Medienamateure – Wie verändern Laien unsere visuelle Kultur?
Die Aktivitäten im digitalen Raum nehmen stetig zu: Immer mehr Menschen (Laien und Dilettanten) fotografieren, filmen, bloggen, posten, taggen und spielen auf den verschiedenen Plattformen des Internets. Im Dezember 2006 kürte das Time Magazin “Du” zur “Person des Jahres” – Du, der User, ist nicht mehr Rezipient, sondern Akteur und Produzent von medialen Inhalten. Sind wir alle zu Medienamateuren geworden?
Mit diesem Thema beschäftigt sich eine Tagung in Deutschland. Die Tagung wird veanstaltet von Prof. Dr. Susanne Regener, Professorin für Mediengeschichte an der Universität Siegen.
Die Schwerpunkte der Tagung sind: Selbstdarstellung, das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, Partizipation der Amateure an der Politik der Bilder, Amateurbewegungen (Film und Fotografie), Alltagskultur, Jugendkultur, Kunst und Amateurbild. Eine Mediengeschichte, die Bild und Text, alte und neue Medienformate, Alltagskultur und Kunst im Blick hat, soll die Grundlage bilden für die Interpretation gegenwärtig virulenter Fragen, etwa die nach einem gesteigerten medialen Selbstbewusstsein, nach der Genderspezifik der medialen Performance, nach epistemologischen Aspekten zu globalisierten Bilderwelten und Bildstandards sowie möglichen neuen moralischen Prämissen, die sich in der visuellen Kultur ausbreiten.
Mehr unter http://www.medienamateure.de/
