Mitreden

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Identitätsmanagement: Anerkennung statt Aufmerksamkeit

Anita Arneitz am 5. März 2008

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit ist tot! Es reicht nicht mehr, laut und anders zu sein. Das kann heute jeder. Zukünftig zählt Anerkennung. Wir sind soziale Wesen. Wir wollen gemocht, respektiert und geschätzt werden. Der Applaus unserer Wahlverwandtschaften sichert unseren Status.

Früher formten uns Arbeit, Familie und Religion. Identität war statisch. Heute fehlt uns Tradition. Wir definieren Identität dynamisch.
In Zeiten des Web 2.0 wird Identität zur Management-Aufgabe. Die Frage „Wer bin ich?“ wird ersetzt durch „Wer will ich sein?“. Je nach Publikum spielen wir unterschiedliche Rollen. Erfolgreiche Rollen optimieren wir und akzeptieren sie als Teil von uns.

Ein-Weg-Kommunikation verliert weiter an Relevanz. Nicht das Produkt, sondern der Konsument steht zukünftig im Mittelpunkt. Kundenbeziehungsmanagement wird zur wichtigsten Aktion der Markenführung. Statt ein statisches Bild der Marke in den Köpfen zu verankern, geht es zukünftig stärker darum, die Markenidentität in der Interaktion mit dem Kunden zu leben.

Die Auswahl des richtigen Publikums ist entscheidend. Anders als Aufmerksamkeit besteht Anerkennung aus dynamischen Austauschprozessen:
Wer Anerkennung sucht, muss selbst anerkennen. Diese banale Erkenntnis hat gravierende Folgen für Unternehmen und Institutionen. Dieser Thema wird am 13. Deutschen Trendtag am 8. März 2008 disktutiert. Als Referenten mit dabei sind:

Keynote-Speaker:
Richard Florida („Who’s your city“), Kanada

“Die Wahl der Stadt entscheidet über unsere Identität.”

Richard Florida (USA) ist Autor u. a. der Bestseller „The Rise of the Creative Class“ and „The Flight of the Creative Class“. Er ist Professor an der Universität Toronto und lehrte u. a. an der Carnegie Mellon University, Harvard University und am MIT. Sein neues Buch „Who’s your City?“ erscheint im März dieses Jahres.

 

Peter Wippermann, Deutschland

“Soziale Beziehungen werden Programm. Identität wird wichtiger als Individualität.”

Peter Wippermann (D), Gründer und Gesellschafter des Trendbüro. Seit 1993 Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Hochschule Essen. Autor von „Länger leben, länger lieben – Das Lebensgefühl der Generation Silver Sex.“, „Die neue Moral der Netzwerkkinder“ und „Trend 2004 – Arbeit, Freizeit, Eigenzeit“.

 

Norbert Bolz, Deutschland

“Ohne Anerkennung kein Selbst.”

Norbert Bolz (D) lehrt am Institut für Sprache und Kommunikation der Technischen Universität Berlin. Von 1992 bis 2002 Professor für Kommunikationstheorie an der Universität Duisburg/Essen. Von 1987 bis 1992 Dozent an der Freien Universität Berlin. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie technologische und ökonomische Veränderungen von der Gesellschaft sozial und kulturell antizipiert werden.

 

David Bosshart, Schweiz

“Es gilt, dem Kunden ein Stück Lebensqualität zu bieten.”

David Bosshart (CH) ist CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) für Wirtschaft und Gesellschaft, Rüschlikon/Zürich. Er promovierte in Philosophie und politischer Theorie an der Universität Zürich. Seine Schwerpunkte sind die Zukunft des Konsums und sozialer Wandel, Management und Kultur, Globalisierung und politische Philosophie.

 

Danny Choo, Japan

“Um Teil der Szene zu werden, ist es wichtig, sich nicht zu sehr von den anderen zu unterscheiden. Wer aber das gewisse Etwas nicht hat, wird ignoriert.”

Danny Choo (UK/JAP) ist aktives Mitglied und Experte der japanischen Otaku-Szene sowie Betreiber einer Animé-Otaku-Plattform. Nach langjährigen Tätigkeiten in der Softwareentwicklung für u. a. Microsoft und Amazon.com, gründete er 2007 mirai, die kommerzielle Modelle für user-generated content entwickeln.

 

Dick Hardt, Kanada

“Identity 2.0 ist technisch gesehen noch am Anfang, wie das Internet 1994.”

Dick Hardt (CAN), Gründer und CEO von Sxip Identity, ist Pionier der Open Source Community sowie einer der prominentesten Vertreter des userzentrierten Identity Managements. Er ist Vorstandsmitglied der OpenID Foundation sowie Autor vielbeachteter Podcasts, Blogbeiträge und Vorträge.

 

Willem Velthoven, Niederlande

“Wenn man die Bedürfnisse des Menschen nach Identität, Anerkennung und Zugehörigkeit vernachlässigt, dann läuft im Prinzip gar nichts.”

Willem Velthoven (NL) ist Mitbegründer von Mediamatic und Mediamatic Labs, einem Netzwerk in Amsterdam, das sich mit Neuen Medien, Kunst und Gesellschaft auseinandersetzt. Sein letztes Projekt EL HEMA gewann den Niederländischen Design Preis 2007.

 

Hartmut Esslinger, Deutschland / USA

“Fabriken in Asien sind smarter, als es Marketer und Designer verstehen.”

Hartmut Esslinger (D/USA) ist Gründer von frog design, einer internationalen Design-Agentur sowie Professor für Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst Wien. Er zeichnete u. A. verantwortlich für die Design-Strategien von Sony, Louis Vuitton, Apple, Lufthansa, Microsoft und SAP. frog design operiert heute in neun Studios in den USA, Italien, China und Deutschland.

 

Daniel Nissanoff, USA

“Früher hatten Marken etwas Flüchtiges. Heute ist ihr Wert quantifizierbar, da der Sekundärmarkt einen signifikanten Indikator für den Markenwert liefert.”

Daniel Nissanoff (USA) ist Web-Unternehmer und Mitbegründer des Onlineportals Portero, das sich auf den Verkauf von gebrauchten Luxusgütern spezialisiert hat. Des Weiteren ist er Berater von zahlreichen Fortune-500-Companies. Er zeichnete verantwortlich für Konzeption und Aufbau zahlreicher virtueller Marktplätze. 2006 erschien sein Buch „FutureShop. Konsumgesellschaft im Wandel“.

 

Live-Konzert: Chicks on Speed, Australien / USA / Deutschland / Israel

“Je mehr Kulturen in einer kreativen Gruppe vertreten sind, desto moderner und eindrücklicher werden die Outputs sein. Das ist auch der Grund, warum wir in verschiedenen Städten leben.”

Das „Projekt“ wurde 1997 gegründet. Derzeit bestehen die Chicks on Speed aus Alex Murray-Leslie (AUS), Melissa Logan (USA), Kathi Glass (D) und Anat Ben-David (ISR), die in Berlin, Barcelona, Hamburg, London und New York arbeiten und leben.

Blog zum Thema Identitätsmanagement: http://www.trendbuero.de/index.php?f_tag=Identit%E4tsmanagement

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Do und Dont´s im Umgang mit Journalisten

Anita Arneitz am 5. März 2008

Im Umgang mit Journalisten gibt es viele Möglichkeiten Fehler zu machen. Das wissen auch die Marketing- und PR-Verantwortlichen, doch viele der Fragen bleiben den Berufsanfängern oft unbeantwortet: Wie baue ich einen zuverlässigen Kontakt mit Medienvertretern auf? Wie bereite ich mich professionell auf das Gespräch mit Journalisten vor und welche Rechte, welche Pflichten habe ich? Was kann ich von einem Interview, was von einem Hintergrundgespräch erwarten? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert ab sofort der neue “Presseknigge” der comonweb.de GmbH. Der “Leitfaden für den richtigen Umgang mit der Presse” enthält alle wichtigen Informationen, die es für den Aufbau einer dialogorientierten Kommunikation mit Pressevertretern braucht.

Der neue Leitfaden kann auf www.comonweb.de bestellt werden kann.

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Die Zukunft der Qualitätsmedien

Anita Arneitz am 4. März 2008

Ein Tipp zum Thema:

LEADAWARDS
SYMPOSIUM
2008

SELF-FULFILLING INTELLIGENCE
DIE ZUKUNFT DER QUALITÄTSMEDIEN

Rasantes Web, konfuser Printmarkt: Sind die jungen Zielgruppen für anspruchsvolle Medienprodukte verloren? Beispiele und Thesen zum respektvollen Umgang mit der Intelligenz der Masse – und warum gerade dabei wieder Sendungsbewusstsein gefragt ist

5. März 2008
10:00 Uhr bis 15:15 Uhr
Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1-2
20095 Hamburg

Referenten: Tyler Brûlé („Monocle“), Giovanni di Lorenzo („Die Zeit“), Mirko Borsche („Jetzt“, „SZ Magazin“, „Zeit Magazin“ und „Visual Leader 2007“), Michael Ebert („Neon“), Prof. Peter Wippermann (Trendbüro), Claudia Langer („Utopia“), Andreas Steinle (Zukunftsinstitut), Adriano Sack („I Like My Style“), Yousef Hammoudah und Andreas Jacobi („Hobnox“)
Weitere Informationen unter www.leadacademy.de

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Denkanstoß

Anita Arneitz am 4. März 2008

Zitat eines Interviewpartners: “Find ich ja nett, dass Sie über mich schreiben. Bevor der Beitrag in Druck geht, will ich ihn noch lesen. Schließlich soll nur das in der Zeitung stehen, was ich will.”

Auf der einen Seite wird von Medien Unabhängigkeit und Pressefreiheit gefordert, auf der anderen versucht jeder Journalisten vorzuschreiben, was sie wie schreiben sollen.

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Publizistik zum Nachlesen

Anita Arneitz am 4. März 2008

Pixelkaninchen, Web 2.0., ergrauende Werbung, Handymania oder Media Events – das Heft “Publizistik” ist wieder vollgespickt mit bunten Themen. Rein klicken lohnt sich unter http://www.vsjournals.de/index.php?do=viewmag&site=pub&lng=de&area=kom&id=7&sid=1aa8a8f9b3c16ed29eafa9c37c16c605

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Arial vs. Times New Roman

Anita Arneitz am 1. März 2008

Letztens wurde ich gefragt, ob man mit Times New Roman noch schreibt oder diese Schrift nicht mehr zeitgemäß ist. Eine schwierige Frage. Sicher gibt es bei den Schriften immer neue Trends und Moden. Derzeit schreiben viele in Arial oder Verdana. Im Prinzip ist es Geschmackssache oder? Es kommt auch immer darauf an, was man warum an wen schreiben möchte. Wenn Ihnen Times New Roman gefällt, verwenden Sie die Schrift. Wenn Ihnen Arial lieber ist, dann nehmen Sie Arial. Wichtig ist, dass Sie sich beim Schreiben wohlfühlen und auch mit der Schrift wohlfühlen, die Sie gewählt haben.

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