Religiopolis lehrt Kindern spielerisch Religion
Eine Stadt, in deren Mauern Christen, Buddhisten, Hindus, Muslime und Juden friedlich miteinander leben – das ist “Religiopolis”. Was in der Realität nicht immer gelingt, haben Religionswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena zumindest in der virtuellen Welt erschaffen. Ihre CD-ROM “Religiopolis”, herausgegeben vom Ernst Klett-Verlag, gibt Kindern und Jugendlichen ein modernes Lehr- und Lernmedium in die Hand, mit dem sie am Computer quer durch die Weltreligionen und ihre Geschichte reisen können und Menschen fremder Kulturen kennen lernen.
Die Lernsoftware “Religiopolis” ist in Wien mit dem Erasmus EuroMedia Special Award 2007 in der Kategorie “Discourse & Politics” ausgezeichnet worden. Mit dem Preis zeichnet die “European Society for Education & Communication” (ESEC) die Software als herausragende Medienproduktion im Rahmen des Europa-Diskurses aus.
In “Religiopolis” kann der Besucher Kirchen, ein buddhistisches Kloster, Hindutempel, eine Synagoge und eine Moschee besichtigen, die detailreich und liebevoll gestaltet wurden. Man kann Familien aller Glaubensrichtungen in ihren Wohnungen besuchen oder sich durch eine ganze Bibliothek religiöser Schriften schmökern. In der Bibliothek schließlich kann der Besucher in einen Fahrstuhl steigen, der 29 historische Szenen aus der Geschichte der fünf Religionen präsentiert. Umfangreiches Bildmaterial, Videos und Audiodateien veranschaulichen diese Lerninhalte, ein Lexikon gibt weitere Informationen. Das ist Religionsunterricht im 21. Jahrhundert!
Mehr Infos unter
http://www.uni-jena.de/LS_Religionswissenschaft.html
http://www.uni-jena.de/Forschung-page-54909.html#forsch_1
