Mitreden

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Vom Consumer zum Prosumer

Anita Arneitz am 29. November 2008

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (Berlin), das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit (Berlin) und die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (Frankfurt/Main) starten ein neues Projekt zur Konsumentenforschung: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen herausfinden, inwiefern der Trend zum rotierenden Besitz bei Gebrauchsgütern, etwa von Möbeln, Jeans und Kameras, einen umweltfreundlichen, nachhaltigen Konsum ermöglicht. Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Forschungsprojekt zur Wiederverkaufs-Gesellschaft wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Projektpartner ist der weltweite Online-Marktplatz eBay. Die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Handel mit gebrauchten Gütern fließt in das Vorhaben mit ein.

Elektronische Märkte ermöglichen nicht nur eine dramatische Vergrößerung der Anzahl von Marktteilnehmern, sondern verändern auch die herkömmliche Rollenaufteilung zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen. Nutzer treten nicht nur als Käufer sondern gleichzeitig auch als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen auf. Der Konsument („Con-sumer“) nimmt somit eine aktivere Rolle ein und übernimmt auch klassische Aufgaben des Produzenten („Pro-ducer“) – er wird zum „Prosumer“.
Dies birgt Chancen für einen nachhaltigen Konsum, indem sich die Einstellungen zum Güterbesitz verändern: Weg vom Anhäufen von Produkten und Waren hin zu einer „Auktionskultur“, die durch temporären Besitz und Wiederverkauf gekennzeichnet ist. Das Vermarkten gebrauchter Güter im Internet hat zur Folge, dass Produkte länger genutzt und zusätzliche Umweltbelastungen durch Neukäufe vermieden werden können.

Der gesellschaftliche Trend zum rotierenden Besitz zeichnet sich immer deutlicher ab. Im Unterschied zu früheren Generationen wird der Besitz von Einrichtungsgegenständen, Büchern oder Kleidungsstücken häufig nicht mehr als dauerhaft angesehen, sondern von vornherein als zeitlich begrenzt. Inwieweit kurbelt diese Einstellung Online-Märkte an, so dass sie zu einem nachhaltigeren Umgang mit Produkten beiträgt? Neben dieser Frage soll auch untersucht werden, ob und inwieweit dieser Trend gegenläufige Tendenzen hervorbringt, indem er generell zum vermehrten und schnelllebigen Konsum beiträgt. Im Herbst 2008 starten die Wissenschaftler hierzu eine breit angelegte Befragung zum Nutzungsverhalten von privaten eBay-Käufern und -Verkäufern. Mit Hilfe der hierbei gewonnenen Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler langfristige Innovationsstrategien zum nachhaltigen Konsum entwickeln.

Erste Zwischenergebnisse werden Anfang 2009, ein Abschlußbericht 2010 erwartet.

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Buchtipp: Vom Zukunftswissen zum Markterfolg

Anita Arneitz am 27. November 2008

Immer schnellere und härtere Veränderungen wirbeln ganze Branchen durcheinander – erfolgreiche Geschäftsmodelle von heute werden scheinbar über Nacht zum verlustbringenden Auslaufmodell. Erfolgreich werden nur die sein, die Trends erkennen und Chancen ergreifen. Trendscouts und Trendforscher überschlagen sich mit Prognosen und Erkenntnissen darüber, was die Zukunft bringen wird. Doch woran erkennt man „seinen“ Trend? Welche Entwicklungen können das eigene Business verändern oder neue Chancen eröffnen? Dieser Zukunftsschnellkurs zeigt, wie sich Unternehmen schon heute für Kunden und Märkte von Morgen aufstellen können.

„Die Zukunft war früher auch besser“ sagte Karl Valentin und trifft damit die aktuelle Gemütslage vieler. Wir leben in stürmischen Zeiten. Globalisierung, demografischer Wandel und Klimawandel sind Gefahr und Chance zugleich. Die Zukunftsfrage stellt sich somit in vielen Branchen nachdrücklicher und drängender denn je. Eine wirkliche Chance werden nur die haben, die Veränderungen rechtzeitig erkennen und sich darauf einstellen.

Die Autoren Ralf Deckers und Gerd Heinemann betrachten das Thema “Trends und Zukunft” mit einem ganz konkreten Bezug zur Unternehmenspraxis. Bewährte Methoden helfendem Leser dabei, Zukunftswissen zu Markterfolgen zu machen. Denn das bloße Erkennen von Trends und potenziellen Chancen reicht bei Weitem nicht aus. Chancen müssen auch genutzt werden – Unternehmen gleich welcher Größe müssen sich entsprechend positionieren und die Weichen für eine gewinnbringende Chancenverwertung stellen.

Dieses Buch ist ein Zukunftsschnellkurs, der in die wichtigsten Trends im Kundenverhalten, im Marketing und im Vertrieb einführt und zeigt, wie sich ein gehaltvolles Zukunftsbild entwickeln lässt.

Der Leser erfährt

  • wie sich Marketing, Vertrieb und Kundenverhalten verändern werden,

  • wie er frühzeitig Trends und Chancen erkennen kann,

  • wie er mit den richtigen Instrumenten durch stürmische Zeiten kommt,

  • wie aus Chancen Gewinne werden,

  • wie er eine eigene Zukunftsstrategie entwickelt.


Ralf Deckers, Gerd Heinemann
Trends erkennen – Zukunft gestalten
Vom Zukunftswissen zum Markterfolg

1. Auflage BusinessVillage 2008
216 Seiten, zahlr. Abbildungen
ISBN 978-3938358-78-8 34,80€

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Kleine Freuden im Alltag

Anita Arneitz am 20. November 2008

… es eilig haben und gleich vor der Türe einen Parkplatz bekommen

… ein voll gefüllter Saal mit Menschen, die sich für ein Thema interessieren

… den Reiseführer für den nächsten Urlaub bestellen

… nach Hause kommen und Stück dunkle Schokolade mit zarten Walderdbeeren genießen

… ein Anruf vom Stromanbieter, der es schafft rechtzeitig “Energie” ins neue Zuhause zu bringen

Fortsetzung folgt

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Werbung, die wirkt?

Anita Arneitz am 18. November 2008

Immer mehr Geld fließt in immer mehr Werbung und Kommunikation nach Art der Werbung. Gleichzeitig fragen sich immer mehr Leute, ob die Ergebnisse ihr Geld wert sind. Eine Trefferquote von 5 – 50 % ist keine gute Nachricht für jemanden, der für seine Kommunikationsausgaben mehr erwartet als sie kosten. Der Dritte Weg zur Zielperson bietet eine Erfolg versprechende Alternative zu den gängigen Auffassungen und liefert das Handwerkszeug für effiziente bezahlte Kommunikation.

Im Kommunikationsgeschäft wird nach Vorstellungen gearbeitet, für die man in Bereichen wie Psychologie und Kommunikationswissenschaften nur ein müdes Lächeln übrig hat. Einerseits Kreativitätsduselei, andererseits Psychomechanik – das Ergebnis ist auf beiden Wegen das Gleiche: Ein Bild vom Empfänger als einem emotions- und augengesteuerten „Halbidioten“. Und folglich eine Kommunikation, die dem Sender nichts bringt.

Mit dem Dritten Weg zur Zielperson bietet Malte Altenbach eine neue, vielversprechende Leitidee für das Kommunikationsgeschäft der Zukunft an. Das Buch führt – pointiert und spritzig geschrieben – Werbetreibende, Agenturen, Texter und andere Kreative Seite für Seite zu einem neuen Denken über das Funktionieren menschlicher Kommunikation im Allgemeinen, medialer Kommunikation im Besonderen – und damit zu mehr Effizienz überall, wo bezahlte Kommunikation betrieben wird.

„Kommunikation neu denken – Werbung, die wirkt“ ist eine Bereicherung für all jene, die über Kommunikation mehr erfahren wollen als das, was man üblicherweise in Marketing, Werbung und verwandten Bereichen darüber weiß oder lehrt:

  • Beim Dritten Weg geht es zunächst um das Know-why. Mit dem neuen Denken kommt unvermeidlich ein neues Know-how.
  • Das neue Denken beruht auf einer bewährten Theorie, dem Ansatz des Konstruktivismus. Es führt zu Kommunikation, die funktioniert.
  • Die Leitidee des Dritten Wegs ist einfach: Der sogenannte Sender vollzieht in seinem Kopf einen Dreh um 180° zum sogenannten Empfänger – konsequent das, was man im Marketing „Das Denken vom Markt her“ nennt.
  • Dafür genügt eine Handvoll Basiswissen – das Minimum an Theorie, das unverzichtbar ist, um für jede denkbare Kommunikationsaufgabe eine wirksame Konzeption zu erarbeiten.

Malte Altenbach
Kommunikation neu denken – Werbung, die wirkt
BusinessVillage Verlag 2006
ISBN: 9783938358351 21.8 €
PDF-eBook: EB-630 16.8

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