Mitreden

Sie betrachten das Archiv für den Monat September 2008.

Der Feind neben an

Anita Arneitz am 13. September 2008

Einmal ganz ehrlich, wissen Sie wer neben Ihnen wohnt oder was derjenige über Sie denkt? Wenn nicht, können Sie jetzt im Internet nachlesen, was die lieben Nachbarn so über Sie schreiben. Auf www.rottenneighbor.com plaudern Nachbarn munter drauf los. Das es sich um keine Loblieder handelt, versteht sich von selbst. Beschimpfungen, Beleidigungen und Rufschädigungen stehen auf der Tagsordnung. Wie im realen Leben verbreiten sich schlechte Nachrichten auch im virtuellen Raum um einiges rasanter. Wer aber wirklich Charakterstärke besitzt verzichtet im Netz als auch außerhalb auf die Möglichkeiten dieser Plattformen…

Kategorie Allgemein | Keine Kommentare »

Bio-Grafik des Lebens

Anita Arneitz am 10. September 2008

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihre Bio-Grafik des Lebens gemacht? Eine spannende Geschichte. Einen Abend nachdenken über sich und das Leben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In alten Erinnerungen kramen, neue entdecken und die Kreativität fördern. An dieser Stelle ein Danke an Irene für die Organisation einer gelungenen Schreibnacht, die Wörter, Sätze und Gedanken wieder beflügelt hat.

Kategorie Schreiben | 1 Kommentar »

Buchtipp: Der Bambus-Code

Anita Arneitz am 9. September 2008

Schneller wachsen als die Konkurrenz, ein Wunsch vieler Unternehmer. In der Regel bleibt es bei diesem Wunsch – eine zu den Fähigkeiten des Unternehmens passende Strategie wird nicht entwickelt. Bestenfalls versucht man sich mit dem „Kopieren von den Champions“. Denn was einmal funktioniert hat klappt doch wieder – so der Glaube.  Einen völlig neuen Ansatz verfolgt Christian Kalkbrenner mit seiner neuen Methode „Der Bambus-Code“. Mit diesem Verfahren lassen sich in kurzer Zeit maßgeschneiderte Wachstumsstrategien, exakt auf die „Genetik“ des Unternehmens zugeschnitten, entwickeln. In seinem gleichnamigen Buch zeigt er mit seinem interdisziplinären Ansatz aus Unternehmensführung, Verhaltensforschung und Werbekommunikation wie Unternehmen systematisch schneller Wachsen als der Wettbewerb.

Gleich ob eine Branche boomt, stagniert oder schrumpft – es geht letztlich immer darum, effizienter zu wachsen als die Mitbewerber. Das heißt Märkte erobern, Kunden gewinnen und sich dauerhaft von der Konkurrenz absetzen. Das oftmals propagierte Kopieren von Methoden und Strategien ist dabei wenig zielführend – Unternehmen, Produkte und Märkte sind dafür zu unterschiedlich.

Einen Ausweg für Unternehmen aller Größen zeigt Christian Kalkbrenner in diesem Buch. Er verbindet klassische Strategiemodelle mit anerkannten Methoden aus der Verhaltensforschung. Mit seinem interdisziplinären Ansatz ermöglicht er jedem Unternehmen, ein maßgeschneidertes Wachstumsmodell zu entwickeln. Praxisnah und mit vielen Reflexionsanleitungen weist dieses Buch den Weg zu einer eigenen einzigartigen Wachstumsstrategie: dem Bambus-Code. Dieser siebenstellige Schlüssel enthält alle Parameter für ein schnelles und solides Wachstum.

Hoher Praxisbezug
Die einzelnen Wege werden im Buch nicht trocken beschrieben, sondern am Fallbeispiel der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Würth-Gruppe, anschaulich verdeutlicht. „Das Ergebnis war absolut verblüffend. Durch das Ermitteln des Bambus-Codes für unser Unternehmen haben wir zum Beispiel erfahren, dass wir unser jährliches Wachstum mit Hilfe der richtigen Maßnahmen von derzeit 20% auf 40% steigern können. Viele in der Vergangenheit intuitiv getroffene Entscheidungen haben sich durch diesen neuen Blickwinkel auch als strategisch absolut richtig erwiesen“, so Lagerbauer. Der Marketingchef der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG war vom Bambus-Code-Verfahren so begeistert, dass er nun als Co-Autor am Buch mitwirkt.

Die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter des Würth-Konzerns. Innerhalb von 15 Jahren hat sich das Unternehmen von damals 60 Mitarbeitern auf mittlerweile 800 Beschäftigte gesteigert. Das Unternehmen versorgt heute prozesssicher und über kundenindividuelle Lieferprozesse die Produktionslinien namhafter Industrieunternehmen mit Produktions- und Instandhaltungsmaterial in ganz Europa.

Dieses Buch zeigt dem Leser:

  • wie er die wichtigsten Wachstumsstrategien miteinander kombinieren kann,

  • welche Zielsetzungen und Strategien am besten zu seinem Unternehmenstyp passen,

  • wie er aus 25 Wachstums-Codes die für ihn umsatzsteigernde Positionierung ermittelt,

  • mit welchen Instrumenten er Wachstumshürden systematisch erkennen und meistern kann,

  • wie er den laufenden Wachstumsprozess effizient steuern und beschleunigen kann.

 

Christian Kalkbrenner, Ralf Lagerbauer
Der Bambus-Code – Schneller wachsen als die Konkurrenz

So machen Sie Ihre eigene Konjunktur
1. Auflage BusinessVillage 2008
120 Seiten, zahlr. Abbildungen
ISBN 978-3938358-75-7     21,80€

Kategorie PR und Pressearbeit | Keine Kommentare »

Gewusst wie: Reisejournalismus

Anita Arneitz am 7. September 2008

Von der Apothekenzeitschrift bis zum Hochglanzmagazin, vom Hausfrauenblatt bis zum TV-Bericht mit akademischen Touch: alle haben sie sie, die heißen Reisetipps und Reiseberichte, von billig bis bombastisch, von umweltbewusst bis musikantenstadlig. Doch was macht guten Reisejournalismus aus, der nicht nur über mögliche Reiseziele informiert und diese beschreibt, der nicht nur so genannte Geheimtipps und oder die Tourismusindustrie flankiert?
Dies will ein Buch von Tanja Thimm und Hans Kleinsteuber aufschlüsseln. Es heißt “Reisejournalismus”, ist soeben in der zweiten, überarbeiteten und erweiterten Auflage im Wiesbadener Verlag für Sozialwissenschaften erschienen, und wendet sich gleichermaßen an Einsteiger und Profis des reisejournalistischen Geschäfts, an Studierende und Lehrende der Journalistik und auch Tätige in der Weiterbildung. Tanja Thimm ist Professorin für Tourismusmanagement an der HTWG Konstanz, Hans Kleinsteuber lehrt als Professor für Wissenschaft und Journalistik an der Uni Hamburg und ist Leiter der Arbeitsstelle Journalismus und Politik.
Das interessante an dem Buch ist, dass auch reisehungrige Laien jede Menge darüber erfahren können, was guter Reisejournalismus ist und wie er zu Stande kommt. Denn das Duo Thimm/Kleinsteuber hat nicht nur die besten Reporter und Redaktionen aus der Branche befragt, sondern behandelt auch viele handwerkliche und ethische Aspekte und gibt so einen tiefen Einblick in die Herangehens- und Arbeitsweise.
Kritisch stellen die Autoren gleich am Anfang des Buches ein Kapitel zu den Widersprüchen des Reisejournalismus und gehen darin auch auf Widersprüchliches ein, etwa auf die Gegensätze zwischen Individualität und Massentourismus oder zwischen der gleichzeitigen Suche nach Fremdem und Vertrautem. Denn sie wollen den “aufgeklärten Leser” darüber informieren, “was in diesem nicht immer sauberen Gewerbe möglich ist”. Danach wird über Reisemotivation und Reiseberichterstattung informiert, bis hin zu Urlaubertypologien, für die es mittlerweile auch jeweils passende Publikationen gibt. Aufschlussreich und informativ ist das Kapitel über die Geschichte der Reiseberichterstattung bis hin zur Entwicklung des deutschen Reisejournalismus. Dann geht es ans Handwerkliche, aber keineswegs im Stil eines trockenen Lehrbuches. Flüssig, mit vielen praxisnahen Einsprengseln wird das Handwerkszeug der Reisejournalistinnen und -journalisten unter die Lupe genommen und erläutert. Von der Recherche über die einzelnen Textformen bis hin zur reisejournalistischen Fotopraxis. Ebenfalls lesenswert: der Exkurs über die Reiseberichterstattung im Fernsehen.

Die Praxisnähe des Buches wird zusätzlich durch Berichte namhafter Reisejournalisten und -journalistinnen noch weiter gesteigert. Kritisch werden Themen wie das Problem von Stereotypen und Vorurteilen behandelt, wenn es um die Wahrnehmung des Fremden durch Reisejournalisten geht. Auch vor den Gratwanderungen im Reisejournalismus machen Thimm und Kleinsteuber nicht halt, wenn sie sich mit Abhängigkeiten von PR und Tourismusindustrie oder mit Medien als Reiseveranstalter befassen.
Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel über Reisen und digitale Medien, in dem auch Handwerkliches vermittelt wird. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und eine Linkliste sind ebenfalls vorhanden. “Reisejournalismus” ist eine umfassende wissenschaftliche Einführung in das Thema – und eine ideale Reiselektüre.

Kategorie Schreiben | Keine Kommentare »

Online-Pressebereiche bieten nur schwachen Service für Journalisten

Anita Arneitz am 3. September 2008

Pressebereiche im Web weisen erhebliche Mängel auf – so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Agentur netaspect. Die Experten untersuchten Pressebereiche von national wie international tätigen Unternehmen, die in Deutschland in ihrem Geschäftsbereich eine führende Position einnehmen.

Gesamtsieger ist der Presseservice der Postbank,  welcher in der Untersuchung nach 14 Testkriterien überzeugt. Pressebereiche von Unternehmen, Organisationen oder Verbänden haben sich im Web mittlerweile als Anlaufstellen für Journalisten bewährt. In einer aktuellen Studie der Beratungsagentur netaspect wurde jetzt die Qualität von Online Pressebereichen untersucht.Die Studie „Online-Pressebereiche“ zeigt auf, welche Erfolgsfaktoren es für Pressebereiche im Internet gibt und was für eine gute Umsetzungsqualität bzw. Web Usability bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt werden muss, damit Journalisten Pressebereiche effizient nutzen können. Der Report untersucht vierzehn Schlüsselkriterien zu Gebrauchs-, Nutz- und Mehrwerten von acht deutschsprachigen Unternehmens-Pressebereichen aus dem Banken-, Software-, Elektronik- und Unterhaltungsbereich. Die Ergebnisse zeigen für die Pressearbeit im Web erhebliche Schwächen auf und bescheinigen den Pressebereichen im Internet nur eine mittelmäßige Qualität. Vor allem für ihre Nutzwerte (z.B. für Archiv, Unternehmens- oder Fachinformationen) zeigt die Untersuchung unterdurchschnittliche Ergebnisse. So konnten die Experten kein einziges vorbildliches Presse-Archiv auffinden. Sofern die Webangebote überhaupt über ein Presse-Archiv verfügen, sind diese häufig nicht durchsuchbar. Ebenfalls schwach zeigt sich das Angebot von Mehrwerten – beispielsweise bot kein Unternehmen für die Presse ein Callback-Formular an und nur bei zwei Unternehmen fanden sich  Terminübersichten für die Presse.Insgesamt erreichen drei von acht getesteten Unternehmen eine gute Bewertung: Universal Music, Microsoft und die Postbank. Am besten schneidet der Pressebereich der Postbank ab, der in neun von vierzehn untersuchten Kriterien sehr gut bewertet wurde. Negativ fiel die Online-Pressearbeit von Daewoo Electronics auf, die in 13 von 14 Schlüsselkriterien nicht überzeugte.

Ansgar Sporkmann, Gründer der Düsseldorfer Beratungsagentur netaspect, zieht ein Fazit: „Die Mehrheit der Pressebereiche im Web ist nicht optimal. Nur wenige Websites bieten gute Nutzwerte für die journalistische Zielgruppe an.“Ein Ansporn an alle Firmen ihre Pressebereiche Online zu optimieren.Die Studie ist kostenlos erhältlich. Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie “Pressebereiche Online” finden sich unter: http://www.netaspect.com/pressebereiche

Kategorie PR und Pressearbeit | Keine Kommentare »