Silberne Revolution, nicht nur in Deutschland

Im nächsten Jahr werden wahrscheinlich die 20 Millionen deutschen Rentner die Wahl gewinnen. Denn bei der Bundestagswahl 2009 werden erstmals mehr Menschen über 50 abstimmen als Jüngere. Kein Thema beschäftigt die Öffentlichkeit so wie die Alterung der Gesellschaft. Zu Recht, denn die „Silberne Revolution“ ist ein Megatrend und wird Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren so nachhaltig prägen wie kaum eine andere Entwicklung!
In dieser Situation, so eine Ausgangsthese der aktuellen Studie des Zukunftsinstituts, wird Gesundheit immer wichtiger. Mehr noch: In der Alterungskultur wird Gesundheit sogar zur Schlüsselressource. An ihr entwickeln sich die wichtigsten Märkte und Innovationen von morgen.

Silberne Revolution:
Wir werden immer älter, fühlen uns gleichzeitig jedoch immer jünger, weil wir proaktiv unsere Gesundheit sicherstellen.
Gesundheit wird zu DEM Zukunftsmarkt, der viele Branchen und Märkte grundlegend umstrukturiert.
Alterung wird indes zu keinem Verhängnis, wie die apokalyptischen Zwischenrufe glauben machen möchten. Allerdings verwandelt die „Silberne Revolution“ unsere Wirtschaft und Gesellschaft an ihren zentralen Gelenkstellen.
Unser Gesundheitssystem muss sich diesem beschleunigten Wandel anpassen. Wie das geschehen kann, zeigen Händeler und Rauch in der Studie.
„Ein neues Altersverständnis und eine neue Alterungskultur sorgen dafür, dass Gesundheit zur immer stärker nachgefragten Schlüsselressource wird, an der sich die Märkte und Innovationen von morgen entwickeln. Gesundheit wird so zum nächsten großen
Wachstumsmotor.“ Die Silberne Revolution verändert jedoch nicht nur Märkte, Konsum und Gesellschaft – sie krempelt auch unsere Arbeitswelt grundlegend um. Unser Weg in die Wissensgesellschaft ermöglicht es Menschen, auch mit 70 Jahren noch produktiv am
Arbeitsleben teilzunehmen. Das bietet die Chance für neue und lang anhaltende Wachstumseffekte.
Die Studie „Silberne Revolution“ erläutert, welche Voraussetzungen Unternehmen, der Staat und jeder Einzelne dafür schaffen müssen. Die Autoren haben eine Vielzahl von Unternehmensbeispielen recherchiert, anhand derer sie belegen, wie es durch eine innovative Arbeitskultur gelingt, das Alter als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Händeler und Rauch liefern damit Antworten auf die Frage, wie Unternehmern, Managern und Personalverantwortliche ihre Unternehmen „zukunftsfit“ machen können.

Aber gerade auch unsere Konsumwelt verändert sich durch den Megatrend Silberne Revolution. Die Autoren nehmen Konzepte unter die Lupe und liefern neue Ideen dafür, wie Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb die enorme Kaufkraft der immer größer werdenden Zielgruppe 50plus, ihre hohe Ausgabenbereitschaft und die „jugendlich-modernen“ Konsumgewohnheiten gewinnbringend nutzen können; welche Moden und Trends künftig die Nachfrage auf den „reifen Märkten“ bestimmen werden, wie Trend-Pioniere schon heute mit zukunftsweisenden Ideen auf die Silberne Revolution reagieren.
Silberne Revolution – Gesundheit, Arbeit, Märkte in der Alterskultur
Mai 2008, 92 Seiten, 175,- Euro, ISBN: 978-3-938284-38-4
http://www.zukunftsinstitut.de/silbernerevolution


Autoren:
Erik Händeler, Buchautor und Zukunftsreferent, ist Experte für die Kondratiefftheorie der langen Konjunkturwellen. Seit über zehn Jahren trägt er als Wirtschaftsjournalist die Diskussion um die Konsequenzen der Kondratieff-Zyklen in die öffentliche Debatte. Von ihm sind bisher erschienen: „Die Geschichte der Zukunft – Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen“, „Kondratieffs Welt“ sowie das Hörbuch
„Der Wohlstand kommt in langen Wellen“.
Christian Rauch ist Trend- und Zukunftsforscher. Bevor er 2005 zum Zukunftsinstitut kam, war er u.a. für die Trendforschung einer deutschen Großbank tätig und hat sich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg intensiv mit dem Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft befasst. Neben Studien wie „Zielgruppe LOHAS“ hat er zuletzt den „Global Trends Monitor“ und die „Megatrend Dokumentation“ verfasst und ist Autor des 2008 erschienenen Wirtschaftsbuchs „Greenomics“.

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