exponate aus ganz Europa, die es auf einer riesigen Ausstellungsfläche zu bestaunen gibt.

 

Ab April 2009! Mehr auf www.europaausstellung.at

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Neue Studie: Brauchen Klein- und Mittelbetriebe PR?

Anita Arneitz am 8. März 2009

Die Ziele der PR Arbeit sind oft diffus, jedoch geben acht von zehn befragten Klein- und Mittelbetrieben (KMU) an, PR in ihrem Unternehmen zu betreiben. „Trotz der aktuellen Wirtschaftsflaute lässt sich ein großes PR-Potential bei den Klein- und Mittelbet-rieben feststellen“, so Marktforscher Alexander Zeh von der GfK Austria. Rund 45% der KMU’s geben an, dass PR sehr wichtig für ihr Unternehmen ist, in Zukunft wollen 41% ihre PR Tätigkeiten noch weiterausbauen.
Der Fragenkatalog zur GfK Studie wurde gemeinsam mit dem Arbeitskreis KMU-PR des Public Relations Verbandes (PRVA) entwickelt, rund 300 PR-Verantwortliche in Klein- und Mittelbetrieben in Öster-reich wurden im August 2008 telefonisch befragt. „Ziel der Studie war es einen Überblick über den PR-Markt im Bereich KMU zu erhalten. Sowohl die Erfahrungen der Unternehmen mit vergangenen, als auch die Einschätzung zukünftiger PR-Aktivitäten wurden abgefragt,“ erklärt Alexander Zeh.

Alles ist PR?
Die Steigerung des Bekanntheitsgrades mit 92%, der Vertrauensgewinn bei Kunden bzw. Zielgruppen mit 88% und die Verbesserung des Images des Unternehmens mit 83% wurden als die Top-3 Ziele der PR-Tätigkeiten identifiziert. Fol-gende Instrumente werden für die Erreichung dieser Ziele eingesetzt: Website 80%, Broschüren 78%, Kundenveranstaltungen und Pressemitteilungen mit je 76% und Sponsoring mit 74% sind auf den ersten fünf Plätzen zu finden. Wobei die Häufigkeit des Einsatzes dieser Methoden sehr variieren kann, so werden Websites mehr als 2 Mal im Monat aktualisiert, Broschüren und Pressemitteilungen werden jeweils bis zu 4 Mal im Jahr eingesetzt. Kundenveranstaltungen stehen erwartungsgemäß 1-2 Mal im Jahr auf der PR-Tagesordnung kleiner und mittlerer Unternehmen.

PR ist Chefsache
Der Großteil der PR-Tätigkeit wird von der Geschäftsleitung durchgeführt, dies geben 45% der Be-fragten an, eine eigene PR Abteilung leisten sich nur 10% der KMUs. Der durchschnittliche Arbeitsaufwand für PR liegt bei 11,5 Stunden pro Arbeitswoche. Nur 17% geben an mit dem Umfang und der Qualität der PR in ihrem Unternehmen völlig zufrieden zu sein. Alexander Zeh zieht daraus folgende Schlüsse: „Es existiert ein enormes Potential für PR in den kleinen und mitt-leren Unternehmen in Österreich. Darüberhinaus wird die zukünftige Einschätzung der PR-Entwicklung im eigenen Unternehmen von den PR-Spezialisten positiv bewertet – so wollen 41% der Befragten in Zukunft die PR-Tätigkeiten ausbauen. Mathias Miller-Aichholz, Leiter des Arbeitskreises KMU-PR im PRVA, betont die Wichtigkeit von PR für KMU: „Die österreichische Wirtschaft besteht zum überwiegenden Großteil aus kleinen und mittleren Unternehmen. Viele von ihnen entwickeln laufend Innovationen und das schneller als Großbetriebe, weil sie kürzere Entscheidungswege haben sowie flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagie-ren. Oft sind besonders interessante, beeindruckende Unternehmerpersönlichkeiten am Werk, die manchmal eine seit Generationen bestehende Familiengeschichte fortsetzen.“
Speziell in der derzeitigen Wirtschaftslage könnten KMU durch PR-Maßnahmen ihre Bedeutung hervorheben: „Im Sektor der Klein- und Mittelbetriebe könnte es niemals zu solch dramatischen Situatio-nen kommen, wie wir sie jüngst im Bereich der börsenotierten Finanzunternehmen erlebt haben. KMU, vor allem familiengeführte, weisen durch ihre auf langfristige Stabilität ausgelegten Strategien einen Weg aus der Krise bzw. einen solchen, der gar nicht erst hinein führt,“ so Miller-Aichholz. „Das gehört stärker kommuniziert.“

Des Weiteren möchte der PRVA mit dieser Initiative auch der Meinung entgegenwirken, PR sei für kleine und mittelgroße Unternehmen zu teuer. Die PR-Branche ist heute stark diversifiziert und segmentiert, in Österreich genauso wie weltweit betrachtet. Es gibt für jedes Budget und jede Anforderung das passende Angebot am Markt.

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Mars und Venus-Revival im Netz

Anita Arneitz am 3. März 2009

Männer und Frauen kommen in Online-Netzwerken wie studiVZ einfach nicht zusammen. Das fand ein Forschungsteam der Hochschule für Film und Fernsehen “Konrad Wolf” Potsdam-Babelsberg heraus, das sich mit dem Nutzerverhalten und der Selbstdarstellung von Studierenden im erfolgreichsten Sozialen Online-Netzwerk Deutschlands beschäftigte.

Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Nutzungsmotiven und der damit verbundenen Selbstrepräsentation signifikant voneinander. Frauen nutzen die Plattform vorrangig zur Kommunikation innerhalb ihres realen schon existierenden Bekannten- und Freundeskreises. Männer sind häufig auf der Suche nach neuen Online-Bekanntschaften und schauen sich gern “fremde” Profile an. Dies wirkt sich vor allem auf die Selbstdarstellung der Nutzer aus. Beide Geschlechter möchten sich möglichst positiv darstellen, jedoch unterscheiden sie sich dabei in ihren Strategien. Frauen nutzen zur Selbstrepräsentation die Profilbilder, die personenbezogenen Angaben und vor allem die Mitgliedschaft in Interessensgruppen. Frauen möchten sich möglichst authentisch darstellen. Männer verbergen ihre Identität oft, weil sie auf sich neugierig machen möchten.

Spezielle Funktionen, die das Netzwerk den Nutzern bietet sind für die Authentizitätsstrategie und Identitätskonstruktion in studiVZ überaus wichtig. Funktionen und Selbstrepräsentation bedingen einander. Wer also in Sozialen Netzwerken neue Kontakte sucht, muss sich anders darstellen als Nutzer, die ausschließlich kommunizieren wollen.

Unter der Leitung von Dr. Elizabeth Prommer untersuchten zehn Studierende des Studiengangs Medienwissenschaft: Analyse, Ästhetik, Publikum, wie sich Nutzungsmotive und Strategien, insbesondere bei der Selbstpräsentation von Frauen und Männern unterscheiden. Dazu führten die Projektteilnehmer zwei qualitative Gruppendiskussionen mit repräsentativen Nutzern der Online-Plattform studiVZ durch. Die daraus gewonnenen Forschungsfragen wurden in einen Fragebogen integriert und im Internet veröffentlicht. Nahezu alle Studierenden der drei Potsdamer Hochschulen konnten per Email aufgefordert werden, den Online-Fragebogen über ihr Nutzerverhalten in Sozialen Netzwerken auszufüllen. Von 1.210 Befragten nutzen 1.021 Studierende das Soziale Netzwerk studiVZ.

Die Ergebnisse der Studie konnten bereits auf der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) in Stockholm im Juli 2008 und auf der ECREA Tagung Ende November 2008 in Barcelona präsentiert werden. In einem harten Ausleseverfahren wurde der Projektbericht angenommen und wurde dort von den Projektteilnehmern einem internationalen Fachpublikum mit großem Erfolg vorgestellt.

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